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Auch jemand mit Happy End dabei??

14. Mai 2008 um 23:42

Gibt es eigentlich auch jemanden, bei dem so eine komplizierte Krebs-Geschichte mit einem Happy End ausging? Oder ist tatsächlich bei den Meisten, die hier grübeln warum er sich nicht meldet oder sich so seltsam verhält, im Endeffekt nichts draus geworden? Das würde mich wirklich mal interessieren. Denn wenn die Personen, denen so eine Geschichte zu Grunde liegt, enttäuscht wurden, dann ist doch die ganze Grübelei um sonst...denn entweder ist er verliebt oder nicht. und wenn er es ist, würde der Weg zum zusammensein sicher anders verlaufen, als bei uns allen hier. Also... ich will komplizierte Krebs-Geschichten mit Happy End, damit ich nicht noch die letzte Hoffnung verliere!!!

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26. Mai 2008 um 11:17

Also...
...ich kann dir ja mal meine Geschichte erzählen. Zum Teil kannst du die auch hier im Forum nachlesen.

Begonnen hat alles vor fast einem Jahr. Damals habe ich meine Krebsfrau auf dem Geburtstag meiner Schwester kennengelernt. Es war gleich ein sehr große Sympathie da, das war nicht zu übersehen. Aber von da an ging alles sehr schwer und sehr schleppend.
Da ich, wenn es mir wichtig ist, auch nicht gerade der stürmischte bin und sie sich auch sehr zurückgehalten hat mir zu zeigen, was sie fühlt, haben wir sehr lange nebeneinander gesessen ohne das wirklich etwas passiert ist.
Naja, aber nach einer gewissen Zeit, ich denke es waren so ca. 6 Wochen, in denen wir und täglich entweder gesehen oder telefoniert haben, kam es dann auch entlich zum ersten Kuss. (Hab noch nie erlebt, dass man so lange dafür braucht).
Von da ab hatten wir eine sehr schöne und vor allem auch enge Beziehung. Sie hat mich sofort in ihr Leben mit einbezogen. Aber immer nur soweit SIE es wollte und es ihr gerade passte. Mal mehr - mal weniger. Alles in allem sehr schwierig, weil ich nie so genau wußte, wo ich denn nun stehe. Sie schmiedete ziemlich schnell aber Pläne für eine gemeinsames wohnen, was mir zwar zeigte, dass sie es ernst meint, aber ihre Distanz in der Öffentlichkeit wiederum erzeugte in mir das Gefühl, dass sie nicht zu mir stehen würde.
Nun ja, nach ca. 1,5 Monaten lernte sie einen anderen Mann kennen. Laut ihrer aussage bräuchte ich mir aber keine Sorgen machen, hieß es. Nur leider merkte ich, dass sie mit im rumsimste und sich auch mal morgens zum Frühstücken traf. Ich habe das mit einem komischen Gefühl beobachtet, mir aber nicht anmerken lassen, dass ich weiß, was sie macht.
(Meines erachtens reagieren Krebs sehr impulsiv, wenn sie Mißtrauen erfahren. Auch wenn es berechtigt ist.)
Sie erfand immer eine Ausrede. Beim simsen erzählte sie mir etwas von Frauenproblemen mit ihrer Freunding, und wenn sie zum Frühstücken verabredet war, dann sagte sie einen Tag zuvor, dass sie mal Zeit allein bräuchte.
(Meine Erfahrung: Krebs lügen auch gerne mal)

Irgendwann schrieb sie diesem Mann dann, sie hätte sich entschieden. Und zwar für mich. Also war an der Geschichte doch was dran.

Dann nach weiteren 1,5 Monaten war sie von einem Tag auf den anderen wie ausgewechselt. Ablehnend und hatte keine Zeit mehr für mich. Natürlich saß dieser Mann plötzlich bei ihr auf dem Sofa. Nach 2 Tagen hab ich dann mal gefragt, ob sie die Beziehung beenden will. Sie antwortete mit Ja. Auf die Nachfrage, warum wollte sie nicht antworten.
Ich habe dann noch ein paar kleine Versuche unternommen, die aber alle abgeblockt wurden. Im Gegenteil, ich habe Antworten erhalten, die meiner Meinung nach dazu da waren, mich von weiteren Versuchen abzuschrecken. Echt bös.
Na, dann hab ich mir gedacht, ich lass es dann auch halt sein.
Nach einem Monat, in dem ich nichts von ihr gehört habe, hat ihr neuer sie dann abserviert. Aber nicht so ganz. Er wollte keine Beziehung, sondern lieber ab und an mal ein bisschen poppen.
Kurz darauf hat sie sich mit einem fadenschienigen Grund wieder bei mir gemeldet. Von da ab hatten wir wieder etwas mehr Kontakt. Nicht täglich, aber dann doch wieder hier und da.

Ich muß dazu sagen, dass sie eine 6jährige Tochter hat, mit der ich mich von Anfang an super verstanden habe. Die ist mir natürlich jetzt auch gleich wieder um den Hals gefallen.
Ab jetzt ging es dann immer so hin und her. Ich habe versucht mich mit ihr zu verabreden und mit ihr was zu unternehmen, und mal kam dann auch von ihr was, wenn ich mich nicht gemeldet habe. Wenn wir dann zusammen saßen, haben wir und super unterhalten und hatte ganz viel Spaß zusammen. Ihre Tochter hat sich mir gegenüber gleich wieder so verhalten, wie damals, als wir zusammen waren.
Sie blieb aber doch ein wenig auf Distanz.
So ging das dann einige Zeit, und ich dachte ich komme ihr näher.
Bis zu einem Sonntag, an dem sie bei mir gewesen ist, und wir einen schönen Tag verbracht haben. Aber schon Nachmittags ging es wieder los mit SMS. Na, von wem wohl. Und wieder die Lüge, es wäre ihre Freundin. Ab da dann ständig der Blick auf die Uhr. Und kaum war sie wieder zu hause, war er schon da....zum po..en.
Ich war natürlich stinkendsauer, weil ich das gefühl hatte, ich bin zum Langweilevertreiben da.
Also hab ich ihr entsprechendes getextet. Die Reaktion war heftig, und wenig einsichtig. Und sie wollte von da ab, dann plötzlich überhaupt keinen Kontakt mehr mit mir.

Nach ca. 2 Wochen kam dann plötzlich eine SMS von ihr, dass sie es schon vermissen würde mit mir Zeit zu verbringen, und sich auch gerne wieder mit mir treffen wolle, aber nur auf freundschaftlicher Basis. Darauf hab ich gar nicht reagiert, weil ich auf eine Freundschaft keinen Bock hatte. Ich kauf mir ja auch keinen Kuchen, um den dann nur anzuschauen.

Da ich mich nicht zurückmeldete kam nach 4 Tagen dann ein Anruf von ihr. Sie hat es wohl nicht mehr ausgehalten. Von da ab haben wir uns dann wieder getroffen. Aber ihre Popp-Treffen mit den anderen Mann gingen wohl weiter.
Das ganze lief dann wieder so ca. 3-4 Wochen sehr intensiv, wo wir und wieder mal jeden Tag gesprochen haben und uns auch fast jeden WE getroffen haben. Wenn ich mich nicht meldete, kam spätestens Abend eine SMS von ihr.
Irgendwann wärend eines Telefongesprächs, kam dann von ihr mal eine Aussage nach dem Motto ich könnte ja mal mit ihr in den Urlaub fahren, wenn ich nicht allein fahren wollte. Und noch ein paar andere Aussagen dieser Art.
Ich war natürlich wieder mal vor den Kopf geschlagen. Was sollte das jetzt? Sie will nur Freundschaft, aber geht mit mir um, als hätten wir eine Beziehung?

Irgendwann hat es mir dann aber gereicht. Ich habe ihr einen Brief geschrieben, dass ich so nicht mehr weiter machen kann. Ich habe ihr meine Gefühle dargelegt, ihr aber auch geschrieben, dass ich jetzt lieber den Kontakt gänzlich beende, und sie halt ihren Weg so gehen soll, wie sie es für richtig hält.

Und was soll ich sagen, ich hatte nur 2 Stunden später von ihr einen Brief im Kasten, in dem sie mir geschrieben hat, dass sie auch sehr viel für mich empfindet, und schon seit längerem versucht das mir auch zu zeigen, sich aber nicht so richtig getraut hätte.
Es aber unbedingt noch mal versuchen wolle.

Nun, wir haben uns dann kurz unterhalten, und dann aber beschlossen, es nochmal zu versuchen. Und weil die Situation günstig war, hab ich auch 2 Bedingungen gestellt.

Naja, jetzt haben wir so ca. 2,5 Wochen wieder eine Beziehung. Ob es jetzt besser funktioniert, wird die Zeit zeigen. Denn Beziehungsprobleme hatten wir ja damals auch nicht. Sie denkt schon wieder über gemeinsames Wohnen nach. Aber sie ist schon das, was ich will, und ich werd ja merken ob's klappt.

Nun, mein Fazit über den Krebs in diesem Fall ist:

- Man darf sich von Krebsen nicht alles gefallen lassen, denn sie teilen gerne aus, können aber schwer bis gar nicht einstecken. Aber trotzdem, wenn's berechtigt ist, auch mal sagen "So geht's nicht". Sie ziehen sich dann zwar erst einmal zurück, denken aber schon darüber nach, und kommen dann auch wieder an.

- Niemals dem Krebs pauschal mißtrauen. Darauf reagieren sie sehr empfindlich, wenn nicht sogar überempfindlich. Sie stellen daraufhin sehr viel in Frage. Wenn natürlich das Mißtrauen da ist, und auch berechtigt ist, muß man sich vielleicht Zurhilfenahme des ersten Punktes diplomatisch kundtun, dass es eben "so nicht geht".

- Die Freiheitsliebe und Das Recht auf eine eigenständige Entscheidung ist dem Krebs sehr wichtig. Auch in kleinen Dingen. Deswegen schon eine eigene Meinung haben und diese auch vertreten, aber dem Krebs immer die Möglichkeit erhalten selbst zu entscheiden.

Das sind so meine ersten Erkenntnisse die ich zu Krebsen habe. Ich bin sicherlich erst am Anfang dieses Sternzeichens und muß selbst da noch viel lernen.
Aber für mich zumindest hat sich aus heutiger Sicht das Kämpfen gelohnt, auch wenn man dabei sehr viel Geduld aufbringen muß.
Die ganze Grübelei und die vielen Gespräche hier im Forum (und auch persönliche, Gruß an dieser Stelle ganz doll an krebsskorpi) haben sich für mich gelohnt. Sie haben mir geholfen, nicht überzogen zu reagieren und in diesem Falle wohl das richtige Maß zu finden. Auch wenn viele mir gesagt haben, vergiss sie, das wird nix. Ist jetzt doch erst einmal was geworden. ))))

So, ich hoffe dir hilft mein Beitrag. Es ist nur meine Geschichte.

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