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Aus und vorbei? Was ist los mit meinem Zwilling-Mann?

6. Juli 2011 um 13:26

Bei der Recherche, was mit meinem Zwillingmann los sein könnte, bin ich auf dieses Forum gestoßen. Ich hoffe, Ihr könnt mir ein paar Ratschläge geben.

Meinen Mann kenne ich (Krebs) seit 8 Jahren. Mein Herz erobert hat er nach langem Kampf vor viereinhalb Jahren. Seitdem sind wir ein Paar. Ein Jahr später ist er zu mir gezogen. Vor 18 Monaten ist unsere Tochter (ein Wunschkind) zur Welt gekommen und im September 2010 haben wir geheiratet. Er hat mir den Antrag gemacht und er hat auch damals das Thema "Kinder" angestoßen. Ich habe ihn also zu nichts gedrängt. Das sieht er genau so.

Seit Mitte Mai wissen wir nun, dass ich zum zweiten Mal schwanger bin. Es war zum jetzigen Zeitpunkt nicht geplant, aber wir waren uns stets einig, dass wir noch ein Kind wollen. Aber plötzlich ist nichts von alledem mehr wahr. Seit wir wissen, dass ich noch mal schwanger bin ist mein Mann total verändert. Er schläft seit dem im Gästezimmer, küsst mich nicht mehr und außer hier und da einer flüchtigen Umarmung gibt es keinen Körperkontakt mehr zwischen uns. In den letzten 6 Wochen ist er an drei WEs zu seinem Kumpel gefahren, hat mich schwanger und mit Kleinkind zurück gelassen und jedes Mal, wenn er zurückkam, war er noch distanzierter. Ich habe natürlich eine andere Frau dahinter vermutet, aber das streitet er vehement ab.

Ich sehe, dass es ihm im Moment auch wirklich nicht gut geht. Deswegen gehe ich ganz und gar auf seine Bedürfnisse ein und stelle meine eigenen trotz Schwangerschaft ganz hinten an. Ich versuche auch, so wenig wie möglich über die Schwangerschaft zu sprechen, weil ich merke, dass ihn das Thema belastet. Warum kann er mir nicht sagen. Er meint nur, er empfindet nichts mehr für mich, hat kein körperliches Verlangen nach mir und er weiß nicht, ob er das hier noch alles will und das Kind will er auch nicht. Und das geht so seit 6 Wochen!

Hin und wieder lässt er durchblicken, dass er doch an unserer Ehe festhalten will. So hat er auch den Vorschlag gemacht, zu einer Beratung zu gehen. Da waren wir bisher ein Mal. Eine Annäherung hat dieser erste Besuch aber nicht gebracht.

Jedes Mal also, wenn ich denke, es kommt zu einer Annäherung, sagt er mir ein oder zwei Tage später, dass er doch nicht weiß, was er will. Heute ist mir nun die Hutschnur geplatzt und ich habe ihm gesagt, dass er doch vor ein paar Monaten eine Entscheidung getroffen hat, indem er mich geheiratet hat. Er soll nun bitte zu dieser Entscheidung stehen und mit mir gemeinsam daran arbeiten, dass wir wieder zueinander finden. Daraufhin ist er wutschnaubend abgedampft und ich habe ihm hinter geschrien, dass ich dieses Verhalten seinerseits nicht verdient habe.

Nachdem ich mich die letzten Wochen für ihn aufgeopfert habe, ergreift mich nun immer mehr ein Gefühl der Wut und der Ohnmacht. Und ich habe im Moment gar keine Lust mehr, weiter freundlich und zuvorkommend ihm gegenüber zu sein. Warum auch? Er weiß es ja eh nicht zu schätzen.

Ich merke wie ich kurz davor bin, mich als Krebs in meinen schützenden Panzer zurück zu ziehen und ihm die kalte Schulter zu zeigen, nicht aus Kalkül, sondern aus Selbstschutz.

Ich weiß einfach nicht mehr, was ich tun soll. Habt Ihr einen Rat?


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5. August 2011 um 23:15

..... deine Geschichte
könnte die meine sein - brauche dem nichts mehr hinzuzufügen.
Allerdings kann ich an der jetzigen Stelle, an der du dich im Moment befindest, anbinden. Möglicherweise hilft dir das auch ein bisschen weiter.

Nachdem ich mit dieser Situation dann gar nicht mehr klar kam, packte ich meine Koffer und zog aus. Vorerst zu meiner Mutter, in späterer Folge fand ich für meine Tochter und mich eine Wohunung. Zu diesem Zeitpunkt war ich im 7. Monat schwanger.

Den Kontakt hielt ich so rar wie möglich (war damals der naiven Meinung, ein Kleinkind mit 1 Jahr bekommt sowieso nicht mit, wenn Vater plötzlich nicht mehr auftaucht, zumal er sich zum Schluss ja sehr selten zu Hause blicken hatte lassen).

Zuerst war dann auch bis zur Entbindung hin Funkstille und als mein Kinderarzt dann meinte, es wäre gut, die Kleine würde ihren Vater doch wieder sehen, nahm ich von mir aus den Kontakt zu ihm wieder auf.
Allerdings blieb alles sachlich und oberkorrekt.

Erst mit der Zeit bemerkte ich dann, dass immer mehr Bemühen seinerseits zu erkennen war und gut ein Jahr darauf fragte er mich dann, ob ich nicht wieder mit ihm zusammenziehen möchte.

So gesehen habe ich das Richtige gemacht.

Wir haben natürlich auch über die Situation gesprochen und er hatte dann zugegeben, er habe Torschlusspanik gehabt - ein Kind habe ihn schon überfordert (nur konnte er es damals nicht zugeben).

Da du dies unter der Ruprik "Zwilling" geschrieben hast, werde ich es nun aus Sicht des "Zwilling" versuchen:
Bin selber Zwilling und von daher war mir seine Handlungsweise nicht sooooooo unverständlich.

Ich hatte gewusst, dass ich gehen MUSSTE. Nagelt man einen Zwilling fest (so meine Erfahrung), wird er umso mehr das Bedürfnis haben, sich zu befreien. Eigentlich ist es der Zwilling, der weiterzieht und nicht eine andere Person ........ .

Nur so war er ins Denken gekommen und wir hatten von Null wieder beginnen können - war allerdings auch ein steiniger Weg.

Ich hoffe, es wird sich bei dir alles zum Besten wenden - wünsche dir von Herzen das Allerbeste.

lg


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6. August 2011 um 7:47

Gute Idee, aber
Hallo Regenbogen,

natürlich ist es ihm zu viel. der arme Kerl ist nach wie vor völlig überfordert. Leider sind Deine Tipps nicht umsetzbar. Denn ich will ja mit ihm unternehmen, aber er nicht mit mir. Er geht lieber alleine ins Kino als mit mir zusammen. Wenn ich nun auf gemeinsame Unternehmungen dränge, fühlt er sich doch nur wieder von mir unter Druck gesetzt. Er gibt mir leider keine Chance, auch nur einen Schritt auf ihn zuzugehen... ich würde ja so gerne.

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6. August 2011 um 7:51
In Antwort auf nesrin_12257426

..... deine Geschichte
könnte die meine sein - brauche dem nichts mehr hinzuzufügen.
Allerdings kann ich an der jetzigen Stelle, an der du dich im Moment befindest, anbinden. Möglicherweise hilft dir das auch ein bisschen weiter.

Nachdem ich mit dieser Situation dann gar nicht mehr klar kam, packte ich meine Koffer und zog aus. Vorerst zu meiner Mutter, in späterer Folge fand ich für meine Tochter und mich eine Wohunung. Zu diesem Zeitpunkt war ich im 7. Monat schwanger.

Den Kontakt hielt ich so rar wie möglich (war damals der naiven Meinung, ein Kleinkind mit 1 Jahr bekommt sowieso nicht mit, wenn Vater plötzlich nicht mehr auftaucht, zumal er sich zum Schluss ja sehr selten zu Hause blicken hatte lassen).

Zuerst war dann auch bis zur Entbindung hin Funkstille und als mein Kinderarzt dann meinte, es wäre gut, die Kleine würde ihren Vater doch wieder sehen, nahm ich von mir aus den Kontakt zu ihm wieder auf.
Allerdings blieb alles sachlich und oberkorrekt.

Erst mit der Zeit bemerkte ich dann, dass immer mehr Bemühen seinerseits zu erkennen war und gut ein Jahr darauf fragte er mich dann, ob ich nicht wieder mit ihm zusammenziehen möchte.

So gesehen habe ich das Richtige gemacht.

Wir haben natürlich auch über die Situation gesprochen und er hatte dann zugegeben, er habe Torschlusspanik gehabt - ein Kind habe ihn schon überfordert (nur konnte er es damals nicht zugeben).

Da du dies unter der Ruprik "Zwilling" geschrieben hast, werde ich es nun aus Sicht des "Zwilling" versuchen:
Bin selber Zwilling und von daher war mir seine Handlungsweise nicht sooooooo unverständlich.

Ich hatte gewusst, dass ich gehen MUSSTE. Nagelt man einen Zwilling fest (so meine Erfahrung), wird er umso mehr das Bedürfnis haben, sich zu befreien. Eigentlich ist es der Zwilling, der weiterzieht und nicht eine andere Person ........ .

Nur so war er ins Denken gekommen und wir hatten von Null wieder beginnen können - war allerdings auch ein steiniger Weg.

Ich hoffe, es wird sich bei dir alles zum Besten wenden - wünsche dir von Herzen das Allerbeste.

lg


Danke...
...liebe Incca für Deine Geschichte. Ich denke auch, dass ich früher oder später gehen werde. Denn im Moment bin ich ja handlungsunfähig. Ich darf nicht auf ihn zugehen, sondern muss ihm seine Distanz lassen, sonst geht gar nicht. Also bleibt mir, wenn ich denn nicht mehr anders kann, als zu handeln, letztlich nur der Weg, ihn zu verlassen. Diese Starre kann man nämlich nicht auf Dauer ertragen.

Da Du selbst Zwilling bist, ist es Dir vielleicht leichter gefallen zu gehen, als mir armen Krebs-Mädchen. Für mich würde wirklich eine Welt zusammen brechen, müsste ich gehen.

Ich weiß auch nicht, ob es dann noch mal ein Zurück für mich gäbe. Zu groß wäre die Verletzung, die Enttäuschung, zu groß die Angst, das selbe könnte noch einmal passieren. Wie bist Du damit umgegangen? Hat Dein Mann sich jemals aufrichtig bei Dir entschuldigt, dafür, dass er Dich in so einer Situation im Stich gelassen hat? Wie ist Eure Beziehung heute?

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6. August 2011 um 10:02
In Antwort auf sakura_12472417

Danke...
...liebe Incca für Deine Geschichte. Ich denke auch, dass ich früher oder später gehen werde. Denn im Moment bin ich ja handlungsunfähig. Ich darf nicht auf ihn zugehen, sondern muss ihm seine Distanz lassen, sonst geht gar nicht. Also bleibt mir, wenn ich denn nicht mehr anders kann, als zu handeln, letztlich nur der Weg, ihn zu verlassen. Diese Starre kann man nämlich nicht auf Dauer ertragen.

Da Du selbst Zwilling bist, ist es Dir vielleicht leichter gefallen zu gehen, als mir armen Krebs-Mädchen. Für mich würde wirklich eine Welt zusammen brechen, müsste ich gehen.

Ich weiß auch nicht, ob es dann noch mal ein Zurück für mich gäbe. Zu groß wäre die Verletzung, die Enttäuschung, zu groß die Angst, das selbe könnte noch einmal passieren. Wie bist Du damit umgegangen? Hat Dein Mann sich jemals aufrichtig bei Dir entschuldigt, dafür, dass er Dich in so einer Situation im Stich gelassen hat? Wie ist Eure Beziehung heute?

Einen schönen guten Morgen
liebe Lebenslust ....... ich hoffe, es waren ein paar erholsame Nachtstunden für dich dabei.

Nun, ich habe mir jetzt deinen letzten Post mindestens dreimal durchgelesen und dein Gesagtes auf mich wirken lassen. Tausend Emotionen sind dabei wieder hochgekommen .... UND, ich weiß, was du mit Handlungsunfähigkeit meinst.

Jetzt, dir um diese Erfahrung reicher, kann ich sagen, dass du NICHT handlungsunfähig bist. Meiner Meinung nach hat dies nichts mit Sternzeichen zutun (habe dies nur eben versucht, als Zwilling zu sehen, weil dein Post unter diese Ruprik gefallen ist).

Zum damaligen Zeitpunkt wäre ich fast zerbrochen (mein Frauenarzt hatte ziemlich schwere Bedenken betreffend meiner Schwangerschaft - wollte mich stationär aufnehmen, so sehr hatte ich an Gewicht verloren). Gehandelt hatte ich instinktiv Hatte einfach gewusst, dass ich mich IRGENDWIE selbst retten muss.

Auch bin ich damals nicht mit Absicht ausgezogen, um IHN zu erziehen bzw. etwas zu bewirken, sondern wirklich nur um meiner Selbst willen (denn auch ich hatte mich alleine und verlassen gefühlt). Mit meinem Auszug dachte ich, nun wäre alles vorbei.

Das Gute war, ich hatte irgendwie gehandelt und hatte mir eine "Arbeit" auferlegt, die mich abgelenkt hatte ..... war beschäftigt mit Umzug, Kind usw.. Die Entbindung meines Sohnes dann verlief erstaunlicherweise viel ruhiger, als die meiner Tochter (keine Ahnung warum, vielleicht war ich da schon innerlich etwas gefestigter). Mit Einzug in meine eigene kleine Wohnung kam dann auch noch etwas Stolz auf mich hinzu. ICH hatte etwas bewirkt und es geschafft. Natürlich gingen mir auch in dieser Zeit unheimlich viele Gedanken durch den Kopf - werde ich es schaffen, werde ich jemals wieder vertrauen können und in späterer Folge dann - werde ich jemals wieder ein Partner finden, der mich mit ZWEI Kinder nimmt, sprich: werde ich jemals wieder glücklich werden können.

Solche Gedankengänge, Emotionen, Höhen und Tiefen zeichnen jedoch einen als Menschen aus .... Emotionslosigkeit und Starre wäre dann meiner Meinung nach schon wieder bedenklich.

Ob sich mein Mann nun jemals bei mir entschuldigt hat? Kann ich dir jetzt SO nicht mehr sagen. Wir haben einfach viel miteinander gesprochen und jeder hat versucht, sich zu erklären. Auch "SO eine Situation" ist im Nachhinein gesehen nur eben "eine Situation", die es zu meistern gilt.

Wie unsere Beziehung heute ist: Wir sind nicht mehr zusammen, haben uns dann schlussendlich nach 12 Jahren getrennt. Den Schlussstrich habe im Endeffekt ich gezogen, doch nicht aus oben angesprochenen Gründen, sondern hat uns das Finanzielle erdrückt - kam mit seinem Idealismus, dass alles gut ist, was er macht und nur eben auf den richtigen Zeitpunkt warten muss, nicht mehr zurecht (Immerhin hatte ICH Verantwortung für zwei Kinder zu tragen).

Diese Verantwortung hatte leider Gottes immer nur ICH zu tragen .......

Jetzt sind wir seit gut 4 Jahren getrennt und es läuft zwischen uns wunderbar. So gesehen war und ist er (so wie mein jetziger Freund es nennt) der Mann meines Lebens.

Wir konnten nicht miteinander, können aber auch nicht ohne einander .... jetzt eben nur auf einer anderen Ebene ... missen möchte ich ihn jedenfalls nicht (klingt blöd, ich weiß).

Summa sumarum: Handle für dich! Überlege dir, was dir in die4ser im Moment hoffnungslosen Situation am Besten tut. Ich spreche da nicht unbedingt eine Trennung an - muss ja nicht für jeden die ultimative Lösung sein. Befreie dich von diesem Gefängnis (das jeder Gedanke nur dieser erdrückenden Situation gilt).

Da du ihn im Moment nicht ändern kannst, ändere dich! Was nicht zu zweit geht, kann (wenn auch nur vorerst) auch alleine gehen. Bitte, sei nicht starr, bewege dich.

lg

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6. August 2011 um 10:17
In Antwort auf nesrin_12257426

Einen schönen guten Morgen
liebe Lebenslust ....... ich hoffe, es waren ein paar erholsame Nachtstunden für dich dabei.

Nun, ich habe mir jetzt deinen letzten Post mindestens dreimal durchgelesen und dein Gesagtes auf mich wirken lassen. Tausend Emotionen sind dabei wieder hochgekommen .... UND, ich weiß, was du mit Handlungsunfähigkeit meinst.

Jetzt, dir um diese Erfahrung reicher, kann ich sagen, dass du NICHT handlungsunfähig bist. Meiner Meinung nach hat dies nichts mit Sternzeichen zutun (habe dies nur eben versucht, als Zwilling zu sehen, weil dein Post unter diese Ruprik gefallen ist).

Zum damaligen Zeitpunkt wäre ich fast zerbrochen (mein Frauenarzt hatte ziemlich schwere Bedenken betreffend meiner Schwangerschaft - wollte mich stationär aufnehmen, so sehr hatte ich an Gewicht verloren). Gehandelt hatte ich instinktiv Hatte einfach gewusst, dass ich mich IRGENDWIE selbst retten muss.

Auch bin ich damals nicht mit Absicht ausgezogen, um IHN zu erziehen bzw. etwas zu bewirken, sondern wirklich nur um meiner Selbst willen (denn auch ich hatte mich alleine und verlassen gefühlt). Mit meinem Auszug dachte ich, nun wäre alles vorbei.

Das Gute war, ich hatte irgendwie gehandelt und hatte mir eine "Arbeit" auferlegt, die mich abgelenkt hatte ..... war beschäftigt mit Umzug, Kind usw.. Die Entbindung meines Sohnes dann verlief erstaunlicherweise viel ruhiger, als die meiner Tochter (keine Ahnung warum, vielleicht war ich da schon innerlich etwas gefestigter). Mit Einzug in meine eigene kleine Wohnung kam dann auch noch etwas Stolz auf mich hinzu. ICH hatte etwas bewirkt und es geschafft. Natürlich gingen mir auch in dieser Zeit unheimlich viele Gedanken durch den Kopf - werde ich es schaffen, werde ich jemals wieder vertrauen können und in späterer Folge dann - werde ich jemals wieder ein Partner finden, der mich mit ZWEI Kinder nimmt, sprich: werde ich jemals wieder glücklich werden können.

Solche Gedankengänge, Emotionen, Höhen und Tiefen zeichnen jedoch einen als Menschen aus .... Emotionslosigkeit und Starre wäre dann meiner Meinung nach schon wieder bedenklich.

Ob sich mein Mann nun jemals bei mir entschuldigt hat? Kann ich dir jetzt SO nicht mehr sagen. Wir haben einfach viel miteinander gesprochen und jeder hat versucht, sich zu erklären. Auch "SO eine Situation" ist im Nachhinein gesehen nur eben "eine Situation", die es zu meistern gilt.

Wie unsere Beziehung heute ist: Wir sind nicht mehr zusammen, haben uns dann schlussendlich nach 12 Jahren getrennt. Den Schlussstrich habe im Endeffekt ich gezogen, doch nicht aus oben angesprochenen Gründen, sondern hat uns das Finanzielle erdrückt - kam mit seinem Idealismus, dass alles gut ist, was er macht und nur eben auf den richtigen Zeitpunkt warten muss, nicht mehr zurecht (Immerhin hatte ICH Verantwortung für zwei Kinder zu tragen).

Diese Verantwortung hatte leider Gottes immer nur ICH zu tragen .......

Jetzt sind wir seit gut 4 Jahren getrennt und es läuft zwischen uns wunderbar. So gesehen war und ist er (so wie mein jetziger Freund es nennt) der Mann meines Lebens.

Wir konnten nicht miteinander, können aber auch nicht ohne einander .... jetzt eben nur auf einer anderen Ebene ... missen möchte ich ihn jedenfalls nicht (klingt blöd, ich weiß).

Summa sumarum: Handle für dich! Überlege dir, was dir in die4ser im Moment hoffnungslosen Situation am Besten tut. Ich spreche da nicht unbedingt eine Trennung an - muss ja nicht für jeden die ultimative Lösung sein. Befreie dich von diesem Gefängnis (das jeder Gedanke nur dieser erdrückenden Situation gilt).

Da du ihn im Moment nicht ändern kannst, ändere dich! Was nicht zu zweit geht, kann (wenn auch nur vorerst) auch alleine gehen. Bitte, sei nicht starr, bewege dich.

lg

Deine Worte tun so gut
Vielen lieben Dank. Endlich fühle ich mich einmal richtig verstanden. Genau, die Gefühle die Du ansprichst, habe ich. Auf der einen Seite diese schwer erträgliche Situation, die bei mir auch schon zu vorzeitigen Wehen geführt hat, die Sorgen um das schon vorhandene Kind und die Angst, ob man diese Situation bewältigen kann.

Ich schreibe das Verhalten meines Mannes auch nicht ausschließlich seinem Sternzeichen zu. Ich dachte nur, das sei vielleicht ein weiterer Punkt, an dem ich anknüpfen könnte, um ihn zu verstehen und eine Lösung zu finden.

Genau wie Du habe auch ich das Gefühl, die Verantwortung alleine tragen zu müssen. Er wollte zwar Kinder. Aber mit der Verantwortung kommt er offenbar nicht klar. Er wäre jetzt empört. Denn er kümmert sich doch um das Kind, wechselt die Windeln und so weiter... Aber, das sind alles praktische Dinge, die gedankliche Verantwortung muss ich alleine schultern. Ich denke, Du weißt, was ich damit meine.

Ich weiß, dass ich nach mir und meinen Kindern schauen muss. Und ich weiß auch, dass ich gehen werde, wenn die Zeit gekommen ist und mir keine andere Möglichkeit mehr bleibt, aber ich hoffe so sehr, dass es nicht dazu kommt. Denn ich wollte doch nie als alleinerzeihende Mutter enden. Mein Lebenstraum geht zur Zeit irgendwie den Bach runter.

Und dabei habe ich so ein schlechtes Gewissen meinem Ungeborenem gegenüber. Mein Baby hat es doch verdient, genau so angenommen zu werden, wie unser erstes Kind. Aber leider ist das nicht so. Durch all den Stress denke ich die meiste Zeit noch nicht einmal dran, dass ich schwanger bin. Das muss ich mir immer wieder bewußt vor Augen führen.

Ich danke Dir wirklich sehr für Deine Worte!

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