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Depressionen...musste mich von meinem Krebsmann trennen

6. September 2011 um 11:04

Ende 2009 sind bei mir schwere Depressionen "ausgebrochen"...gebrodelt
hatte es schon eine ganze Zeit, ich dachte nur immer, dass ich einfach
überarbeitet oder ausgebrannt bin.

Mein Ex und ich sind seit 1995 zusammen gewesen, sind 2007 nach fast 3
Jahren Umbauzeit in unser gemeinsames Haus gezogen. Alles war
super...nur haben mich die Depris recht aggressiv gemacht, ich hab mich
total zurück gezogen von ihm, der Familie, Freunden....irgendwann hab
ich alles verweigert. Hab nicht mehr gesprochen, kaum noch gegessen und
wollte nur noch alleine sein. Es war so schlimm, dass ich nur noch Selbstmord
begehen wollte. Meine Familie und auch mein ExFreund kamen gar nicht mehr
an mich ran. Dann bin ich im Sommer 2010 für 13 Wochen in eine Klinik
gegangen...die Aufgabe der Therapeuten dort war, mich soweit zu
stabilisieren, damit ich wieder einen Sinn im Leben finden konnte. Als
ich zurück nach hause kam gings mir nicht wirklich besser, aber die
Suizidgedanken waren nicht mehr da.

Nur hab ich mich dann eben total minderwertig gefühlt. Mein Freund ging
den ganzen Tag arbeiten, kam heim und machte dann noch den kompletten
Haushalt. Ich war oftmals nichtmal in der Lage zu duschen. Mein Leben
fand im Prinzip nur noch auf dem Sofa statt. Ich war nicht in der Lage
Emotionen zu empfinden und zeigen konnte ich sie somit auch nicht. Ich
habe NICHTS mehr gefühlt...einfach nur noch eine große Leere.
Alle haben gelitten und versucht mich zu unterstützen...leider kam das
zu der Zeit genau gegenteilig bei mir an.

Anfang 2011 wußte ich mir nichtmehr anders zu helfen...ich packte meine
Sachen, beendete die Beziehung und sagte ihm, dass ich ihn nicht mehr liebe...heute weiß ich, dass das eine Flucht war. Ich weiß auch heute nicht, wie ich anders hätte reagieren können.

Er hat die Welt nicht mehr verstanden. Hat mich gebeten ihm noch eine 2.
Chance zu geben...doch dazu war ich überhaupt nicht in der Lage...auch
seine Bitte zusammen einen Therapeten aufzusuchen ließ ich an mir abprallen. Auch dazu war ich noch nicht in der Lage...ich kam ja nichtmal mit mir selbst zurecht und wußte nicht bzw hab nie gedacht, dass ich aus dem tiefen Loch wieder rauskomme.
Ein Satz von ihm ist mir heute noch im Kopf..."wenn Du gehst, erwarte
nicht, dass ich auf Dich warte!"

Ich weiß, dass er gelitten hat, wie ein Hund...dass er sich den Arsch
für mich aufgerissen hat...das weiß ich jetzt...wo ich immer mehr aus
meinem Nebel erwache.

Ich bin im März dann überstürzt 40 km von meinem Zuhause in eine eigene
Wohnung gezogen. Hab alles hinter mir abgebrochen...weil ich mich um
nichts und niemanden mehr "kümmern" wollte.
Nur zu meinen Eltern habe ich immer mehr den Kontakt gesucht.

Nun war ich Ende Juni bei meinen Ex-Schwiegereltern, da sie mir Geld
geliehen haben, damit ich die Klinik überhaupt bezahlen konnte (war eine
Privatklinik). Als ich heim fahren wollte, kam mein Ex an (unser Haus
steht genau neben dem meiner Schwiegereltern) und fragte mich, ob ich
noch auf nen Kaffee mit rein möchte. Ich nahm das Angebot an und merkte
da schon, dass er mir nicht egal ist. Wir redeten ein bisschen und dann
fuhr ich zu meinen Eltern.

Zu seinem Geburtstag im Juli rief ich ihn dann morgens an. War ja eine
gute Gelegenheit wieder in Kontakt mit ihm zu treten...wie sollte ich
auch sonst mit ihm in Kontakt treten?! Ich hab ja alles abgebrochen....

Nunja...letzte Woche Montag hatte meine Ex-Schwiegermutter ihren 60.
Geburtstag...sie sagte meiner Mutter, dass sie sich freuen würde, wenn
ich vorbei käme, also fuhr ich abends mit meiner Mama hin. Mein Ex war
auch da...wir nahmen uns wie selbstverständlich zur Begrüßung in den
Arm, plauderten den ganzen Abend über alte Zeiten und auch als er kurz
weg musste...er kam gegen 22 Uhr wieder und setzte sich bis zu unserem
Abschied wieder mit zu uns an den Tisch.

Da war mir klar...ich lieb ihn noch so sehr und will ihn zurück. 3 Tage
später war ich mit einem gemeinsamen Freund zum shoppen verabredet...und
der erzählte mir dann, das mein Ex seit einigen Wochen (ca Ende Mai) ne
neue Flamme hat.

Mir war so, als wenn ich nen Schlag in die Magengrube bekomme...seitdem
heule ich nur noch und weiß nicht mehr, was ich tun soll. Schrieb ihm
dann am Freitag ne Mail, in der ich angedeutet habe, dass ich einen
großen Fehler gemacht habe und hab mich für alles, was er für mich getan
hat bedankt.

Hatte heute dann ein kurzes Treffen mit ihm...wir haben geredet, und ich hab irgendwann nur noch geweint. Sagte ihm, dass ich nicht damit klar komme, dass ich ihn verlassen habe...er meinte nur, jetzt nicht, aber wird schon. und Irgendwann hab ich ihn gefragt, ob er mich mal in den Arm nimmt. Da hat er dann auch gemacht...und ich hab nur noch geflennt. Hab ihm dann in die Augen geschaut, ihm gesagt, dass ich ihn sehr liebe und ihm sanft über die Wange gestreichelt.

Er musste bei dem Gespräch 2 oder 3 mal mit den Tränen kämpfen...aber ich weiß nicht, ob er schon zu sehr in die neue Beziehung eingetaucht ist...ob wir überhaupt noch ne chance haben. Er gibt mir keine Sculd, sagt, dass es die Krankheit war, die mich diese Entscheidung hat fällen lassen...aber das machts für mich nicht leichter...ich muss die Suppe trotzdem auslöffeln...und das ist ziemlich hart.

Jetzt seit ihr gefragt...was soll ich tun???

Was kann ich tun, um ihn zurückzubekommen??? Oder ist das zu vermessen?
Soll ich ihm sein neues Glück gönnen...oh man, ich würde alles
ungeschehen machen wenn ich könnte.

Aber erst durch den Auszug und die Flucht aus meinem alten Leben konnte
ich wieder gesund werden...hier "musste" ich alles alleine regeln und
konnte mich langsam aber sicher mit Hilfe meiner Therapeutin wieder
aufrichten.

Hab ihm so weh getan...das weiß ich erst jetzt. Und es tut mir so
unendlich leid...was kann ich tun?

Ich danke Euch für's lesen und würde mich sehr freuen, wenn ihr mir Eure
Meinung schreibt.

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6. September 2011 um 15:46

Danke
für deine antwort, amorgana.

nach dem geburtstag seiner mutter hatten wir mal kurz gemailt...ich hatte mich dafür bedankt, dass er mir nicht das gefühl gegeben hat, unerwünscht zu sein...dann schrieb er zurück, dass er ne neue freundin hat...und daraufhin hatte ich ihm dann geantwortet, dass ich ihm wünsche, dass er glücklich ist und er sich mit ihr das aufbauen kann, was wir beide nicht mehr geschafft haben. das zu schreiben tat mir schon sehr weh...aber ich weiß, das lieben auch loslassen heißt.

mir fällt es im moment eben einfach nur sehr schwer, mit dem fehler zu leben. obwohl jeder sieht, dass das zumindest für meine gesundheit die einzig richtige entscheidung war...

nunja...ich kann nur hoffen, dass unsere gemeinsame zeit nicht vergessen wird...wir wollten kinder und unser leben teilen...abwarten, wie es weitergeht.

was ich sehr komisch finde....er hat sich wieder eine "kranke" geangelt...und die dinge, die ihm immer viel spaß gemacht haben und die für ihn wichtig waren kann sie nicht mit ihm teilen...das macht er dann nur noch mit freunden (kino, essen gehen, spieleabende etc)

naja, das darf jetzt nicht mein problem sein...vielleicht hats ja was gutes für mich...

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7. September 2011 um 9:29

Nur damit Du noch eine zweite Meinung hast...
... ich schließe mich Amorgana voll an: Du hast ihm gesagt, was in Dir vorgeht und ihm (Respekt!! ) gewünscht, daß er sein Glück findet.
Euch verbinden soviele Jahre und soviele Gemeinsamkeiten, daß ihr Euch immer wieder begegnen werdet (egal ob freundschaftlich oder irgendwann mal wieder partnerschaftlich). Rauszufinden welches von beiden der Fall sein wird, wird die Zeit zeigen - ich finde es beachtlich, daß Du die Stärke hast, ihn ziehen zu lassen und ihm die Chance gibst, so selber herauszufinden, was für ihn das Richtige ist.
Schau nach vorn, lebe Dein Leben und dann wird man sehen
Alles Gute für Dich (auch für Deine weitere Genesung!)
Gwen

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7. September 2011 um 10:23
In Antwort auf peace_11854246

Nur damit Du noch eine zweite Meinung hast...
... ich schließe mich Amorgana voll an: Du hast ihm gesagt, was in Dir vorgeht und ihm (Respekt!! ) gewünscht, daß er sein Glück findet.
Euch verbinden soviele Jahre und soviele Gemeinsamkeiten, daß ihr Euch immer wieder begegnen werdet (egal ob freundschaftlich oder irgendwann mal wieder partnerschaftlich). Rauszufinden welches von beiden der Fall sein wird, wird die Zeit zeigen - ich finde es beachtlich, daß Du die Stärke hast, ihn ziehen zu lassen und ihm die Chance gibst, so selber herauszufinden, was für ihn das Richtige ist.
Schau nach vorn, lebe Dein Leben und dann wird man sehen
Alles Gute für Dich (auch für Deine weitere Genesung!)
Gwen

Vielen dank für
eure antworten. natürlich bin ich sehr froh, dass es mir wieder besser geht...gar keine frage. ich möchte nie wieder in so ein tiefes loch fallen.
@ amorgana: wir waren 15 jahre zusammen...die depressionen habe ich erst seit ca 2009...also hat er mich gesund kennen gelernt. er meinte selber mal, dass die 3 jahre vor meiner krankheit die schönsten bei uns waren...da setz ich derzeit meine hoffnungen rein...das er ab und zu mal dran denkt.

klar musste ich ihm sagen, was ich empfinde...und auch das ich ihm glück wünsche, ich will ja nicht, dass es ihm schlecht geht. aber es tut sehr weh...das er mit jemand anderem "glücklich" ist und nicht mit mir. ich kann schwer bis gar nicht damit umgehen, dass ich 15 jahre beziehung, jemand, mit dem ich alt werden wollte, mit dem ich schon die zukunft wie kinder und co in bunten farben ausgemalt habe, einfach so in die tonne getreten habe...

würd alles dafür tun, um den fehler wieder auszubügeln...aber ich hab alles getan, was ich tun konnte und jetzt muss ich die zeit arbeiten lassen...

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