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Der starrsinnige Steinbock

3. Mai 2011 um 1:46

22. Dezember 20. Januar

Das Element:
Erde

Das Gestirn:
Saturn

Die Stärken:
Ehrgeiz, Beständigkeit, Gewissenhaftigkeit, Organisationstalent

Die Schwächen:
Starrsinn, Autoritätsgläubigkeit, Humorlosigkeit, Geiz

Das Motto:
Ich bleibe dabei!

Die magische Pflanze:
Tollkirsche, Schierling, Farnkraut, Eibe, Tanne, Pinie, Zitrone, Affenbrotbaum, Mais,

Die magische Farbe:
Dunkelgrün, Dunkelgrau, Dunkelblau, Dunkelbraun, Schwarz (finster finster!)

Die magische Zahl:
Acht

Der ideale Wochentag:
Samstag

Der Vokal:
u (Unmöglich)

Der edle Stein:
Onyx, Saphir, überhaupt dunkle Edelsteine alles Dunkle zieht den Steinbock an

Der ideale Name:
Konrad, Gustav, Heinrich, Karl, Albert, Elvis oder Claudia, Brigitte, Sigrid, Anita, Marianne oder Ingeborg

Der Standard-Typ

Von magerer Gestalt, Falten im Gesicht, gebeugter, steifer Gang, breite Wangenknochen, spitzes Kinn, kleine Schweinsäuglein, mickriger Haarwuchs schön sind Steinböcke nicht. Männliche Steinböcke erinnern in ihrem Aussehen an den Zauberer Catweezle, weibliche an die drei Hexen aus Shakespeares Macbeth

Aber lassen Sie sich nicht täuschen die meisten Steinböcke sehen heutzutage ganz anders aus und verbergen ihr wahres Ich hinter einer harmlosen Maske alles Tarnung!!

Der Charakter des Steinbocks

Tüchtig, fleißig, lernwillig, schlicht, bescheiden, ehrgeizig und strebsam. Konzentration auf das Wesentliche. Unnachgiebigkeit, Geduld .. Hört sich das alles nicht nett an? Der Steinbock will, so scheint es, offenbar unbedingt der Musterknabe unter den Sternzeichen sein. Die Wirklichkeit sieht anders aus: Steinböcke sind mißtrauisch, starrsinnig, autoritär und autoritätsgläubig sie treten nach unten und buckeln nach oben. Weiter gelten sie als unflexibel und wenig anpassungsbereit, trocken, humorlos, geizig und pfennigfuchserisch.

Zu dieser eh schon wenig sympathischen Ansammlung von Negativen kommt noch ein seltsames Paradoxon hinzu: Steinböcke sind in der Jugend alt, dafür aber im Alter jung. Während sie mit sechs Jahren den Kindergreis mimen, stellen sie mit 72 dem jungen Gemüse hinterher .. Sehr nett .. Und so unheimlich kalkulierbar!!

Apropos nachstellen: Steinböcke zeichnen sich scheinbar unerschöpfliche Energie und Ausdauer aus und lieben das Spiel um Angriff und Widerstand. Wehe dem, der einen liebestollen oder aggressiven Steinbock am Hals hat. Aggressiv zumindest verbal lieben es Steinböcke überhaupt Ironie und Satire imponieren ihnen ungemein und sie versuchen ständig selbst Ätzendes von sich zu geben meist mit kläglichem Erfolg. Aber wehe, wenn ihnen jemand anders zu nahe tritt. Steinböcke brauchen Bewunderung und Respekt, um ihren Erfolg genießen zu können. Ein Wort der Kritik macht ihnen alles und sie rennen tagelang mit finsterer Grabesmiene herum!

Diese Grabesmiene ist auch allen Mitgliedern einer Familie bekannt in der Steinböcke leben. Besonders als Familienoberhaupt können Steinböcke ihre Untertanen mit dieser finsteren Art des Liebesentzuges bestrafen. Dabei sagen dieselben Steinböcke von sich, daß sie ihre Familie über alles lieben und ihnen nichts wichtiger ist als ein trauter Abend im Familienkreis.

Klar, daß Steinböcke bei ihrer politisch konservativen Grundeinstellung auf Familie stehen. Ganze Wochen können sie in Pantoffeln vorm Kamin verbringen und sie fühlen sich dabei auch noch wohl .. Unverständlich, absolut unverständlich! Und irgendwie haben sie es damit beneidenswert einfach!!

Neuem gegenüber gebärden sich Steinböcke äußerst skeptisch und abwartend. Bevor ein Steinbock den Faustkeil und die Steinplatt zur Seite legt und statt dessen einen Füllfederhalter benutzt, vergehen Jahre, Jahrhunderte braucht es, bis ein Steinbock freiwillig einen Computer benutzt. Nein, dieser neumodische Schnickschnack macht Steinböcke skeptisch. Viel mehr schätzen sie Dinge, die Historie und Tradition ausstrahlen. Was Wunder, daß es in der Wohnung von Steinböcken aussieht, wie in Dr. Caligaris Horrorkabinett so mögen es Steinböcke halt geschmacklich. Modernes Design fliegt gleich im hohen Bogen zum Fenster hinaus. Nur das historisch Gewachsene, das traditionell Abgesicherte kann vor dem Blick eines Steinbockes bestehen, alte Ritterrüstungen, holzgetäfelte Bibliotheken voller Lutherbibeln, antike Truhen, Schwerter und Keuschheitsgürtel die manche, mit Steinböcken verheiratete Frauen auch noch tragen (müssen). Wen wundert es, daß die herrlichsten Wagenrad- Lampen und die wuchtigsten Fossilientische in den Wohnungen und Häusern von Steinböcken stehen. Auch junge Steinböcke machen da keine Ausnahme. Antiquitäten, Stilmöbel, Münzen, Kristall und Tafelsilber werden in unglaublichen Mengen herbeigeschafft und jedes einzelne Stück muß von Anno Tobak stammen. Steinböcke sind so konservativ, daß sie vermutlich am liebsten in Höhlen hausen würden, bei Fackellicht und Mammutschnitzel!

Aus grauer Vorzeit stammen auch die Umgangsformen von Steinböcken. Sie legen ungemeinen Wert auf gute Sitten und gepflegte Manieren bei anderen. Sie selbst muffeln herum, wenn sie meine, andere benähmen sich daneben. Wenn Steinböcke etwas hassen, so sind das schnelle Entschlüsse. Bevor ein Steinbock sich entscheidungsmäßig aufgerafft hat, ein paar Biere hinter die Binde zu gießen, haben alle Kneipen Sperrstunde. Vermutlich verbringen schon deshalb Steinböcke 99 % ihrer Abende auf dem Sofa daheim. Weniger positiv wirkt sich die Entschlußfreude der Steinböcke in den Bereichen Beruf oder Politik aus. Konzerne gehen pleite, bevor ein Steinbock sich zu firmenpolitischen Gegenmaßnahmen entscheiden kann und ganze Weltreiche brechen zusammen, wenn entschlußfreudige Steinböcke am Ruder sind.

Bestes Beispiel: Konrad Adenauer. Es mußte erst Ludwig Ehrhard ran, weil der Alte sich einfach nicht dazu durchringen konnte, das Wirtschaftswunder zu veranstalten . Zu allem Überfluß bilden sich Steinböcke auch noch ein, wahre Menschenkenner zu sein. Nur sie selbst, so glauben sie, können wahre Zuneigung von Heuchelei, ein echtes Interesse an ihrer Person von emotionaler Ausbeutung unterscheiden. Kein Wunder, daß sie häufig in Schwermut und Depression verfallen, weil sie bei ihren Mitmenschen statt wahrer Zuneigung nur Desinteresse oder Hohngelächter verspüren. Wer will mit so einem Bock schon zu tun haben?

Trotz der beeindruckenden Liste der üblen Eigenschaften nennen sich Steinböcke bieder und bodenständig. Ziehen wir die Summe aus den genannten Wesenszügen: Steinböcke sind greisenhaft-jugendlich-bieder, aber zugleich versponnene Musterknaben mit lästig-hartnäckigen Energiereserven und autoritärer Grundgesinnung so eine Art hochalpiner Rambotypen mit voller Spießermacke.

Der Lebenslauf des Steinbocks

Noch in den Windeln geht es dem kleinen Steinbock vor allem um eines: Besitz! Er rafft alles heran, dessen er habhaft werden kann und rückt nichts mehr heraus. Wird das Steinbock-Kind etwa zwei Jahre alt, findet sich der größte Teil des elterlichen Haushalts in seinem Kinderwagen wieder. Eltern, die ihm etwas wieder wegnehmen wollen, kriegen war mit dem Räppelchen auf die Finger. Bereits im Kindergarten ist es ein Steinbock, der die meisten Murmeln und Monsterfiguren in seinem Besitz hat. Im Grundschulalter erfreuen sich Steinböcke schon eines beachtlichen Sparguthabens und wenn andere ihr Abitur machen, legen Steinböcke den Grundstein für ein luxuriöses Eigenheim. Besonders stolz sind alle Steinböcke darauf, daß sie sich in ihren Palast selbst erarbeitet bzw. vom Munde abgespart haben. Kein Angehöriger eines anderen Sternzeichens kann so sparen wie ein Steinbock. Nichts, aber auch gar nichts gönnen sie sich und ihrer Familie, bis das Eigenheim steht. Steinböcke, die bauen, erkennt man u.a. an ihrer völlig abgetragenen Kleidung. Steht die Familienhütte einmal, wird Vermögen angehäuft. Erst wenn Steinböcke das Greisenalter erreicht haben, raffen sie irgendwie, daß Gold nicht alles ist, flippen dann manchmal völlig aus und verprassen ihren Besitz allerdings nur sehr sehr manchmal ...

Die glücklichen Jahre

liegen zwischen dem 16. und 33. Lebensjahr vermutlich, weil es sich in diesen Jahren am meisten lohnt, Bausparverträge abzuschließen und in diesem Zeitraum das beste Eintrittsalter für eine Lebensversicherung liegt.

Der Steinbock im Beruf

Typische Steinbock-Berufe sind Wirtschafts- und Kommunalpolitiker, Manager oder Gewerkschaftsvertreter. Auch die Vertreter zahlloser Lobbys im Bundestag sind Steinböcke. Als Baumeister, Poliere oder Architekten stoßen sie sich auf dem Bau die Hörner ab, als Immobilienmakler, Hypothekenvermittler, Landvermesser oder behördlich bestellter Vormund bringen sie ihren Mitmenschen das Haarespalten, Millimeter- und Pfennigfuchsen bei. Als Redakteur oder Lektor nerven gewisse Steinböcke ihre Autoren bis aufs winzigste Komma. Ihre Handelsbegabung und ihre überpenible Kalkulationskunst zeigen Steinböcke vor allem in Geschäften, bei denen es um Nahrung oder Kleidung geht. Trotz der geringen Gewinnspannen in diesem Bereich verstehen sich Steinböcke darauf, sich an den Grundbedürfnissen der Menschen eine goldene Nase zu verdienen. Wieder andere Steinböcke ziehen es vor, ihren Mitmenschen als Theologen bis ins kleinste Detail vorzuschreiben, wie sie zu leben haben. Wer abweicht, hat den Pfad der Tugend verlassen und droht in den Höllenschlund zu stürzen. Da sind uns doch die Schütze-Pfaffen lieber, die ihren Schäfchen nur unverbindlich die Ohren vollsalbadern ...

Im künstlerischen Bereich werden erdhafte Keramik oder heldische Bildhauerei bevorzugt. Für Malerei und Musik denken Steinböcke einfach zu kleinkariert. Handwerklich begabte Steinböcke werden Schuhmacher, Töpfer, Schornsteinfeger (vermutlich, weil sie dabei alpine Gefühle entwickeln können) oder Steinmetz. Die einzig wirkliche Stärke des Steinbocks: Berufe, in denen Einsamkeit eine Rolle spielt. Steinböcke sind ideale Leuchtturmwächter und wirklich prima als Nachtwächter!!

Die Karriere der Steinböcke ist programmiert. Als Realisten, Tatmenschen und Arbeitstiere räumen sie jedes Hindernis aus dem Weg und verfolgen mit letzter Konsequenz ihr Ziel oft starrsinnig und unbeugsam. Wer sich in den Weg stellt, wird sachlich, aber effektiv beiseite geräumt. Wer mit Steinböcken in Konkurrenz tritt, muß entweder ein Löwe sein oder nicht alle Tassen im Schrank haben. Steinböcke neigen zum versteckten Kampf voller List und Tücke und fallen aus dem gesamten Hinterhalt über ihre Gegner her. Auch Niederlagen oder Rückschläge halten Steinböcke nicht auf. Sie wollen mit aller Macht nach oben. Leider wählen sie oft die falschen Berufe für einen wirklichen Aufstieg. Wohin will man als Leuchtturmwächter schon aufsteigen, wenn man doch schon ganz oben auf dem Turm ist??

Trotz ihres ausgesprochenen Erfolgsstrebens krebsen Steinböcke oft die erste Hälfte ihres Lebens als Angestellte irgendwo in der unteren Hälfte der Karriereleiter herum, denn ihr Erfolg baut sich klein-klein, Steinchen für Steinchen auf. Auch fehlt ihnen offenbar der Blick für den ganz großen Wurf. Die Früchte ihrer Arbeit Reichtum, Besitz, Unabhängigkeit genießen Steinböcke daher oft erst im Alter. Erst wenn ihnen das Lenkrad aus den zittrigen Fingern gleitet, können sie sich den Porsche leisten. Dafür werden sie mit zunehmendem Alter im Kopf um so kindischer. Das scheint die Strafe des Himmels für allzuviel Arbeitsdisziplin zu sein.

Haben Steinböcke erst einmal eine gewisse Höhe erreicht, werden sie oft leichtsinnig und neigen zu Abstürzen nicht nur der beruflichen oder alkoholischen Art wenn ihre Sterne ungünstig stehen. Das ist oft die einfachste Art, einen unliebsamen Steinbock-Konkurrenten loszuwerden. Warten Sie einfach, bis ihn sein Schicksal ereilt. Noch ein Tipp für potentielle Steinbock-Arbeitgeber: Steinböcke hassen Dienstreisen. Nicht einmal fette Spesen können sie locken. Lieber läßt ein Steinbock ein millionenschweres Projekt platzen, als daß er den Hintern aus seinem ergonomisch konstruierten Bürostuhl hochwuchtet. Vorsicht Bankrottgefahr!!

Der Steinbock und das Geld

Über Geld reden Steinböcke nicht sie haben es. Auch wenn es nur zwei, drei Tausender sind, sie fühlen sich, als seien sie Krösus selbst und führen sich auch so auf. Nicht, daß sie mit Geld um sich werfen würden sie geben nur damit an, als könnten sie es tun ... Tatsächlich ausgeben werden Steinböcke ihren Reichtum nur für bleibende Werte, luxuriöse Eigenheime zum Beispiel. Dafür geben sie auch die letzten Mäuse her. Ekelhafterweise ist es ihnen auch noch vergönnt, den erworbenen Luxus echt zu genießen.

Ansonsten sind Steinböcke erzsparsam um nicht zu sagen widerwärtig geizig. Nur um zu sparen, laufen sie in kartoffelsackartigen Anzügen oder in Müllbeutel-Kleidern herum. Sie gönnen sich keinen Urlaub und wenn dann in einer Unterkunft, die eher als Ziegenstall durchginge statt als Hotel. Hier scheint ihre zoologische Herkunft durchzuschlagen. Steinbock-Kinder bekommen in der Woche drei Pfennig Taschengeld und sonntags einen Pfennig extra zum verprassen.

Völlig klar, daß das Konto eines Steinbockes auf diesem Wege astronomische Höhen erreicht. Kommt noch hinzu, daß Steinböcke auch an der Börse ein Gespür für Geld entwickeln. Risiken vermeiden, dick absahnen. Die einzige Freude, die uns Neidern bleibt, Steinböcke haben nichts davon. Weder können sie Geld verspielen noch es sonstwie lustvoll aus dem Fenster werfen. Erst wenn der Steinbock ins Gras beißt, erledigen das die hocherfreuten Erben für ihn!

Der Steinbock und sein Automobil

Steinböcke sind so konservativ, daß sie am liebsten im Zweispänner zur Arbeit fahren würden. Wenn es schon ein Automobil sein muß, dann am liebsten ein T-Modell von Ford oder ein Opel aus den fünfziger Jahren. Da diese Fahrzeuge a) kaum zu bekommen sind und b) nicht eben sehr zuverlässig fahren, wählen Steinböcke heute Automarken mit UraltImage: Volvo, Lada oder Rolls Royce eben alles, was wie eine rollende Kartoffelkiste aussieht. Technische Daten oder Image sind Steinböcken völlig gleichgültig. Hauptsache konservativ.

Die Schokoladenseiten

Wie bitte?? Welche Schokoladenseiten? Na ja, gut .. die meisten Steinböcke kennen sich halbwegs in den Alpen aus. Aber wozu soll das gut sein??

Die Schattenseiten

Steinböcke, die unter besonders ungünstigen Konstellationen geboren sind, entwickeln einen geradezu aberwitzigen Geiz. Gegen einen solchen Steinbock ist Dagobert Duck ein kopfloser Verschwender und sind die Schotten ein Volk von Prassern und Lebemännern.

Der große Horror

Hier die Horror-Liste des Steinbocks:

Horror 1 abstürzen
Horror 2 was zwischen die Hörner zu kriegen
Horror 3 die Geldbörse oder den Überblick zu verlieren.

Die Gesundheit des Steinbocks

Die bedeutendste der Gesundheitsgefahren für Steinböcke: Sie leiden ständig unter Zahnschmerzen, vermutlich, weil sie alles so verbissen sehen. Die sicherste Schutzmaßnahme, regelmäßige Zahnarztbesuche. Da aber Steinböcke vor den Kosten sinnvoller Zahnbehandlung zurückschrecken, leiden sie weiter, laufen mit Kassenprothesen herum und beißen sich damit vor lauter Ärger ein Loch in den Bauch. Da menschliche Steinböcke ihr warmes Fell eingebüßt haben, leiden sie häufig unter der Kälte. Sie fangen sich Nierenleiden, Rheuma, Arthritis und Frostbeulen ein. Außerdem leidet ihre Haut unter dem Kontakt mit der Luft und entwickelt interessante Pusteln und Ausschläge. Einzige Gegenwehr: Ziehen Sie immer ordentlich was über, lieber Steinbock.

Weiterer Krisenpunkt in der Gesundheit des Steinbocks, die Bewegung. Die geradezu himmel- schreiende Schlaffheit des Steinbocks läßt ihn Stunden und Tage auf dem Sofa hocken. Es sind immer in der Mehrzahl Steinböcke beteiligt, wenn eine Video-Orgie bei Bier und Chips länger als zwei Stunden dauert. Steinböcke sitzen drei Spielfilme übelster Sorte mit Überlänge auf einer Backe ab. Dabei würde ihnen Bewegung an der frischen Luft gesundheitlich so gut tun. Andererseits wenn man an Luftverschmutzung, Ozonloch, eskalierenden Straßenverkehr, sauren Regen usw. denkt sehr gesundheitsschädlich kann es eigentlich nicht sein, wenn Steinböcke hinterm Ofen oder vor der Glotze hocken.

Auf die ungesunden Freßgewohnheiten von Steinböcken gehen wir im Kapitel Die Lieblingsspeisen ein. Hier sei nur gesagt, daß sich Steinböcke so manche Verdauungsstörung anfuttern können. Werden Steinböcke krank, sehen sie augenblicklich schwarz. Schon bei einem Schnupfen wissen sie mit absoluter Gewißheit: Es geht bergab mit mir, ich bin nicht mehr zu retten. Ärzte und Angehörige müssen all ihre Überredungskünste aufwenden, um den kranken Steinbock zum Weiterleben zu animieren. Gehässige oder rachsüchtige Verwandte unterlassen derartige Hilfestellung manchmal nur zu gern.

Allerdings nimmt die Abwehrkraft von Steinböcken gegen Krankheiten mit dem Alter zu sie werden also immer gesünder. Fragt sich, woran Steinböcke sterben ..

Das Lieblingsgetränk

Die Trinkgewohnheiten des Steinbocks passen zu seinen Eßsitten. Ob heiß, ob kalt, alkoholisch oder abstinent gehaltvoll muß das Getränk sein, das einen Steinbock hinter dem Ofen hervorlocken kann. Kaffee, in dem der Löffel steht, übersüßer Kakao, gallebittere Magenschnäpse, hochexplosiver Rum, Honig mit Milch, affenscharf gepfefferter Tomatensaft, Rotweinsorten kurz vor dem Gelierpunkt, Weißwein, der auch zum Ledergerben (Lebergerben?) geeignet scheint und Ochsenschwanzsuppe als Getränk zum fetttriefenden Gulasch so mögen es die hochalpinen Bockgesellen. Auf jeden Fall hält da kaum ein anderes Sternzeichen mit.

Die Lieblingsspeise

Steinböcke lieben das Althergebrachte, Traditionelle auch und vor allem, was die Größe der Portionen angeht. Vorsuppe, Vorspeise, zwei, drei Holzfäller-Koteletts zu je 1200 g mit reichlich Kartoffeln, Soße und Salat, später Käse, Dessert und Gebäck zum Kaffe sind ganz nach dem Herzen eines Steinbocks wenn auch nicht gut für sein Herz. Steinböcke verzehren derartige Schwerathleten-Portionen, auch wenn sie nur Buchhalter sind und den ganzen Tag über nur Bleistifte oder Disketten stemmen. Anders gesagt, Steinböcke fressen gern viel zu viel. Diese ziemlich lebensgefährliche Tätigkeit erledigen Steinböcke am liebsten in aller Stille. Steinböcke hassen Gespräche bei Tisch. Sie wollen sich ganz und gar ihrem Eisbein mit Sauerkohl oder ihrem Sauerbraten mit Knödeln widmen. Wer dazwischenquatscht, stört die Kau- und Verdauungsprozesse.

Ganz halten sich Steinböcke jedoch nicht an traditionelle Kochrezepte. Das Kochbuch der Henriette Davidis rät zwar zur Verwendung von reichlich Butter und Eiern von den Gewürzmengen, die Steinböcke heute verwenden, ist nicht die Rede. Steinböcke lieben es, sich mit ein paar Pfund Pfeffer ein Loch in die Speiseröhre zu brennen oder sich mit drei Schaufeln Salz zum Blutdruck-König hochzupuschen. Auch Maggi-Würze steht in hohem Kurs. Steinböcke beziehen sie gleich kanisterweise und erreichen so, daß jede Suppe den absoluten Einheitsgeschmack bekommt. Gewürze, die die Küchentradition nicht kennt, meiden Steinböcke beharrlich, Bomboe Sesate oder Zitronengras kommt ihnen nicht in die Tüte. Wie würden solche exotischen Fragwürdigkeiten auch zu Großmutters Tafelgeschirr und zu dem Silberbesteck passen, mit dem Steinböcke sich vorzugsweise die Kalorien reinschieben?

Das bevorzugte Lokal

Klar, daß es deftige, nach Schlachtfest und Räucherkammer riechende, altdeutsch gestylte Gasthäuser sind, in denen Steinböcke sich gegenseitig auf die Hufe treten. Dort treffen sie sich häufig mit dem ebenfalls unmäßig fressenden Stieren, die sie als relativ leise (weil kauende) Tischgenossen durchaus schätzen. In solchen Lokalen sind Wassermänner unerwünscht und werden meist weggeekelt. Wo so angestrengt abgebissen, gekaut, geschlungen und verdaut wird, ist der Gesellschaft und Gespräch suchende Wassermann ein störender Faktor.

Auch von außen sind Steinbock-Lieblingslokale für den Außenstehenden leicht zu erkennen, denn neben einem unerträglich intensiven Küchenduft schläft einem stets ein traditionsreicher Name entgegen: Deutscher Vater zum Beispiel oder Zum Stammbaum. Irgendwie liegt immer eine Ahnung in der Luft, der Kaiser oder Bismarck könnte gleich vorfahren. Meist fährt aber nur der örtliche Landtagsabgeordnete vor auch ein Steinbock.

Wenn Sie einen Steinbock unbedingt bis aufs Blut beleidigen wollen, laden Sie ihn in eine Pommesbude oder ein drittklassiges Lokal ein. Sie werden nie wieder von ihm hören. Allein dieser Tipp ist doch das Geld für dieses Buch wert, oder??

Das Lieblingstier

ist der Steinbock was sonst? Welches Tier kann dieser Prachtspezies schon das Wildwasser oder gar den Enzian reichen? Allenfalls noch die traditionsbewußte Schildkröte und andere Fossilien. Und selbstverständlich auf der Schwan, der als eine von wenigen Tierarten nicht wild in der Gegend herumbumst, sondern in lebenslanger Einehe lebt. Das imponiert dem Steinbock ungemein. Das sind noch Werte ..

Es liegt auf der hand, das konservative Steinböcke alle Tierarten hassen, die unkonventionell und leichtfüßig in den Tag hineinleben, flatterhafte Schmetterlinge, ständig herumquakende Frösche, sämtliche in den Tag hineinlebende Singvögel, alle nutzlosen Eintagsfliegen usw.

Die typische Sportart

Steinböcke lieben 1. Bockspringen, 2. Bergsteigen, 3. Jodeln und an jedem Freitagabend (Stammtisch?) auch das 4. Bockbier-Stemmen.

Das Lieblingsbuch

Der Tod in der Nordwand, Die Geier-Wally, Via Mala, Herbstmilch und andere hochalpine Werke. Steinböcke stehen auf Satire und Karikaturen. Sie besitzen meist eine große Kollektion derartiger Machwerke. Selbst auf dem Klo findet sich ein Band Tucholsky. Hermann Harry Schmitz Buch der Katastrophen und stets die neueste Ausgabe der Titanic.

Der Lieblingsfilm

Der absolute Hammerfilm aller Steinböcke ist Casablanca. In welchem Streifen sonst sagt der Held seiner Geliebten einen so unvergleichlich alpin-schwindelerregenden Satz Ich schau mit Dir hinunter ins Kleine Walsertal, Kleines ..!

Die Lieblingsmusik

Pop, Rock, Hip-Hop, Lambada, Jazz alles Schrott! Glauben zumindesst Steinböcke. Nur Klassik, allenfalls Oper oder Ballettmusik bringen es voll. Es sind vermutlich zu 110 % Steinböcke, die Karajan, Iglesias, Brüggen, Horowitz und Konsorten reich gemacht haben, zumal Steinböcke das Getöne meist nur von der Platte genießen. Sie geben vor, fürs Konzert keine Zeit zu haben tatsächlich tut es ihnen aber um die 80,- EURO für die Eintrittskarten leid. Und eine Platte kann man doch mehrfach abnudeln.

Das bevorzugte Reiseziel

Amsterdam, Madrid, New York jeder Ort der Welt, wo Alte Meister hängen. Steinböcke sind versessen auf dieses Gemälde, vermutlich weil die düsteren Farben sie so ungemein andrehen. Auch am Rhein mit seinen Burgen und sonstigen urdeutschen Gefilden haben Steinböcke den Tourismus fest in der Hand. Ansonsten reisen Steinböcke nicht sonderlich gern, am wenigstens im Ausland schon wegen der ungewohnten Küche (igitt!).

Die typischen Drogen

Na was wohl? Enzian natürlich! Steinböcke sind völlig versessen darauf, riechen Enzianschnaps kilometerweit, rennen in hellen Scharen herbei, wenn es welchen gratis gibt und können ihn gleich eimerweise kübeln, ohne irgendwie blau zu werden. Beneidenswert!!

Die typische Ausrede

Was sagt der angestellte Steinbock, wenn der Chef ihm einen funkelnagelneuen PC überreicht? Ach, geben Sie mir doch mit dem neumodischen Kram weg! Davon will ich nichts wissen! Mir reichen meine zehn Finger zum Rechnen! Drei hin, zwei im Sinn .. !

Die Leiche im Keller

Schon so mancher Uralt-Steinbock hat in seiner Vergangenheit dem falschen Führer zugejubelt, die falsche Partei gewählt oder lauthals die immer noch gleichen ewig-gestrigen Parolen verkündet. Mag sein, daß er nachts vor dem Spiegel heimlich noch die falsche Uniform trägt. Glücklicherweise jubeln heutzutage jüngere Steinböcke dem falschen Popstar zu, wählen das falsche Deo und verkünden lauthals die Werbespots von gestern, während wir Angehörige anderer Sternzeichen immer alles goldrichtig machen ..

Steinböcke und die Liebe

Erotisch sind Steinböcke meist Spätzünder und Blindgänger, Spätzünder sind sie, weil sie vor lauter Mißtrauen und Unschlüssigkeit oft bis ins Greisenalter brauchen, um sich zu einer Liebeserklärung durchzuringen. Doch wer glaubt, Alter brächte gediegene Reife hervor, irrt sich. Die Liebeserklärungen von Steinböcken fallen so aus, daß nur noch der Begriff Blindgänger den Verursacher einer solchen Schandtat treffend bezeichnet. Liebesschwüre von Steinböcken erinnern an Steuererklärungen oder Gebrauchsanweisungen. Sie sind so trocken, daß ganze Weltmeere verdunsten und so wenig erotisch, daß aus Lustmolchen wieder Kaulquappen werden. Hochzeitsnächte, an denen Steinböcke beteiligt sind, gehen in die Erdgeschichte ein als unvorstellbare Trockenperioden. Mondnächste, in denen Steinböcke um Liebe werben, verkommen zu Arbeitssitzungen in einer Dunkelkammer. Sicher haben Sie jetzt einen ersten Eindruck, lieber Leser, was Sie erotisch im Reich der Steinböcke erwartet. Vielleicht geben sie besser schon hier auf und wenden sich einem anderen Sternzeichen zu. Sie wollen weiterlesen? Gut, Sie müssen schließlich selbst wissen, was sie tun.

Die Steinbock-Frau

verbindet die sexuelle Attraktivität eines Stubenbesens mit dem anheimelnden Wesen einer Neonröhre. Was Wunder, daß es oft Jahre oder gar Jahrzehnte dauert, bis sie einen Partner findet. Apropos Neonröhre immerhin glüht in ihrem Innern etwas, wenn auch ziemlich kühl. Die unnahbare Neonröhre Steinbock-Frau bietet ihren potentiellen Liebhabern aber neben einer gut versteckten Portion Leidenschaft, die erst nach jahrelangen Suche gefunden werden kann, viele weitere unterhaltsame Eigenschaften, eine Neigung zu nachtschwarzem Weltschmerz und satten Depressionen zum Beispiel. Oder eine tiefe Sehnsucht nach Romantik keine einfache Aufgabe, denn wer gerät schon bei einer Frau ins Schwärmen, gegen die eine Schaufensterpuppe weich und kuschelig wirkt. Weiter besitzen alle Steinböckinnen eine fette Dosis Eifersucht auf alle Frauen, die eventuell attraktiver sein könnten als die Steinbock-Frau. Und das sind alle Frauen .. Weil jede Steinbock-Frau dies zumindest tief in ihrem Innern weiß, geraten manche hin und wieder in Torschlußpanik und versuchen, die letzten Reserven zu aktivieren, um endlich ein männliches Wesen aufzureißen. Eine solche Steinbock-Frau schminkt sich in ihrer Verzweiflung so stark, daß das Haupt der Medusa gegen ihr Gesicht wie ein Smiley-Button gewirkt hätte. Viele solcher Steinbock-Frauen brechen sogar unter der Last ihrer Kosmetika und Modeschmuck-Artikel auf offener Straße zusammen.


Der Steinbock-Mann


Viele Frauen haben lange Zeit in dem Glauben existiert, der hinterletzte Macho sei ausgestorben, Irrtum, der hinterletzte Macho lebt und sein Name ist Steinbock-Mann! Er braucht eine Frau aus gutem Hause mit guter Erziehung, die kochen und wirtschaften kann, damit er selbst, das widerwärtige Subjekt, überall seine Stinkesocken herumliegen und den großen Macker heraushängen lassen kann. Klar, daß es oft bis ins gesetzte Alter dauert, bis er eine Dumme findet. Er selbst versteht das in keiner Weise, denn er hält sich für überaus attraktiv. Keine Frau hat etwas anderes vor, als ihn zu vernaschen, glaubt er und nur sein Mißtrauen und seine Zurückhaltung würden ihn davor erretten. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Alle alleinstehenden Frauen verlassen augenblicklich mit einem Anfall von Müdigkeit jede Party, wenn ein Steinbock sich als solcher zu erkennen gibt und die übrigen schlafen in den Armen ihrer männlichen Begleiter ein. Liebeserklärungen eines Steinbock-Mannes bringen Aquarien zum Gefrieren und in Hochzeitsnächten fallen selbst die Bettwanzen in einen Dornröschenschlaf, so erotisch geht es zu. Spontanen Liebesfesten steht der Steinbock äußerst mißtrauisch gegenüber und lieber meditiert er eine Erektion in Grund und Boden, als daß er seine Partnerin zu einem Quickie motiviert. Einzig im Greisenalter flippt der Steinbock-Mann so richtig aus. Wahrscheinlich, weil er endlich rafft, daß er was verpaßt hat, baggert der Steinbock-Lustgreis Teenager an und beginnt plötzlich das große Bock- und Seitenspringen. Das allerdings auch wieder nicht mit letzter Leidenschaft, denn seine Ehe so ihn eine genommen hat geht ihm über alles. Da muß die Geliebte zurückstehen was kaum eine tut, denn schließlich gibt es ja genug Angehörige anderer Sternzeichen. Die typische Anbaggerszene Reisen Sie doch in die Vergangenheit unserer Erde und nehmen Sie sich doch einmal vor, den Alpen bei der Auffaltung zuzusehen. Wenn Ihnen das gelingt, können Sie im nächsten Schritt versuchen, einen Steinbock beim Anbaggern zuzusehen.

Bevorzugte Stellungen

Die Hölzerne-Bengele-Stellung (nur nicht zu weit vorwagen!) Die Tapferer Zinnsoldat-Stellung (Disziplin ist alles!) Die Gestatten-Gnädige-Frau?-Stellung (Immer die Form wahren!) Die Wüstenbrot-Bausparer-Stellung (immer den Blick fest auf den Kalender mit dem Wüstenbrot-Tag!)


Idealpartner


Mal vorausgesetzt, irgendwer will einen Steinbock. Mit Jungfrau und Stier fluppt es halbwegs, Fische, Wassermänner, Skorpione Schützen schaffen es immer noch gerade, nicht vor Langeweile einzuschlafen. Widder und Steinbock kriegen sich schnell an die Hörner, Krebse stürzen Steinböcke in tiefe Depression und Waagen sind den alpinen Böcken zu flippig. Zwillinge und Löwen verbringen ihr Leben in reizloser Ödnis und Langeweile, wenn sie Steinböcke zum Partner wählen. Sie seien dringend gewarnt!


Quelle:
Eichborn-Verlag - Norbert Golluch - Rolf Kutschera - Quatsch-Horoskop

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3. Mai 2011 um 14:17


Ganz schlecht...ich male sehr gut, ich liebe Musik, ich mach Party das ganze Wochenende, ich will gar keine Familie, ich liebe es hell und freundlich, ich bin alles andere als ein Macho, sondern immer für meine Frau da, ich kann zu allem Lachen, was lustig ist (auch zu deinem Geschreibsel... ) und naja, vergessen wir mal deinen weiteren Ausführungen - Ich hab keine Probleme mit meinen Mitmenschen...

Ey, mich törnt dieses Bock-Bashing aber echt an!!! Soviel ... auf einmal - ich find das Spitze was Du da hingurkst...ich müsste demzufolge der einsamste Mensch auf Erden sein,...

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27. Mai 2011 um 23:01

Ich Steinbock-Frau
lache mich ehrlich gesagt ziemlich kaputt. Das ich so langweilig bin wußte ich gar nicht. Wobei das mit der Eifersucht stimmt. Auf alles und jeden der unseren Liebsten zu Nahe tritt.

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