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Eifersucht auf die Ex-Frau

25. Dezember 2009 um 1:59

Hallo ihr alle!

Mit Interesse habe ich schon verschiedene Einträge zu diesem Thema verfolgt; bei grundsätzlich bestehenden Ähnlickeiten gibt es ja doch auch immer die Extreme des Einzelfalls. Ich würde gern von meinem Fall berichten und wäre super- glücklich über zahlreiche Antworten von euch.

Vor zwei Jahren traf ich meinen j(Noch-)Freund- im Kindergarten, den unsere beiden Söhne besuchten! Er ging dorthin mitunter an der Seite seiner Frau (so dachte ich immer und hegte keine mir bewussten Hintergedanken, die sich schon auf ihn bezogen hätten), mitunter allein. Per Zufall kam ich irgendwann ein Jahr später einmal mit ihr kurz ins Gespräch; mich wunderte, wie genau sie mich ohne Fragen meinerseits über ihre Situation aufklärte: Er wohnte gar nicht mehr zu Hause (bereits zu Beginn des Kindergartenbesuches ihres gemeinsamen Sohnes). Dabei blieb es. Manchmal traf ich ihn im Bus, wir redeten jedoch nicht weiter mit einander. Bis wir es doch einmal taten, auf einem Hinweg zum Kindergarten; unsere kleinen Söhne liefen vorweg. Der von ihm ausgehende Austausch unserer Tel.-Nr war für mich zwar innerlich doch sehr aufwühlend, doch redete ich mir ein, dass es ja um einen Spiel-Kontakt unserer Söhne ginge Dieser begann und setzte sich fast jedes Wochenénde fort; nach zwei Monaten und ein paar allein verbrachten Spaziergängen waren wir ein Paar. Ich war so glücklich! Ich hatte nichts auseinandergebracht, keine Beziehung zerstört, und selbst nach 5 Jahren (der Trennung vom Vater meines Sohnes) zum ersten Mal wieder eine Beziehung. ich fand ihn sensibel, aufmerksam, zärtlich- und doch von einem ungeheuren Traurigkeits- Schleier überzogen. Es stellte sich heraus, dass er die von ihm angeregte Scheidung mit den vorangegangenen Konflikten noch sehr stark in sich trug und emotional sehr an seine Ex- Frau gebunden war. Zwar sagte es, dass er sie nicht mehr liebe und ich seine einzige, neue Liebe sei. Doch die Altlast, die er die ersten Monate unserer nun einjährigen Beziehung trug, war schwer und brach oft völlig unberechenbar über mich herein. An diesem Punkt kann ich Einzelheiten meines Problems näher erläutern:
1) Nach ihrem Landesrecht (sie stammt aus Südamerika) sind die beiden noch heute verheiratet- er sieht das locker, hat das deutsche Scheidungsurteil und versteht mein Problem nicht. Dies besteht für mich aber massiv! Ich war nie verheiratet; für mich hat die Ehe aber eine absolute Bedeutung. Solange sie formal besteht und niemand sie aufzuheben bemüht ist, ist sie doch gewollt? Außerdem leide ich darunter, dass ich von ihrer formal noch bestehenden Ehe so beiläufig, zuerst im Park, im lapidaren Gespräch mit seinem Vater in meinem Beisein, erfuhr.
2) Seine Ex-Frau fing mich einmal ab, war rasend eifersüchtig und sagte, sie hätten mitunter immer noch etwas mit einander. Dies sagte sie, bevor sie von unserer Beziehung erfuhr. Ich bin zu 100% sicher, dass dies gelogen war, da mein Freund sagt, er sei ausgezogen, weil er sich nach einer langjährigen, körperlich leidenschaftlichen beziehung nicht mehr wohlgefühlt habe: Zu beschränkt auf den Sex sei ihre Beziehung gewesen. Und da habe ich seitdem den Salat: Ich bin wahnsinnig eifersüchtig! Anfangs verglich er mich mehr oder weniger trampelig mit ihr und nahm mir so mein gerade erwachendes Selbstbewusstsein. Längst sind wir beide wirklich zufrieden miteinander; und ich bin mir auch sicher, dass es etwas mit uns zu tun hat und wir uns aufeinander beziehen, ohne irgendwelche Skalen des Vergleiches im Kopf. Doch dass diese anfangs bei ihm bestanden, hat mich schleichend fertig gemacht; und es begleitet mich immer wieder und bricht aus mir hervor, sobald sich zusätzliche Belastungen einstellen, etwa diese:
3.) Sein Sohn leidet unter der Trennung seiner Eltern, anfangs intrigierte sie gegen mich und forderte von ihrem 5-jährigen Sohn, für sie meine Handy-Nr. zu erfragen. Mein Freund sagte ihr nur, dass dies nicht gut für ihr Kind sei. Seither bestreitet er jeglichen Vorwurf meinerseits, dass seine (Ex-)frau intrigiere; ich sei diejenige, die Gespenster sehe. Mich stört diese Heiligsprechung enorm! Er muss sie ja nicht angreifen, doch sein jetziges passives Verhalten gibt ihr jede Möglichkeit, das Kind gegen mich aufzuhetzen. Und das tut sie, auch wenn ich es nicht nachweisen kann. Der Junge reagiert total gestört auf mich, spricht andauernd von seiner Mama (die er fast täglich sieht, auf die er also nicht streckenweise auf sie verzichten muss), macht Sachen von mir kaputt; und es geht ihm jedes Mal einfach sehr schlecht!
4.) Aus meiner wachsenden Eifersucht sind Spinnereien entstanden, mit denen ich mich und unsere Beziehung zugrunde richte. Doch kamen auch Dinge von ihm, etwa die mir mitgeteilte Überlegung, ob er 'für seinen Sohn' einmal in der Wohnung der Mutter schlafen solle, ob er mit ihr zum Geburtstag des Kindes nach Südamerika fliege... Sobald ich bestürzt reagierte und auch Gründe wissen wollte, sagte er nur:'Das tue ich dann eben nbicht. Weil ich Dich liebe.'' Will er mich quälen? Weiß er nicht, wie sehr ich leide, wenn er den Unentschlossenen spielt? Rücksichtnahme, Verzicht sind doch nicht Dinge, die man in einer Liebe verhandeln kann; sie machen Liebe doch vielmehr aus?
5) Als seine Überlegung der Übernachtung fiel, kam ich nicht mehr zurecht. Er sandte Blumen und machte mir ein weiteres schönes Geschenk; doch das Gefühl in mir, ihn zu fesseln und dass seine eigentlichen Wünsche bei seiner (Ex-) Frau liegen, war übermächtig. Ich komme nicht mehr klar! Es gibt nichts, was ich ihm in meiner Verzweiflung nicht unterstellt habe, schwein, ... Fikalausdrücke- das habe ich noch nie in einer Beziehung getan. Als er sagte, er stecke noch in seiner (Ex-)Frau, körperlich und seelisch, wie doch auch ich wohl noch in meinem Ex-Freund stecke, drehte ich durch. Ich vernichtete zwei schöne Geschenke von ihm und schrieb einen Abschiedsbrief, den ich mit den andern dingen in einem Fluss versenkte. Ich wurde traurig, fuhr zu ihm, erfuhr wieder einmal, dass er mich liebt- und wenige Tage später drehte ich erneut ab.

Nun haben wir endlich ein Beratungsgespräch vor uns. Was mich brennend interessiert: Meint ihr, dass wir unser Dilemma noch lösen können, oder ist es einfach zu spät? Außerdem kann und will ich ihn ja nicht zu einer zusätzlichen Scheidung drängen- das hätte von ihm ausgehen müssen. Und ich kann doch nicht seine Gefühlssprache verändern? Und nicht die Traurigkeit eines kleinen Jungen abstellen? Ich bin so ein unangenehmer Charakter geworden: ist das nicht Zeichen genug, dass ich mit Tränen sagen muss: es geht nicht mehr, wir haben keine Chance????

Ich wäre euch so dankbar für jede noch so kurze Antwort!!!!



Eure Johanne

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25. Dezember 2009 um 15:14

Danke! Antwort von johanne
Liebe Mortischa,

vielen Dank für Deine Antwort, sie wirkt lebenserfahren und klug auf mich. Ich habe auch den Verdacht, dass der Knackpunkt meines Problems in dem liegt, was Du schreibst:
Die beiden, mein Freund und auch seine Ex sind Spieler im Leben. Sie tun Dinge und tragen nicht die volle Verantwortung. Sie lassen die Folgen ihres gemeinsamen Lebens auch diejenigen spüren, die sich ihnen nun nähern, also er -passiv- lässt mich einfach mit meinen Fragen stehen und sieht das ganze pragmatisch. Ich bin aber anders veranlagt; ich lasse mich nicht einreihen in dieses Chaos seines Lebens. Davon werde ich krank. Ich muss da wohl raus- wer freiwillig leidet, ist selbst schuld. Du hast aber auch recht, mit dem, was Du sagst: Ich muss an mir arbeiten; ich habe ja das Selbstbewusstsein einer Kanalratte; da wird er nicht selbst schuld dran sein, das liegt an mir/meiner Biographie! Und sie ist anders, da ich kaum Kontakt zum Vater meines Sohnes mehr seit der Trennung habe (ganz doof für meinen Kleinen; aber nun hat er tatsächlich ein Weihnachtspaket vom Papa bekommen). Das ist ja sehr verschieden von seiner Erfahrung, immerhin 2 Jahre gemeinsam als Familie gelebt zu haben. Eine gute Freundin gab mir den Tip, mich nach einem Partner umzusehen, der eben noch kein Kind hat. Vielleicht hat sie recht angesichts meiner Probleme und meiner hohen Verletzlichkeit zurch Exen.

Dir Frohe Weihnachten und alles Gute;

liebe Grüße

Johanne

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