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Forum / Astrologie & Esoterik

Hexenzauber-nicht nur vergeblich, auch umsonst

Letzte Nachricht: 27. April 2007 um 11:05
J
jaffe_12446865
02.11.06 um 9:09



Ein Liebeszauber ist auf eine objektiv unmögliche Leistung gerichtet. Die dafür geleistete Bezahlung muss zurückerstattet werden.

So urteilte kürzlich das Amtsgericht München. Was war geschehen? Im Herbst 2003 trennte sich der Lebensgefährte der späteren Klägerin von dieser. Da die Klägerin sich damit nicht abfinden wollte, wandte sie sich an die Beklagte, die sich selbst als Hexe bezeichnete. Sie vereinbarte mit dieser die Durchführung eines Liebeszaubers, mit dessen Hilfe der ehemalige Lebensgefährte der Klägerin zu dieser zurückkehren sollte und bezahlte dafür über 1.000,-- EURO. Die Beklagte führte über mehrere Monate, jeweils vor Vollmond, das entsprechende Ritual durch, dass allerdings ohne Erfolg blieb.

Darauf hin wollte die Klägerin ihr Geld zurück, schließlich sei ihr der Erfolg garantiert worden.

Die Beklagte weigerte sich, schließlich habe sie keinen Erfolg versprochen. Ein solches Ritual sei nicht stets wirksam, auch wenn es grundsätzlich geeignet sei, Paare wieder zusammenzuführen.

Das Amtsgericht München verurteilte die Beklagte zur Rückzahlung der geleisteten Vergütung. Dabei spiele es keine Rolle, ob die Beklagte einen Erfolg versprochen habe. Sie habe zumindest einen aus ihrer Sicht potentiell wirksamen Zauber vereinbart. Diese Vereinbarung sei jedoch tatsächlich auf eine Leistung gerichtet, die objektiv völlig unmöglich sei. Ein Liebesritual sei nicht geeignet, einen Menschen aus der Ferne zu beeinflussen. Da die geschuldete Leistung der Beklagten von dieser nicht erbracht werden könne, werde auch die Klägerin von ihrer Zahlungsverpflichtung frei. Sie könne auch das schon gezahlte Geld zurückverlangen. Dabei spiele auch keine Rolle, dass die Klägerin mit dem Vertrag einverstanden war, da sich in diesem Fall der Rückforderungsanspruch direkt aus dem Gesetz ergebe. Die dagegen eingelegte Berufung blieb erfolglos.

Aktenzeichen:
Amtsgericht München: 212 C 25151/05
Landgericht München I: 30 S 10495/06

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A
an0N_1236759699z
02.11.06 um 9:19

Sittenwidrigkeit
eben - solche verträge oder abmachungen sind sittenwidrig, weshalb sie null und nichtig sind. das gilt auich für verträge, die mit nicht juristischen personen (also irgendweclhen hanseln, die unter pseudonym ihr unwesen treiben) geschlossen werden. und für solche, in denen die persönliche selbstbestimmung eines vertragspartners eingeschränkt wird. beispielsweise wenn jemand vorschreibt, welche nahrung der andere zu sich nehmen soll/darf, wie oft und ob überhaupt er sexuell tätig sein soll/darf... klingt weit hergeholt? nein. selbsternannte 'gurus', buddhas etc. machen so was gerne.
also, liebe damen, bitte vorsichtig sein - und nun bloß nicht denken, 'ich bin ja aucf der sicheren seite, weil ich meine kohle wieder kriege'. denn wenn du deine würde zurück zu erobern willst, hilft dir kein gericht.

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an0N_1226254199z
02.11.06 um 9:44

... und berät nur noch...
... aber auch da werden versprechungen gemacht, ich denke an die zukunftsplauderei, und es trifft gar nix ein. teure plauderei!!!
wer immer daran glaubt, dass zukunft voraussagbar ist, tut mir leid.
lieber leben und es auf sich zukommen lassen.
alles andere ist nur geldrauswerfen.
ein anwalt legt fakten auf den tisch, nicht vergleichbar mit beratertätigkeiten.
da wird nur rumgeredet... und der telefonzähler rennt und rennt...

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A
an0N_1226254199z
02.11.06 um 10:37

Und gerade deshalb...
...muss man kunden warnen/aufwecken...
und hier schreiben und lesen hauptsächlich berater - aufwachen, auch ihr!

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A
an0N_1236759699z
02.11.06 um 12:15

So einfach ist es leider auch nicht!
eine beratung ist nicht gleichbedeutend mit objektivität! sucht- und opferhilfen beraten z.b. auch, beziehen aber sehr wohl partei, wenn sie dem süchtigen, an die unschuld des opfers glauben...

dass auch sehr wohl bei beratungen versprechen gut sichtbar im raum stehen, zeigt doch auch q: 'hilfe in allen lebenlagen', 'problemlösungen in...' und nicht zu letzt, die beziechnung 'experte', die nicht unbedingt nur ein synonym für berater ist, sondern sehr wohl beim ratsuchenden so was wie die creme de la creme der scharl... wachrufen soll.

in anderen beiträgen zum thema wird von dienstleistungen gesprochen. auch das ist kein freibrief im jur. sinne für betrügerische machenschaften: eine hexe würde eine "magische" dienstleistung an bieten - was sonst? (aufschrei: nein, eine beratung! blödsinn, sonst würde sie sich ja nicht mehr als hexe bezeichnen, sondern als beraterin...)also, wie ist eine magische dienstleistung definiert? hier beginnt nämlich das glatteis und das ist nach diesem weisen urteil zweier weiser richter für manche sehr dünn geworden!

oder was versteht ihr unter einer "religiösen dienstleistung"? anleitung zum seelenheil? wobei natürlich wieder der heilsuchende schuld ist, wenn's nicht eintrifft? falsch! das ist so was wie taufe, beerdigung, kirchliche eheschließung - und dafür wird kohle gemäß gebührenordnung verlangt und diese leistung wird erbracht. und keiner fordert das geld zurück, weil die ehe kaputt geht, der opa doch nicht in den himmel kommt!
ansonsten ist es nämlich auch ein fall für den richter.

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A
ariane_12152624
02.11.06 um 12:36

Urteil
an dieser Stelle kann ich nur immer und immer wieder an meinen Mammut-Thread erinnern zum Heissen Thema PRF/PZF......

Hier gehts um verdammt viel Geld und es kann nicht angehen, daß für eine nicht beweisbare Dienstleistung soviel Geld verlangt wird, meistens ja sogar im voraus.... und dann passiert nix..

Ich denke mal, hätte jene Hexe wirklich Fähigkeiten und Talent dazu, wäre sie sich ihrer Verantwortung bewußt und hätte kein Geld oder wenigstens nur einen winzigen Bruchteil für ihre puren Auslagen verlangt und hätte es der Kundin nach Erfolg überlassen, wieviel sie geben will. weil sie aber eben nichtsicher war, es wirklich zu können und vermutlich auch nicht oder unzureichend analysiert hat - hat sie vorsorglich das Geld voraus verlangt, wohlwissend, es kann nicht klappen.

Leute -nochmal: es gibt Magie und auch Leute, die das draufhaben, aber die kosten kein Vermögen im voraus und sagen glasklar was wirklich sache ist....

Aber ich denke nach wie vor, es wird in etlichen Fällen schwierig werden, das Geld zurückzuholen, weil ausgebuffte Hexen a la Aisha sich auf ihrer Website gegen so ziemlich alle Unwegsamkeiten absichern.... und noch dazu in USA sitzt.... da kannst so wie ich das sehe gar nichts machen..

Seit vorher vorsichtig, wo ihr euer Geld hintragt, unsere Verzweifelte ist ein super Beispiel dafür, wohin es führt, wenn man zuwenig fragt, zu schnell vertraut usw..... man braucht einen Klaren Kopf und der der echte Hilfe finden soll, wird sie auch finden, aber sicher nicht im I-net oder in den einschlägigen Zeitschriften...

Unsere Hexe Lolly hier ist auch son schönes Beispiel dafür, wie man mit Menschen hier umspringt, die kapiert haben, was Verantwortung heißt, kein Geld für ein echtes Talent und Hilfe verlangen, denen es ums Helfen geht... was passiert, die werden bis aufs Messer bekämpft und vertrieben....

Dazu fällt mir nur ein Satz ein: armes Deutschland

noname

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an0N_1236759699z
02.11.06 um 12:46
In Antwort auf ariane_12152624

Urteil
an dieser Stelle kann ich nur immer und immer wieder an meinen Mammut-Thread erinnern zum Heissen Thema PRF/PZF......

Hier gehts um verdammt viel Geld und es kann nicht angehen, daß für eine nicht beweisbare Dienstleistung soviel Geld verlangt wird, meistens ja sogar im voraus.... und dann passiert nix..

Ich denke mal, hätte jene Hexe wirklich Fähigkeiten und Talent dazu, wäre sie sich ihrer Verantwortung bewußt und hätte kein Geld oder wenigstens nur einen winzigen Bruchteil für ihre puren Auslagen verlangt und hätte es der Kundin nach Erfolg überlassen, wieviel sie geben will. weil sie aber eben nichtsicher war, es wirklich zu können und vermutlich auch nicht oder unzureichend analysiert hat - hat sie vorsorglich das Geld voraus verlangt, wohlwissend, es kann nicht klappen.

Leute -nochmal: es gibt Magie und auch Leute, die das draufhaben, aber die kosten kein Vermögen im voraus und sagen glasklar was wirklich sache ist....

Aber ich denke nach wie vor, es wird in etlichen Fällen schwierig werden, das Geld zurückzuholen, weil ausgebuffte Hexen a la Aisha sich auf ihrer Website gegen so ziemlich alle Unwegsamkeiten absichern.... und noch dazu in USA sitzt.... da kannst so wie ich das sehe gar nichts machen..

Seit vorher vorsichtig, wo ihr euer Geld hintragt, unsere Verzweifelte ist ein super Beispiel dafür, wohin es führt, wenn man zuwenig fragt, zu schnell vertraut usw..... man braucht einen Klaren Kopf und der der echte Hilfe finden soll, wird sie auch finden, aber sicher nicht im I-net oder in den einschlägigen Zeitschriften...

Unsere Hexe Lolly hier ist auch son schönes Beispiel dafür, wie man mit Menschen hier umspringt, die kapiert haben, was Verantwortung heißt, kein Geld für ein echtes Talent und Hilfe verlangen, denen es ums Helfen geht... was passiert, die werden bis aufs Messer bekämpft und vertrieben....

Dazu fällt mir nur ein Satz ein: armes Deutschland

noname

Da hast du recht!
und eben genau deshalb hat der richter solch ein urteil gesprochen.
und dass da auch sonst viel versprochen wird, liegt auf der hand: schließlich heißt die hauspostille einer großen line nicht 'momentaufnahme', sondern eben 'zukunftsblick'!
und ich warte hier irgendwie noch drauf, bis soe ein berater höhnt 'wie kann man auch nur so dumm sein und an hexen glauben? weiß doch jeder, dass es sowas nicht gibt?'
vergiß das geld - das ist sicherlich schwer zurück zu kriegen (zivilprozeß dauert...) - aber eine anzeige wegen betrug - oder weil hexen so gerne (ver-)fluchen- nötigung ist auch nicht ohne! weil dann fliegt die ganze spökenkiekerei auf...

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A
amin_12240166
02.11.06 um 17:57
In Antwort auf an0N_1236759699z

Da hast du recht!
und eben genau deshalb hat der richter solch ein urteil gesprochen.
und dass da auch sonst viel versprochen wird, liegt auf der hand: schließlich heißt die hauspostille einer großen line nicht 'momentaufnahme', sondern eben 'zukunftsblick'!
und ich warte hier irgendwie noch drauf, bis soe ein berater höhnt 'wie kann man auch nur so dumm sein und an hexen glauben? weiß doch jeder, dass es sowas nicht gibt?'
vergiß das geld - das ist sicherlich schwer zurück zu kriegen (zivilprozeß dauert...) - aber eine anzeige wegen betrug - oder weil hexen so gerne (ver-)fluchen- nötigung ist auch nicht ohne! weil dann fliegt die ganze spökenkiekerei auf...

Lieber Kommissar, ich bin sehr wissensdurstig.
Habe mich bei einem Rechtsexperten kundig gemacht. Geld zurück im Zivilprozess ist nahezu unmöglich, selbst wenn du gewinnst. Das Prozessrisiko (Kostenrisiko) ist sehr hoch, lohnt sich im Grunde nur bei Summen über 1000 Euro, wenn überhaupt.
Nötigung ist so eine Sache.
Da Partner-und Liebeszauber juristisch eine objektiv unmögliche Leistung darstellt, so gilt dies natürlich auch für eine Verfluchung. Eine Verfluchung stellt ebenfalls eine -objektiv unmögliche Leistung dar-, jedenfalls rein juristisch. Wie also, soll ich jemanden mit (juristisch gesehen) warmer Luft (Fluch)nötigen?
Unverantwortlich finde ich es natürlich, einem Klienten mit einem Fluch zu drohen. Die Moral des drohenden Beraters ist nur rudimentär vorhanden. Er disqualifiziert sich auf diese Weise selbst.

Es grüsst
DerHexer

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an0N_1236759699z
02.11.06 um 18:27
In Antwort auf amin_12240166

Lieber Kommissar, ich bin sehr wissensdurstig.
Habe mich bei einem Rechtsexperten kundig gemacht. Geld zurück im Zivilprozess ist nahezu unmöglich, selbst wenn du gewinnst. Das Prozessrisiko (Kostenrisiko) ist sehr hoch, lohnt sich im Grunde nur bei Summen über 1000 Euro, wenn überhaupt.
Nötigung ist so eine Sache.
Da Partner-und Liebeszauber juristisch eine objektiv unmögliche Leistung darstellt, so gilt dies natürlich auch für eine Verfluchung. Eine Verfluchung stellt ebenfalls eine -objektiv unmögliche Leistung dar-, jedenfalls rein juristisch. Wie also, soll ich jemanden mit (juristisch gesehen) warmer Luft (Fluch)nötigen?
Unverantwortlich finde ich es natürlich, einem Klienten mit einem Fluch zu drohen. Die Moral des drohenden Beraters ist nur rudimentär vorhanden. Er disqualifiziert sich auf diese Weise selbst.

Es grüsst
DerHexer

War das wirklich ein rechtsexperte?
... oder gibtst du nur deine auffassung von recht und unrecht wider?





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ariane_12152624
02.11.06 um 19:30
In Antwort auf an0N_1236759699z

War das wirklich ein rechtsexperte?
... oder gibtst du nur deine auffassung von recht und unrecht wider?





Der Richter kann nur nach Aktenlage und Fakten ....

entscheiden, so dann stehen die Gerichtskosten zur Disposition, der Anwalt will bezahlt werden und und .... vom Seelenfrieden ganz zu schweigen.

also in obigem Fall mit einem Streitwert von 1.000 euro mag sich sowas noch rechnen lassen. Aber Fakt ist doch in deutschland, Du mußt es auch glasklar beweisen können, also brauchst du schriftliches Beweismaterial.

so also und wenn ich nur mal von mir ausgehe, son Papierzeug vernichtet man doch später, mails werden mal gelöscht und die Beklagten sichern sich doch auch immer mehr ab. Etliche werden dieses Urteil auch lesen, und entsprechend ihre Handlungsweise dem anpassen.

Ganz zu schweigen, daß viele zwar um das verlorene Geld weinen und dem Ex hinterhertrauern, aber es gäbe wohl genügend, die sich trotzdem lieber mit dem Verlust abfinden, als sich zu outen, daß sie einer Hexe vertraut haben, anstatt damit zu einem Rechtsanwalt zu gehen und eine zweifelhafte Klage einzureichen, die sich Monate hinzieht und einen zweifelhaften Ausgang hat.

Klar es gibt Beratungshilfe, die zu kriegen, wird wohl weiter kein Problem werden, dann gibt es die Prozesskostenhilfe, die bewilligt zu bekommen, wird schon schwieriger, denn die wird nur bewilligt, wenn Erfolgsaussicht besteht.....

also das Eis ist hier verdammt dünn und zur Disposition steht ja auch noch der eigene Seelenfrieden... allemal lohnt sich son Aufwand sicher nicht bei Beträgen von 250 oder 350 Euro..... wenn dann per Sammelklage, eher wenn einer mindestens 1000 oder mehr verloren hat.

Das will wohlüberlegt sein, solang es nur ein solches Urteil gibt, was als Präzedenzfall hergenommen werden kann.

noname

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reetta_12531602
02.11.06 um 19:59
In Antwort auf an0N_1226254199z

Und gerade deshalb...
...muss man kunden warnen/aufwecken...
und hier schreiben und lesen hauptsächlich berater - aufwachen, auch ihr!

Und psychisch schwer kranke Menschen...
auf Dich zeig!
Die Krankheit wird schlimmer, geh zum ARZT!
Eines Tages legst Du jemanden um, weil Du ihn für einen Berater gehalten hast und Du mußt die Welt ja vor den bösen bösen bösen Beratern retten!
Meine Güte, hast Du einen an der Waffel...*kopfschüttel*

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an0N_1236759699z
02.11.06 um 20:17
In Antwort auf ariane_12152624

Der Richter kann nur nach Aktenlage und Fakten ....

entscheiden, so dann stehen die Gerichtskosten zur Disposition, der Anwalt will bezahlt werden und und .... vom Seelenfrieden ganz zu schweigen.

also in obigem Fall mit einem Streitwert von 1.000 euro mag sich sowas noch rechnen lassen. Aber Fakt ist doch in deutschland, Du mußt es auch glasklar beweisen können, also brauchst du schriftliches Beweismaterial.

so also und wenn ich nur mal von mir ausgehe, son Papierzeug vernichtet man doch später, mails werden mal gelöscht und die Beklagten sichern sich doch auch immer mehr ab. Etliche werden dieses Urteil auch lesen, und entsprechend ihre Handlungsweise dem anpassen.

Ganz zu schweigen, daß viele zwar um das verlorene Geld weinen und dem Ex hinterhertrauern, aber es gäbe wohl genügend, die sich trotzdem lieber mit dem Verlust abfinden, als sich zu outen, daß sie einer Hexe vertraut haben, anstatt damit zu einem Rechtsanwalt zu gehen und eine zweifelhafte Klage einzureichen, die sich Monate hinzieht und einen zweifelhaften Ausgang hat.

Klar es gibt Beratungshilfe, die zu kriegen, wird wohl weiter kein Problem werden, dann gibt es die Prozesskostenhilfe, die bewilligt zu bekommen, wird schon schwieriger, denn die wird nur bewilligt, wenn Erfolgsaussicht besteht.....

also das Eis ist hier verdammt dünn und zur Disposition steht ja auch noch der eigene Seelenfrieden... allemal lohnt sich son Aufwand sicher nicht bei Beträgen von 250 oder 350 Euro..... wenn dann per Sammelklage, eher wenn einer mindestens 1000 oder mehr verloren hat.

Das will wohlüberlegt sein, solang es nur ein solches Urteil gibt, was als Präzedenzfall hergenommen werden kann.

noname

Sehr gut!
und falls das ein vergehen oder gar verbrechen ist, dann brauchste dich auch um prozeßkosten nicht zu kümmern. es erhebt dann nämlich der staat anklage - und der beklagte hat im falle einer verurteilung das zu zahlen - im falle von einstellung eben die staatskasse...
ich würde jedem raten, der böse geprellt wurde, dass auch zur anzeige zu bringen... auch bei 100euro - weil wer nur eine flasche schnaps klaut begeht auch ladendiebstahl - und kleinvieh macht auch mist

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A
amin_12240166
02.11.06 um 21:50
In Antwort auf an0N_1236759699z

War das wirklich ein rechtsexperte?
... oder gibtst du nur deine auffassung von recht und unrecht wider?





Lieber Kommissar, persönliche Meinungen kennzeichne ich als solche.
Da ich von der Juristerei zu wenig vertehe habe ich mich kundig gemacht, wozu hat man denn Freunde. Die Expertenmeinung gab ich in meinen Worten wieder.
Der letzte Absatz, über den moralischen Anspruch eines Beraters der Flüche androht, war meine persönliche Meinung.

Es grüsst
DerHexer

PS. Vor Gericht und auf hoher See bist du in Gottes Hand und Gottes Wege sind oft unbegreiflich.

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A
ariane_12152624
02.11.06 um 22:01
In Antwort auf an0N_1236759699z

Sehr gut!
und falls das ein vergehen oder gar verbrechen ist, dann brauchste dich auch um prozeßkosten nicht zu kümmern. es erhebt dann nämlich der staat anklage - und der beklagte hat im falle einer verurteilung das zu zahlen - im falle von einstellung eben die staatskasse...
ich würde jedem raten, der böse geprellt wurde, dass auch zur anzeige zu bringen... auch bei 100euro - weil wer nur eine flasche schnaps klaut begeht auch ladendiebstahl - und kleinvieh macht auch mist

Straftatbestände dürften wohl schwieriger werden, oder?
hallo Herr Kommissar

.... denn ich kann mir momentan net so recht ausmalen, wie das gehen soll, eine Hexe wegen vorsätzlicher, fahrlässiger oder womöglicher schwerer Körperverletzung, Nötigung oder einem sonstigen Straftatbestand zur Anzeige oder schlimmeres zu bringen... folglich wirds auch nix mit derStaat gegen....

also bleibt nur der Zivilweg, und das sehe ich realistisch betrachtet, als durchaus nicht einfach, wenns nur um 250 oder 350 oder ähnliche Beträge geht.....

Klar ich gebe dir recht, kleinvieh macht auch Mist, aber du kennst das sicher: Recht haben und Recht bekommen sind oftmals ziemlich weit auseinander...

noname

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G
gytha_12650464
02.11.06 um 22:03
In Antwort auf ariane_12152624

Urteil
an dieser Stelle kann ich nur immer und immer wieder an meinen Mammut-Thread erinnern zum Heissen Thema PRF/PZF......

Hier gehts um verdammt viel Geld und es kann nicht angehen, daß für eine nicht beweisbare Dienstleistung soviel Geld verlangt wird, meistens ja sogar im voraus.... und dann passiert nix..

Ich denke mal, hätte jene Hexe wirklich Fähigkeiten und Talent dazu, wäre sie sich ihrer Verantwortung bewußt und hätte kein Geld oder wenigstens nur einen winzigen Bruchteil für ihre puren Auslagen verlangt und hätte es der Kundin nach Erfolg überlassen, wieviel sie geben will. weil sie aber eben nichtsicher war, es wirklich zu können und vermutlich auch nicht oder unzureichend analysiert hat - hat sie vorsorglich das Geld voraus verlangt, wohlwissend, es kann nicht klappen.

Leute -nochmal: es gibt Magie und auch Leute, die das draufhaben, aber die kosten kein Vermögen im voraus und sagen glasklar was wirklich sache ist....

Aber ich denke nach wie vor, es wird in etlichen Fällen schwierig werden, das Geld zurückzuholen, weil ausgebuffte Hexen a la Aisha sich auf ihrer Website gegen so ziemlich alle Unwegsamkeiten absichern.... und noch dazu in USA sitzt.... da kannst so wie ich das sehe gar nichts machen..

Seit vorher vorsichtig, wo ihr euer Geld hintragt, unsere Verzweifelte ist ein super Beispiel dafür, wohin es führt, wenn man zuwenig fragt, zu schnell vertraut usw..... man braucht einen Klaren Kopf und der der echte Hilfe finden soll, wird sie auch finden, aber sicher nicht im I-net oder in den einschlägigen Zeitschriften...

Unsere Hexe Lolly hier ist auch son schönes Beispiel dafür, wie man mit Menschen hier umspringt, die kapiert haben, was Verantwortung heißt, kein Geld für ein echtes Talent und Hilfe verlangen, denen es ums Helfen geht... was passiert, die werden bis aufs Messer bekämpft und vertrieben....

Dazu fällt mir nur ein Satz ein: armes Deutschland

noname

Bin ich mal nicht Deiner Meinung...
Hi noname,

die Hexe Lolly ist leider auch für etwas anderes ein super Beispiel: für einen Menschen, der eine Menge Zeit und Energie für andere Menschen aufwendet und dann dem "Echo" recht hilflos gegenüber steht.
Eben die "wirklichen Koryphäen" sind sehr, sehr selten diejenigen, die Verträge sicher formulieren können (und würden). Sie investieren also bestimmt nicht selten Zeit und Geld in jmd. - wahrscheinlich auch mit Erfolg -, der dann im goFem liest, oder mit einer guten Freundin telefoniert - und feststellt, dass er sich auf einmal nicht mehr verpflichtet fühlt, irgendwas zu zahlen.
Eben weil die Menschen, denen es dabei primär ums Geld geht, auch sicherer gehen können, das auch zu erhalten, begünstigen solche Urteile für mich eher die schwarzen Schafe.

@ furzel: Ich schreib das selten genug: Danke für die Infos Freu mich, dass mal einer genauer recherchiert hat (und weiß, wovon er redet), Danke dafür.

LG nyx

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E
eris_12480742
02.11.06 um 22:57
In Antwort auf gytha_12650464

Bin ich mal nicht Deiner Meinung...
Hi noname,

die Hexe Lolly ist leider auch für etwas anderes ein super Beispiel: für einen Menschen, der eine Menge Zeit und Energie für andere Menschen aufwendet und dann dem "Echo" recht hilflos gegenüber steht.
Eben die "wirklichen Koryphäen" sind sehr, sehr selten diejenigen, die Verträge sicher formulieren können (und würden). Sie investieren also bestimmt nicht selten Zeit und Geld in jmd. - wahrscheinlich auch mit Erfolg -, der dann im goFem liest, oder mit einer guten Freundin telefoniert - und feststellt, dass er sich auf einmal nicht mehr verpflichtet fühlt, irgendwas zu zahlen.
Eben weil die Menschen, denen es dabei primär ums Geld geht, auch sicherer gehen können, das auch zu erhalten, begünstigen solche Urteile für mich eher die schwarzen Schafe.

@ furzel: Ich schreib das selten genug: Danke für die Infos Freu mich, dass mal einer genauer recherchiert hat (und weiß, wovon er redet), Danke dafür.

LG nyx

@ fURZEL: danke!
Und noch was: auch wenn das Urteil zunächst etwas eigenartig erscheint, zeigt es doch, dass Hexen nicht mehr so ganz rechtlos sind. Hätte die Hexe einen sinnvollen Vertrag gehabt, dann hätte es überhaupt kein Verfahren gegeben und sie hätte das Geld behalten können. Für all die Telefonate bzw. die Zeit dafür. Wenn Sie die Rituale tatsächlich durchgeführt hat, dann kommt noch so manche kalte Vollmondnacht dazu.
Für mich ist neben der Information von Furzel auch wichtig, dass sich die Zeiten geändert haben. Vor 30 Jahren wäre das auf ein Betrugsverfahren hinausgelaufen. Insofern geht es uns Hexen jetzt etwas besser, auch wenn manche mal das eine oder andere Honorar zurück zahlen müssen "blink"

Fachfrau

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A
ariane_12152624
02.11.06 um 23:31
In Antwort auf gytha_12650464

Bin ich mal nicht Deiner Meinung...
Hi noname,

die Hexe Lolly ist leider auch für etwas anderes ein super Beispiel: für einen Menschen, der eine Menge Zeit und Energie für andere Menschen aufwendet und dann dem "Echo" recht hilflos gegenüber steht.
Eben die "wirklichen Koryphäen" sind sehr, sehr selten diejenigen, die Verträge sicher formulieren können (und würden). Sie investieren also bestimmt nicht selten Zeit und Geld in jmd. - wahrscheinlich auch mit Erfolg -, der dann im goFem liest, oder mit einer guten Freundin telefoniert - und feststellt, dass er sich auf einmal nicht mehr verpflichtet fühlt, irgendwas zu zahlen.
Eben weil die Menschen, denen es dabei primär ums Geld geht, auch sicherer gehen können, das auch zu erhalten, begünstigen solche Urteile für mich eher die schwarzen Schafe.

@ furzel: Ich schreib das selten genug: Danke für die Infos Freu mich, dass mal einer genauer recherchiert hat (und weiß, wovon er redet), Danke dafür.

LG nyx

Da geb ich dir nun REcht
Liebe Nyx,

ja das ist leider wahr, was mit Lolly passiert ist und ich weiß von ihr, daß ihr das wirklich total an die Nieren ging, das tat ihr wirklich weh, zumal sie eine so liebenswerte ältere Dame ist mit massiven Gesundheitsproblemen, die es einfach nur ehrlich gemeint hat und total erschrocken ist, was sie hier erleben mußte, damit hat sie nie gerechnet.... die ist einfach nur positiv im Herzen und kann sich solche Schlechtigkeiten einfach nicht vorstellen... also mir tat das ehrlich leid

Zu dem anderen: geb ich dir auch recht, das Urteil wird eher dazu dienen, den Abzockern das Leben weiterhin zu ermöglichen, denn nun werden die sich in diese Richtung auch absichern und entsprechende Verträge und vereinbarungen auch dahingehend absichern....

Ich denke nicht, das das hier wirklich weiterbringt, den Markt von Abzockern zu säubern.

noname

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an0N_1226254199z
02.11.06 um 23:33
In Antwort auf reetta_12531602

Und psychisch schwer kranke Menschen...
auf Dich zeig!
Die Krankheit wird schlimmer, geh zum ARZT!
Eines Tages legst Du jemanden um, weil Du ihn für einen Berater gehalten hast und Du mußt die Welt ja vor den bösen bösen bösen Beratern retten!
Meine Güte, hast Du einen an der Waffel...*kopfschüttel*

Na na na...
aufpassen, was du da so schreibst.
dir gehen die argumente aus, du wirst persönlich, hmhm...

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miran_12661137
03.11.06 um 10:11
In Antwort auf ariane_12152624

Der Richter kann nur nach Aktenlage und Fakten ....

entscheiden, so dann stehen die Gerichtskosten zur Disposition, der Anwalt will bezahlt werden und und .... vom Seelenfrieden ganz zu schweigen.

also in obigem Fall mit einem Streitwert von 1.000 euro mag sich sowas noch rechnen lassen. Aber Fakt ist doch in deutschland, Du mußt es auch glasklar beweisen können, also brauchst du schriftliches Beweismaterial.

so also und wenn ich nur mal von mir ausgehe, son Papierzeug vernichtet man doch später, mails werden mal gelöscht und die Beklagten sichern sich doch auch immer mehr ab. Etliche werden dieses Urteil auch lesen, und entsprechend ihre Handlungsweise dem anpassen.

Ganz zu schweigen, daß viele zwar um das verlorene Geld weinen und dem Ex hinterhertrauern, aber es gäbe wohl genügend, die sich trotzdem lieber mit dem Verlust abfinden, als sich zu outen, daß sie einer Hexe vertraut haben, anstatt damit zu einem Rechtsanwalt zu gehen und eine zweifelhafte Klage einzureichen, die sich Monate hinzieht und einen zweifelhaften Ausgang hat.

Klar es gibt Beratungshilfe, die zu kriegen, wird wohl weiter kein Problem werden, dann gibt es die Prozesskostenhilfe, die bewilligt zu bekommen, wird schon schwieriger, denn die wird nur bewilligt, wenn Erfolgsaussicht besteht.....

also das Eis ist hier verdammt dünn und zur Disposition steht ja auch noch der eigene Seelenfrieden... allemal lohnt sich son Aufwand sicher nicht bei Beträgen von 250 oder 350 Euro..... wenn dann per Sammelklage, eher wenn einer mindestens 1000 oder mehr verloren hat.

Das will wohlüberlegt sein, solang es nur ein solches Urteil gibt, was als Präzedenzfall hergenommen werden kann.

noname

Zum Glück...
gehen die Anwalts- und Gerichtskosten bei Zivilprozessen lt. ZPO zu lasten der Partei, die den Prozess verliert.

Du hast allerdings recht, dass der Ausgang natürlich zweifelhaft ist und sicherlich auch eine Ermessensfrage des Richters. Wobei die heutzutage (zum Glück) recht empflindlich auf solche Fälle reagieren.

Einfacher ists wenn eine Rechtsschutzversicherung vorliegt, da kann der Anwalt im Vorfeld eine Kostendeckungsanfrage stellen und wenn die abgelehnt wird, was eigentlich kaum zu erwarten ist, dann ist man zumindest mit einer Beratungsgebühr nach der BRAGO da gewesen und die liegt zwischen 75 und ca. 120

Wahrscheinlich ist die Scham hier oftmals der vordringlichste Grund keinen Prozess anzustreben. Obwohl man solche Leute, die derart abgezockt und geschädigt wurde dazu ermuntern sollte.

lg
mia

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A
ariane_12152624
03.11.06 um 12:28
In Antwort auf miran_12661137

Zum Glück...
gehen die Anwalts- und Gerichtskosten bei Zivilprozessen lt. ZPO zu lasten der Partei, die den Prozess verliert.

Du hast allerdings recht, dass der Ausgang natürlich zweifelhaft ist und sicherlich auch eine Ermessensfrage des Richters. Wobei die heutzutage (zum Glück) recht empflindlich auf solche Fälle reagieren.

Einfacher ists wenn eine Rechtsschutzversicherung vorliegt, da kann der Anwalt im Vorfeld eine Kostendeckungsanfrage stellen und wenn die abgelehnt wird, was eigentlich kaum zu erwarten ist, dann ist man zumindest mit einer Beratungsgebühr nach der BRAGO da gewesen und die liegt zwischen 75 und ca. 120

Wahrscheinlich ist die Scham hier oftmals der vordringlichste Grund keinen Prozess anzustreben. Obwohl man solche Leute, die derart abgezockt und geschädigt wurde dazu ermuntern sollte.

lg
mia

Da geb ich dir Recht
hallo Mia,

tja das ist mit sicherheit die größte Hürde, denn man würde sich ja outen, an so was geglaubt zu haben, und gehofft zu haben.

Ich denke, die wenigsten würden sich die Blösse geben und damit zu einem anwalt gehen und sagen, Herr Anwalt, eine Hexe hat mich gelinkt... und blabla

das ist einfach unrealistisch, denn die allermeisten würden einen ansehen, als ob man nicht mehr alle im Oberstübchen beieinander hätte und diese Schamgrenze werden wohl die meisten nicht überwinden, was ich auch verstehen kann.. Und genau daraus schöpfen doch die Abzocker, die das AUCH wissen und natürlich auch ausnutzen..

Tja bei einem noch so modernen Staat, es gibt immer noch Tabuthemen über die keiner spricht und jeder schweigt aus Scham.....

noname

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A
an0N_1214182199z
25.04.07 um 0:00

Der Unterschiede würde erst bei
einem schriftlichen Vertrag zustande kommen.

Bei heilender Energie kollidiert die Dame aber mit dem Heilpraktikergesetz. Das kannst du sie viel schneller am Arsch haben, als mit den Verträgen.

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S
sonny_12920503
27.04.07 um 11:05

Wenn Sie Heilpraktikerin ist
wird sie erklären müssen warum sie eine "Ferndiagnose" gemacht hat. Bekanntlich muss der HP ja bestimmte Krankheiten (siehe Seuchengesetz) definitiv ausschließen. Das geht auf keinen Fall am Telefon.
Das könnte also sehr eng werden für die Dame, egal ob HP oder nicht.

Lebensberaterin bedeutet:
kein definiertes Berufsbild = ein wishy-washy-job!

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