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Hokus Pokus

19. Oktober 2006 um 17:10 Letzte Antwort: 28. Oktober 2006 um 18:20

In diesen zynischen Zeiten Magie für möglich zu halten, setzt einen beinahe kindlichen Glauben voraus.
Wenn wir davon überzeugt sind, dass Tränke, Beschwörungen oder rhytmische Gesänge unsere Lebensumstände positiv verändern können, muss dies wohl bedeuten, dass wir zu den Tagen zurückkehren, da wir den Märchen lauschten und sicher waren, dass alles gut ausgehen würde, wenn wir nur fest genug glaubten. Als Erwachsene tun wir diesen Glauben als dumm oder irrational ab; wir haben gelernt, dass Geld nicht auf Bäumen wächst, dass es unmöglich ist, am Ende des Regenbogens oder gar den Topf voller Gold zu finden, und dass man beliebig viele Frösche küssen kann und doch nicht mehr bekommt als bestenfalls eine Warze am Mund.
All dieses scheint jedoch unsere unstillbare Neugier auf die Mysterien des Lebens nicht zu verringern. Obwohl wir in einer rationalen Welt leben, in der die Wissenschaft versucht, eine Antwort auf jede Frage zu finden, sind wir weiterhin von Dingen fasziniert, die sich einer eindeutigen wissenschaftlichen Erklärung zu entziehen scheinen - die Existenz von Geistern zum Beispiel oder Sichtungen von UFOs, die wunderbare Gesundung angeblichen todkranker Patienten oder die Exaktheit des Hellsehens. Anscheinend möchten wir in einer Welt leben, in der es noch Unbekanntes gibt und der Glaube noch einen Platz hat.
Daran zu glauben, dass wir mit Hilfe von Zauberei unsere Lebensqualität verbessern können, setzt ein tiefes Vertrauen und eine etwas romantische Sicht des Lebens voraus.

Wenn wir uns verlieben, wenn wir eine Blume zum Blühen bringen oder auch einen perfekten Kuchen backen, müssen wir dies als eine Demonstration des magischen Gleichgewichts ansehen, der Tatsache , dass alles auf die richtige Art und Weise zusammenkommt. Denn wie weitgehend unsere chemischen Reaktionen auch analysiert werden können - niemand hat mir bislang das Phänomen der Liebe schlüssig erklärren können.
Wenn Zauberei im Wörterbuch erläutert wird als, die Verwendung von Zeremonien, Beschwörungen und magischen Sprüchen, um ein bestimmtes Erlebnis herbeizuführren oder zu verhindern..., dann verliert sie den Charakter des Ungewöhnlichen. Sie funktioniert auf Grund der einfachen Prämisse, dass wir durch die Kraft der Konzentration (der Kraft des "Wunsch-Denkens) in Verbindung mit der klugen Anwendung von Kräutern (von denen man weiß, dass sie komplexe chemische Eigenschaften haben) und andere Zutaten dauerhaft die Art und Weise, wie andere und wahrnehmen, verändern, unsere Gesundheit verbessern oder unser Selbstvertrauen stärken können.

Diese Verbindung von Geist und Seele mit Ritualen und Behandlungen hat eine lange Traditon. Bis ins 17. Jahrhundert hinein wussten alle Ärzte, dass die Heilung des Körpers durch Kräuter oder eine andere Behandlung nur erfolgreich sein kann, wenn auch der Geist geheilt wird, und dass das physische und das spirituelle Selbst eng miteinander verbunden sind. In Kräuterbüchern gab es ausführliche Anweisungen darüber, zu welchem Zeitpunkt eines bestimmten Tages oder des Mondzyklus Kräuter zu sammeln seien (Faktoren, von denen "wissenschaftlich nachgewiesen" ist, dass sie deren Eigenschaften verändern), und immer wurde das Heilsversprechen begleitet von Sätzen wie...und wenn Gott es will..., um daran zu erinnern, dass der Glaube eine wichtige Voraussetzung der Heilung ist.
Erst heute, drei Jahrhunderte später und offensichtlich dank "wissenschaftlicher Experimente" kehren wir allmählich zu der Überzeugung zurück, dass Körper, Geist und Seele eine unteilbare Einheit bilden und dass alle drei zusammenwirken müssen, wenn eine Veränderung eintreten soll.

Es ist nicht notwendig, ein Zauberlehrling zu werden oder heidnische Überzeugungen zu haben, aber es gibt Regeln, an die man sich halten sollte: Man muss immer daran denken, dass mit dem Zaubern vorsichtig umzugehen ist, die Ingredienzien, die verwendet werden, mögen aus Garten oder Küche stammen, aber das Zaubern ist ein mächtiges Werkzeug. Man ist moralisch verpflichtet, es niemals dafür einzusetzen, Kontrolle über jemanden zu gewinnen oder ihn zu verletzen. Wenn ein Zauberspruch dazu führt, dass man das gefühl bekommt, über sein eingenes Leben mehr Kontrolle und somit ein besseres Gefühl für sich selbst zu haben, ist die Hälfte bereits geschafft.

Guten Tag

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19. Oktober 2006 um 17:26

Hallo kallipau, sehr weise geschrieben.
Mein Kompliment (das ist ernst gemeint und keine Häme).

Zauberlehrling muss man nicht werden, doch jemand, der die Regeln kennt und sie vermittelt, ist anfänglich schon wichtig. Auch ein unwissentliches Verletzen der Regeln kann zu Sanktionen führen, die wir vermeiden möchten.

Gewinne Kontrolle über dich selbst ist eine Prämisse der hohen Magie.

Kontrolle über andere gewinnen wollen ist ein Wunschtraum schwacher Menschen. Mit der Kontrolle, die leider möglich ist, kommt auch die Verantwortung und der gerecht werden ist schwer. Die Kontrolle wieder abgeben noch schwerer.

Rituale, die in jeder Buchhandlung zu kaufen sind, meine ich nicht. Die dürft ihr ruhig anwenden. Irgendwelchen Schaden richtet niemand damit an, es sei denn die Kerze fällt um und das Tischtuch brennt an.

Es grüsst
DerHexer

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19. Oktober 2006 um 18:56
In Antwort auf amin_12240166

Hallo kallipau, sehr weise geschrieben.
Mein Kompliment (das ist ernst gemeint und keine Häme).

Zauberlehrling muss man nicht werden, doch jemand, der die Regeln kennt und sie vermittelt, ist anfänglich schon wichtig. Auch ein unwissentliches Verletzen der Regeln kann zu Sanktionen führen, die wir vermeiden möchten.

Gewinne Kontrolle über dich selbst ist eine Prämisse der hohen Magie.

Kontrolle über andere gewinnen wollen ist ein Wunschtraum schwacher Menschen. Mit der Kontrolle, die leider möglich ist, kommt auch die Verantwortung und der gerecht werden ist schwer. Die Kontrolle wieder abgeben noch schwerer.

Rituale, die in jeder Buchhandlung zu kaufen sind, meine ich nicht. Die dürft ihr ruhig anwenden. Irgendwelchen Schaden richtet niemand damit an, es sei denn die Kerze fällt um und das Tischtuch brennt an.

Es grüsst
DerHexer

Hallo Hexer
Danke und Kompliment auch an Dich.

Guten Abend

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19. Oktober 2006 um 19:14

Beschäftige mich schon lange
mit Zauberei.

Einer der wichtigsten Gegenstände, die man braucht, ist rote Kordel oder rotes Band.

Liebe Grüße an alle

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20. Oktober 2006 um 9:26

Wann immer man zaubert, ist es
wichtig, dass unser Geist konzentriert ist - entweder durch einen selbst induzierten Zustand oder sogar durch ein wenig Selbsthypnose.
Jedem ist es möglich, es braucht jedoch wie Schwimmen oder Geigespielen etwas Übung.
Einigen Leuten fällt dies sehr leicht, und ihr Zauber wirkt schneller und nachhaltiger als bei anderen, die ein wenig kämpfen müssen.

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20. Oktober 2006 um 10:59
In Antwort auf an0N_1302574499z

Wann immer man zaubert, ist es
wichtig, dass unser Geist konzentriert ist - entweder durch einen selbst induzierten Zustand oder sogar durch ein wenig Selbsthypnose.
Jedem ist es möglich, es braucht jedoch wie Schwimmen oder Geigespielen etwas Übung.
Einigen Leuten fällt dies sehr leicht, und ihr Zauber wirkt schneller und nachhaltiger als bei anderen, die ein wenig kämpfen müssen.

Hallo sommertraum6 dieser Aussage kann ich zustimmen.
Konzentration, ein leichter Trance-Zusatand, der unbedingte Wille focusiert auf das Ziel; die richtigen Sprüche oder Litaneien, möglichst im Originaltext oder einer astreinen Übersetzung, dann wünsche ich gutes Gelingen.
Die rote Kordel lassen wir lieber außen vor.

Es grüsst
DerHexer

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21. Oktober 2006 um 17:09

An die Mondphase muss man Beim Zaubern denken denken
Man sollte genau wissen, obe der Mond gerade zu- oder abnimmt.
Der volle Mond ist der mächtigste, aber auch ein zunehmender Mond eignet sich zum Arbeiten, wenn man etwas herbeizaubern will. wohingegen ein abnehmender Mond helfen kann, sich von etwas Negativem zu befreien.

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21. Oktober 2006 um 17:17
In Antwort auf an0N_1302574599z

An die Mondphase muss man Beim Zaubern denken denken
Man sollte genau wissen, obe der Mond gerade zu- oder abnimmt.
Der volle Mond ist der mächtigste, aber auch ein zunehmender Mond eignet sich zum Arbeiten, wenn man etwas herbeizaubern will. wohingegen ein abnehmender Mond helfen kann, sich von etwas Negativem zu befreien.

An Lebenoch
Du hast etwas vergessen. Um einen wirkungsvollen Zauber anwenden zu können, sollte man auch auf das Wetter achten.
Wenn es neblig ist, wird der Zauberspruch weder weit noch schnell den Äther reisen können.
Am besten eignet sich ein Gewitter, wenn man zaubern möchte. Wenn all die Blitze über den Himmel zucken und der rollende Donner uns daran erinnert, wie sich Geräusche über die Erde fortpflanzen.

Guten Abend

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28. Oktober 2006 um 18:20
In Antwort auf an0N_1302574499z

Beschäftige mich schon lange
mit Zauberei.

Einer der wichtigsten Gegenstände, die man braucht, ist rote Kordel oder rotes Band.

Liebe Grüße an alle

Würde mich
gerne mit Dir austauschen. Ich beschäftige und interessiere mich sehr. Liebe Grüße

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