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Sonnenzeichen und ihre Polarität...unsere Lebenslektion

11. Mai 2011 um 16:54

ist viel Text , aber aus dem Gefühl heraus stelle ich es ein...



Allzu oft wird leider sehr schnell über die Tierkreiszeichen hinweggegangen, dabei lohnt es sich besonders sie in ihrer Polarität anzusehen, was sechs Achsen ergibt, ebenso wie im Häusersystem. Auch werden die esoterischen Herrscher meist nicht berücksichtigt, wo sie immer Aufschluss und mehr Einsicht in das Horoskop bringen.

Widder Waage

Der Widder ist kardinal feurig, wird exoterisch von dem Planeten Mars beherrscht, sowie esoterisch von Merkur. Ein Widder ist sehr dynamisch und aktiv. Er neigt dazu zu handeln und erst hinterher darüber nachzudenken. Mit seiner Energie und Impulsivität kann er wie ein Elefant im bekannten Porzellanladen sein, Teller und Gläser zerschlagen. Der Widder ist ein Pionier, oft ist er mutig und der erste, sobald es Neuland zu betreten gilt. In der Polarität steht er dem kardinal luftigen Zeichen der Waage gegenüber, schaut sozusagen vom Ich Punkt aus auf das Du da drüben. Er muss also immer das Echo berücksichtigen, welches vom Du als Reaktion seiner Handlungen folgt. In ihm wohnt der Impuls der Selbstbehauptung, aber er muss erkennen, dass seine Mitmenschen ebenso solche Rechte haben. Er muss in die Mitte kommen, seine Impulse dann abgeben, sobald sie vom Du erwartet oder gebraucht werden. Sein Feuer kann begeistern, aber ebenso zerstören, da diese kardinale Energie gemäß dem Kreuz sehr stark ist. Ein fortgeschrittener Widder kann ein Forscher sein, auch in geistigen Dingen, sobald er den esoterischen Herrscher Merkur bewusst integriert hat. Erst denken und dann handeln, so kann beim Widder gar nichts mehr schief gehen. Aber wer kennt als Inhaber dieses Zeichens nicht das mit dem Kopf durch die Wand? Alles soll sofort geschehen, ganz gemäß dem exoterischen Herrscher Mars. Das gegenüberliegende Zeichen wird durch die Venus beherrscht, welche umworben sein will sie ziert sich wie eine Grazie und will mit Ästhetik und Liebe, sowie Kunst umschmeichelt sein.

Die Waage als kardinales Luftzeichen wird esoterisch von Uranus beherrscht, hier ebenso die Venus. Luft hat immer mit Denken und Kontakt zu tun, bei der Waage sind diese sehr persönlich, also Du bezogen. Aber sie ist ein kardinales Zeichen und kann geschickt und diplomatisch vorgehen, indem sie alles sehr harmonisch vorträgt. Sie will im Grunde genommen mit niemanden in Konflikt geraten und zieht sich meistens zurück, sobald dunkle Wolken am Horizont auftauchen. Nun muss sie den Widder ansehen, etwas von seiner Dynamik erkennen und verinnerlichen. Streit und Aggression hat immer mit Durchsetzung aus vielerlei Gründen zu tun. Aber es ist ein Unterschied, ob man angreift, oder angreifen muss, weil man angegriffen worden ist. Der Waage wird deswegen oft Konfliktscheu vorgehalten. Oft wird sie in die Enge getrieben, muss sich entscheiden, ihre Balance finden, sobald sie aus dem Gleichgewicht gekommen ist. Daher lernt sie im Laufe der Zeit das Feuer des Widders zu entfachen, oder seiner Intuition zu folgen. Bei der Waage kommt die Intuition durch das Denken, beim Widder kommt das Denken von seiner Intuition, ein kleiner aber feiner Unterschied. Die Waage ist das einzige Tierkreiszeichen, welches ohne Menschen- oder Tiersymbol auskommt. Sie wurde von den Babyloniern als zwölftes Zeichen eingesetzt, indem man dem Skorpion seine Scheren abschnitt. Das war schon lange vor den Griechen um 2350 vor Chr. der Fall! Ein altes Sprichwort sagt: Ich kann dir sagen was zum Misserfolg führt, der Versuch es allen Recht zu machen. Die Waage steht ebenso für das Recht, für Gerechtigkeit und Ausgleich.

Beide Zeichen, Widder und Waage stehen auf der horizontalen Linie der Begegnungsachse. Dadurch kommt es immer zu einem Energieaustausch auf dieser Achse von Ich und Du. Macht man sich beide Prinzipien bewusst, so kommt man immer öfter in die eigene Mitte dieser Achse. Auch die beiden Planeten Mars und Venus herrschen über diese Achse, somit kommen Antrieb und Bedürfnisse ausgleichend in die Mitte. Uranus als esoterischer Herrscher der Waage ist sicher imstande, die Projektionen von Ich und Du zu durchschauen. Aber er sorgt auch dafür, dass man immer wieder durch gegenseitigen, persönlichen Austausch voneinander lernt. Jemand sagt einen Satz und plötzlich geht ein Licht auf. Aus den Spermien von Uranus entstieg dem Mythos nach die Aphrodite, die Schaumgeborene. Die Venus wird das kleine Glück genannt. Sie ist ein Funken von dem strahlend göttlichen Blitz des Uranus. Man sieht rasch auf dieser Achse, wie sehr sich die Menschen unterscheiden, wie sie gemäß ihrer Lebensmotivation, ihrer sozialen Herkunft agieren. Man braucht sich nur eine Landschaft vor Sonnenuntergang ansehen, also sobald die Sonne das siebte Haus durchwandert. Alle möglichen Lichtspiele sind zu sehen, Farben von unvergleichlicher Intensität, mal leuchtend, oder im Schatten der heranrückenden Dämmerung. Und genau so unterschiedlich sind die Menschen, wie ein Regenbogen. Nirgendwo lernt ein Mensch mehr wie in der Partnerschaft und in der persönlichen Begegnung mit dem Du. Man lernt voneinander auf dieser Achse. Die Natur macht es uns vor, blickt man auf die Elemente/Temperamente von Feuer und Luft. Die Dosis muss stimmen, der Ausgleich stattfinden, dann erblüht ein Mensch ebenso wie die Natur.

Stier Skorpion

Der Stier ist das erste fixe erdige Zeichen im Radix, steht dem Skorpion gegenüber, auf der bereits bekannten Besitzachse. Widder und Waage tragen die kardinale Motivation in sich, welche Selbstbestätigung und auch Führerqualitäten in sich trägt. Das fixe Prinzip dagegen stabilisiert und verwertet, ist ökonomisch und nutzbringend ausgerichtet. Das fixe Kreuz ist regelrecht eingebettet, kein Zeichen hat Berührung mit den kardinalen Achsen. Man lebt in Nachbarschaft zu den beiden anderen Prinzipien, filtert davon alles Brauchbare aus. Ein Stier ist gemächlich und beharrlich, langsam aber sicher baut er seinen Besitz auf, kann dazu Energien aufbringen, wie Atlas mit dem Globus auf den Schultern. Gründlichkeit zeichnet ihn aus, aber ebenso Beschaulichkeit. Schließlich wird der Stier exoterisch von der Venus beherrscht und esoterisch von Vulkan einen esoterischen Planeten. Dies ist auch eng mit Hephaistos aus der Mythologie verknüpft, dem Gold- und Waffenschmied. Er steht esoterisch für Vulkan und es geht darum die wirklichen Werte in sich selbst zu entdecken, sie zu schmieden und zu pflegen, bevor man sie einzusetzen lernt.

Ein Stier hat den Archetypus einer blühenden Landschaft intus, wer kennt nicht das Bild von Johfra, in welchen die Venus den Mars an ihren Schoß schlafen lässt und dieser entwaffnet ganz friedlich ruht. Verweilen, sich selbst sein, auf seine eigenen Werte bauen und sie behüten, das trägt ein Stier in sich. Stiere neigen zur Bequemlichkeit und manchmal auch zur Sturheit. Unverdrossen verfolgen sie ihre Ziele, manchmal aus einer tiefen Verlustangst heraus, welche im gegenüberliegenden Zeichen, dem Skorpion zu finden ist. Polarität hat viel mit Realität zu tun. Auf dieser Horoskopachse finden wir auch die Erbschaftsgeschichten, das Mein und Dein schlechthin. Der Stier blickt hinüber zum Skorpion und muss erkennen, dass alles im steten Wandel steht, nichts von Dauer ist. Er wird aufgefordert in die Tiefe seines Bewusstseins vorzudringen, nach dem tieferen Sinn des Daseins zu suchen, faustisch danach zu ringen. Ein Stier filtert gemäß der Venus als Herrscher wie ein Schwamm, wie ein Filter und holt sich alles für ihn nützliche, hält es gemäß dem fixen Prinzip fest. Auf dieser Achse stehen sich die Venus und der Mars wie auf der Widder Waage Achse gegenüber. Hier herrscht der Mars im Skorpion esoterisch und exoterisch! Das ist ganz wichtig diese Logik zu erkennen, Mars herrscht also auch esoterisch über den hier exoterisch herrschenden Pluto! Mars wurde bei den Römern als der schöpferische und zerstörerische Aries benannt. Im Widder treibt er die Keime aus, welche in den Fischen entstanden sind und im Skorpion sorgt er als Väterchen Frost für den Tod. Ein Tod, welcher niemals endgültig ist, die Natur macht es uns jedes Jahr auf das neue vor.

Mars herrscht auch deswegen esoterisch über den Skorpion, da er durch die Sexualität den Tod mit dem Leben verbindet. Pluto wird hier in der exoterischen Form sichtbar, er steht für das Stirb und Werde im Skorpion, für die Transformation und Wandlung. Ein Skorpion verliert seine tiefgründigen Ängste dadurch, indem er den Stier gegenüber anschaut und sich bewusst wird, dass immer wieder die Sonne scheinen wird, neue Blüten entstehen, nachdem die alten abgeworfen wurden. Beim Stier und dem Skorpion geht es nicht ganz so persönlich zu wie bei Widder und Waage. Hier muss sich der persönliche Besitz mit den Rechten und Ansprüchen der Öffentlichkeit anpassen, ganz gemäß dem achten Haus. Als Skorpion mag man sich zunächst als winziges Teil der Gesellschaft vorkommen, man steht zudem im Gegensatz zum Stier auf der bewussten Du Seite. Hinzu kommt, dass kein Zeichen so abgrundtief geht wie der Skorpion und das achte Haus. Auch im Tierkreis als Ganzes gesehen liegt der Talpunkt in diesem Zeichen und Haus, also vom ganzen Horoskop her gesehen! Doch lohnt es sich immer in die Tiefe dieses Zeichens vorzudringen, da fixe wässrige Qualität vorherrscht und somit die Gefühle eine wesentliche Rolle spielen. Ein Stier ist pragmatisch, ein Skorpion eher empfindsam, empathisch. Durch den exoterischen Herrscher Pluto wird man ohnehin aufgefordert sich nicht mit Oberflächlichkeiten zufrieden zu geben. Vielmehr soll man in die eigenen Tiefen des Bewusstseins vordringen, sich in der Polarität erkennen, Glauben entwickeln und echte Wahrheit suchen.

Man beginnt solche Dinge loszulassen, welche bisher wichtig waren, bekommt dafür ein neues Gewand, welches die Polarität erkennt, aber ebenso die Unvergänglichkeit der Quelle, dem ungeformten Geist, welcher der Ursprung allen Lebens im Weltraum ist.

Ein Stier mag rationell handeln, ein Skorpion aus der Empfindung, aus seinen Gefühlen heraus. Er muss innerlich erglühen, genau so wie Antares als rotes Auge dieses Zeichens am Nachthimmel zu sehen ist (Besonders in südlicheren Gefilden), dann entfacht der Skorpion sein Feuer, gemäß dem Licht, welches immer aus der Dunkelheit kommt.

Zwilling Schütze

Die Zwillinge sind veränderlich luftig, exoterisch von Merkur und esoterisch von der Venus beherrscht. Dabei sein ist alles, Kontakt, Austausch, Beweglichkeit und Neugierde zeichnen dieses Tierkreiszeichen aus. Man jongliert mit den Dingen, bewältigt zugleich vieles und hat nicht selten eine sehr hohe Telefonrechnung. Für eine Antwort tun sich meistens zwei weitere Fragen auf. Dieses Zeichen ist lerneifrig, gehört es doch dem kollektiven Raum im dritten Haus an. Die verbale Meinung wechselt oft so rasch wie der Wind. Nicht ich sage, sondern man sagt zählt, man fühlt sich als Teil der Gemeinschaft. Pünktlichkeit ist für dieses Zeichen nicht leicht, meistens bleibt man irgendwo hängen, da es immer viel zu erledigen gibt. Merkur als exoterischer Herrscher sorgt hier für das Denken und die Fähigkeit zur Analyse. Damit es nicht in reines schwarz weiß Denken ausartet, steht die Venus mit ihrer Ästhetik bereit, bringt Wärme und Leben, sowie auch Geschmack in dieses Luftzeichen. Wer kennt nicht die zwei Seelen in einer Brust, welche die Zwillinge in sich tragen. Zunächst reihen die Zwillinge ihr erworbenes Wissen aneinander, die Gefahr der Verzettelung besteht, da jede Lösung neue Probleme aufwirft.

Daher muss dieses Zeichen die Polarität zum Schützen mit einbeziehen, wo Jupiter Sinngebung und Gesamtzusammenhänge lehrt. Ebenso kommt es auf dieser Achse zur Aussortierung von Meinungen, erlernten Wissen. Stehen die Zwillinge für Analyse, so ist der Schütze mit der Synthese gleichzusetzen. Feuerzeichen haben immer mit Ich Betonung zu tun und der Schütze ist feurig veränderlich. Der esoterische Herrscher vom Schützen ist die Erde. Hier wird die Verbindung von den Göttern zu den Menschen ersichtlich. Menschen und Götter bedingen aneinander, wie eine Bühne ihre Schauspieler und Kulissen! Die Zwillinge bekommen vom Schützen mehr Tiefgang und lernen so das Teleskop richtig zwischen Merkur und Jupiter einzustellen ( Saturn wäre die Linse ). So lernt man das Mikroskop mit Merkur einzusetzen, das Teleskop mit Jupiter, wie ein Zoom einer guten Kamera. Den Zwillingen ist manchmal ein wenig die Windfahne eigen, da sie permanent neue Informationen erhalten, hin und he gerissen sind und sich nicht für das eine oder andere entscheiden können.

Der Schütze ist grundsätzlich immer optimistisch gestimmt, verfolgt seine Visionen und Eingebungen, ist davon überzeugt. Selbst wenn er einen Pfeil verschießt, hebt er ihn auf und wartet auf die nächste gute Gelegenheit für einen Treffer. Dieses Zeichen ist sehr von sich eingenommen, oft glaubt er alles besser zu wissen. Dabei verpasst er nicht selten gute Gelegenheiten, indem er auf die Meinung der anderen zu wenig gibt. Auch sind seine Ideen nicht selten ausgereift, es mangelt an den Details. Diese findet er natürlich auf der gegenüberliegenden Seite bei den Zwillingen. Man sieht es auch hier: Beide Zeichen bedingen sich einander, bilden letztlich eine Einheit. Hierin liegt schon einmal ein echter und wichtiger Deutungsschlüssel, da dies bei allen sechs Tierkreispaaren der Fall ist!

Die veränderlichen Zeichen sind vom Denken und von der Sinnfindung geprägt, ebenso von dem Bedürfnis nach Liebe, Freiheit und Austausch. Auf dieser Achse begegnen sich immer wieder die eigene Meinung und Lebensphilosophie mit dem Schützen, sowie der Meinung und den Zeitströmungen des Kollektivs. In den Zwillingen findet man auch die Post, die Schulen und öffentlichen Anstalten, Verkehr, Presse, Radio und Medien in ihrer ganzen Vielfalt. Den Zusammenhang zwischen den esoterischen und exoterischen Planetenherrschern habe ich in einen anderen Thread bereits beschrieben.

Krebs Steinbock

Jetzt geht es weiter mit den zwei nächsten kardinalen Zeichen, dem wässrigen Krebs und dem erdigen Steinbock. Geht der Widder direkt auf sein Ziel zu, so geht ein Krebs seitwärts. Dieses Zeichen wird exoterisch vom Mond und esoterisch von Neptun beherrscht. Der Krebs fühlt, und dies motiviert ihn zum Handeln. Er ist verletzbar, kann sich aber in seine Schalen gut zurückziehen. Er hat ein großes Bedürfnis nach Zärtlichkeit und Zuwendung, nach Heim und Familie, nach der Geborgenheit des Nestes. Weist man ein Krebs Kind zurück, so fängt es zum heulen an..und kommt nach einiger Zeit zurück, als wenn nichts gewesen wäre. Oft wird eine Erkenntnis unter den Tränen geboren, wie bei einer Muschel, welche die Fremdkörper mit Perlmutt umhüllt, die zwischen den Filterkämmen sich durchschlängelten und in das innere gelangten. Wasser ist reinigend, passt sich jeder Form an und kann uns als H2o ebenso als Dampf oder Eis vorkommen. Im Nest bekommt man mit der Zeit den Zug zur Individuation, wie flügge Vögel ihr Nest verlassen, eigenes Futter suchen und später ebenso Jungtiere großziehen. Da steht man nun ganz unten im kollektiven Raum, der ebenso für das Unbewusste steht zusammen mit dem dritten Haus, also die tiefste Stelle.

Tradition und Familien, Rasse und Herkunft, dies alles steckt in diesem kardinalen Wasserzeichen. Der Mond als Herrscher steht ebenso für das Traumhafte im Menschen, er ist auch mit einen silbernen Faden immer mit seiner Seele verbunden. Auch das Zeichen der Fische, in welchem der esoterische Herrscher Neptun regiert, zeigt in seinem Symbol die zwei Bande, welche Seele und Mensch unzertrennlich miteinander verbinden. Der tiefste Raum steht somit dem höchsten Raum im Horoskop gegenüber, dem Steinbock. Hier hat in diesen Höhen die Sonne täglich ihren Zenit erreicht, man schaut sozusagen runter auf die kollektive Welt. Doch die Luft im Gebirge wird mit zunehmender Höhe immer dünner, es braucht Erfahrung um dort bestehen zu können. Beharrung, Disziplin und Erfahrung ist notwendig, alles Beigaben des Herrschers Saturn, welcher auch noch esoterisch und exoterisch das sagen hat. Bei den Römern galt Saturn als der Januskopf, der Zweikopf, welcher mit einer Seite die irdische Realität erblickt, mit der anderen Seite der Transzendenz zugewandt ist. Daher kommt auch der Name Hüter der Schwelle. Saturn ist nicht streng, er ist nur eine Lupe, sucht immer unsere schwächste Stelle auf, damit diese lernt sich in Stärke umzuwandeln. Hat man seine Hausaufgaben gemacht, indem man sich freiwillig seine Grenzen gesetzt hat, so öffnet Saturn diese Grenzen, gibt das Geheimnis um Raum und Zeit preis, indem sich der Vorhang zu entsprechenden Erkenntnissen öffnet.

Ein Steinbock trägt dieses Wissen um Saturn irgendwie intus in sich. Daher ist er meist sehr beharrlich, verlässlich, pflichtbewusst, will seinen Beitrag am großen Ganzen zusteuern. Oft ist er Wortkarg, manchmal zu erdgebunden und realistisch. Daher muss sich der Steinbock ebenso auf den Krebs besinnen, seine Gefühle neu entdecken, diese ebenso zum Zuge kommen lassen. Ansonsten besteht die Gefahr der Versteinerung und Verkrustung, da die Liebe es ist, was letztlich allen Dingen das Leben einhaucht. Sonst wird er ein Sonderling, misstrauisch, was so weit gehen kann, dass man sich nicht helfen lässt. Alles möchte man alleine machen und wenn es dazu mehrere Anläufe braucht.

Ein reifer Steinbock hat die Anbindung zum Krebs und somit zum kollektiven Raum im vierten Haus. Er glänzt nicht selten mit sozialer Verantwortung, ist für andere da sobald es gilt, die kleinen Kinder an der Hand zu nehmen und sie auf ihren Weg zum Gipfel zu begleiten.

Löwe Wassermann

Der Löwe ist fix feurig. Während der Widder das Feuer entfacht, hält der Löwe es fest, gibt ihm Nutzen und eine gleichmäßige Flamme. Der Widder steht gleich am Anfang am Ich-Punkt, der Löwe steht schon auf der Du Seite, braucht ein breites Publikum, damit seine Auftritte auch gelungen und entsprechend würdig sind. Wie wir wissen hat jedes Zeichen seine Entwicklungsstufen. So kann ein Löwe von der Eitelkeit sich zum großmütigen und herzlichen Menschen entwickeln, schließlich herrscht das Herz auch in diesem Zeichen. So ist ein Löwe von Natur aus warmherzig, die Sonne wird hier esoterisch und exoterisch beherrscht. Die Symbole der Planeten und Zeichen sind so alt wie die Menschheit, man findet sie in allen Kulturen vor. Es sind deren fünf, also das Kreuz, der Kreis, der Punkt, die Sichel und die Linie/Pfeil. Das Sonnensymbol besteht aus einem Kreis und einen kleinen Punkt in der Mitte. Der Kreis steht für den Raum, für einen Inhalt, der Punkt für das Ich, seine Bestimmung und Konzentration. Der Mensch scheint hier wie ein Abbild des großen Kreises, der Sonne zu sein. Ich bin das und das bin ich, so lautet der esoterische Saatgedanke des Löwen. Er ist ein König, aber jedes Zeichen hat seine Trinität und regieren kann ein sehr anstrengendes Geschäft sein.

Ein Löwe ist mutig, manchmal eitel. Er wirkt ebenso dramatisch und liebt das Pompöse, misst sich im Wettbewerb gerne mit den anderen. Dabei geht er spielerisch und leichtfüßig wie eine Katze vor. Je besser es ihm geht, umso großherziger wird er, lässt andere gerne an seinem Glanz teilhaben. Doch ein König weiß, dass man ein Volk am besten regiert, indem man es selbst regieren lässt und ebenso ist der König der erste Diener des Volkes. Daher steht er auch dem fixen- luftigen Zeichen Wassermann gegenüber, damit er soziale Gesinnung entwickelt, seine Kräfte den Mitmenschen zur Verfügung stellt. Er lernt hier, dass er nicht der Mittelpunkt ist, sondern auch nur ein Teil der Gesellschaft, des Ganzen. Ein Löwe strahlt sein Selbstverständnis aus sich selbst heraus, kein Wunder, hat er doch die feurige Energie der Sonne in seinem Zeichen. Der Löwe ist zwar ein fixes Zeichen, aber die darin herrschende Sonne wird der Psychosynthese nach als kardinales Prinzip verstanden. Ich Behauptung findet man immer in jedem Feuerzeichen, ebenso in der kardinalen Motivation.

Der Löwe gehört ins fünfte Haus, der Wassermann thront hoch oben im elften, beides ergibt die Beziehungsachse im Horoskop. Feuer und Luft liegen sich immer gegenüber, hier im fixen Prinzip. Ein Wassermann ist vom Denken, vom Verstand her geleitet, da dies ein Luftzeichen ist. Er besticht mit seiner Ausdrucksfähigkeit, sucht immer nach neuen Formen und Idealen, möchte diese am besten mit Gleichgesinnten teilen, entsprechend dem elften Haus, wo sich solche Menschen zusammentun. Man möchte diese Ideale umsetzen. Oft wird der Wassermann als unkonventionell bezeichnet, wegen seiner gedanklichen Sprunghaftigkeit. Wem interessiert das Gestern, wenn heute ganz andere Fakten auf den Tisch liegen. Revolutionäres liegt ihm, herrschen Saturn und Uranus doch zusammen über dieses Zeichen Tradition und Erneuerung.

Laufend möchte er verbessern, perfektionieren, da er immer wieder die Dinge im Gesamtzusammenhang zu kennen scheint. Dabei muss der Wassermann immer wieder auf das gegenüberliegende Zeichen des Löwen achten, damit das Gefühl nicht verloren geht. Man wäre sonst nur noch ein Intellekt, der Kälte und Unnahbarkeit ausstrahlt und somit zuletzt im elfenbeinernen Turm, alleine, von Freunden und Bekannten verlassen. Neben dem Verstand ist eben das Herz genau so wichtig, beide ergeben letztlich den gesunden Menschenverstand, durchdrungen von der Herzlichkeit des Löwen.

Der Wassermann denkt abstrakt, bringt Einzelheiten und Details wie Bausteine zu einem großen Verständnis, überfliegt förmlich die einzelnen gedanklichen Gebäude. Oft wird in den Luftzeichen geredet, gehandelt wird in den Feuerzeichen. Theorie und Praxis stehen sich auf dieser Achse gegenüber. Ein Wassermann ist ebenso zur Tat aufgefordert, zum ausprobieren. Ein Löwe sollte öfters nachdenken, sich aus dem Tal der Taten erheben zu den oben schwebenden Wolken der Gedanken. Man sieht immer wieder, ein Tierkreiszeichen ergibt mit dem gegenüberliegenden ein großes Ganzes. Es sind immer zwei Pole und in der Mitte davon findet sich die Erkenntnis und Wahrheit.

Der esoterische Herrscher vom Wassermann ist der Jupiter. Er will Wärme und Sinn in das Denken bringen, aber auch Glauben und Hoffnung, die Exzentrik von Uranus mildern, Bei den Ägyptern galt dieses Zeichen besonders als heilig! Schaute man vor Sonnenaufgang den Nil stromaufwärts, so stand das Sternbild Wassermann scheinbar über den Quellen des Nils, speiste ihn sozusagen, und der Nil war die Voraussetzung für die Kultur dieses Volkes. Wasser des Lebens bin ich, bereit mich auszugießen für die Dürstenden, so lautet der esoterische Saatgedanke dieses Zeichens, Man gibt seine Ideen und Energien zum Wohle seiner Mitmenschen weiter und kommt dadurch selbst an die Quelle. Die Natur macht es immer wieder vor, indem sie den Boden mit Wärme und Wasser versorgt. Dort kommt alles wie in der Individuumsachse von unten nach oben. Betrachten wir das Symbol von Uranus, so sehen wir einen senkrechten Pfeil, welcher auf einem Kreis steht. Der Mars steht mit seinem Symbol schräg, Uranus gerade. Der Kreis steht für Raum und Form, der senkrechte Pfeil für Richtung, Bewegung und Aktivität.

Jungfrau Fische

Die Jungfrau ist erdig veränderlich. Während die Zwillinge Wissen aneinanderreihen, sortiert und spezialisiert sich darauf die Jungfrau. Ordnung ist das halbe Leben, akribisch und genau geht dieses Zeichen vor. Fleiß und Perfektionismus sind ebenso Eigenschaften dieses von Merkur beherrschten Zeichens. Esoterisch herrscht der Mond. Den Zusammenhang findet man auch in der Darstellung der kirchlichen Jungfrau: Über ihren Kopf thronen 13 kleine Sterne, welche für die 13 Mondphasen des Jahres stehen. Der Fehler liegt gerne im Kleinkarierten, und daher kann sie zur Nörglerin werden. Dem Ordnungssinn der Jungfrau steht das Zeichen der Fische gegenüber, also Chaos und Ordnung! Das wässrig veränderliche Zeichen wird exoterisch von Jupiter und Neptun beherrscht, esoterisch von Pluto.

Die Fische sind selbstlos, tragen in sich immer Ende und den Keim vor dem Anfang in sich, stehen sozusagen mit einem Bein in der Transzendenz. Auflösung, Erlösung, nur sein, Wasser gibt Gefühl, Erde Notwendigkeit unter dem Kreuz der Materie. Das veränderliche Prinzip ist hinterfragend, verbindend, Sein und Schein stehen auf dieser Achse in Polarität. Das Chaos ist die Ordnung, dies ist ein kosmisches Gesetz, beide Teile müssen gelebt, integriert und in die innere Mitte gebracht werden. Die Jungfrau muss lernen dieses Chaos der Fische zuzulassen, sich nicht zu sehr an Äußerlichkeiten festhalten, sondern Empathie und Gefühl entwickeln, gemäß des esoterischen Herrschers Mond. Dann kommen ihre Fähigkeiten des Heilens zum Tragen. Merkur, der geflügelte Götterbote wurde in der Mythologie ebenso mit einem Heilstab dargestellt. Mit diesem Heilstab konnte er auch Heilstaub über alles verteilen. Die Jungfrau gilt auch als die Mutter des Korns, welches Voraussetzung für unsere Zivilisation war. Ein dienendes Zeichen, welches mit Gefühl Mond und Verstand Merkur zur Blüte gebracht wird.

Die Fische müssen sich immer wieder einbringen, sich den Schalen ihres Symbols erinnern, welches die Gabe in sich trägt, die zwei Ebenen zu verbinden, also Transzendenz in die Welt der Erscheinungen Erde. Druck kann er nur schlecht aushalten, er braucht Liebe und Gefühl als Motivation, sonst erweist er sich für die anderen als unzuverlässig, ungreifbar, zieht sich zurück. Demnach haben die Fische von der Jungfrau Systematik zu lernen, Ordnung ins Leben zu bringen. Ein Fisch ist fähig, seine Visionen und Eingebungen in den Alltag einfließen zu lassen. Sein esoterischer Saatgedanke lautet: Ich verlasse meines Vaters Haus, und indem ich erlöse, kehre ich zurück. Die Jungfrau sagt sich: Ich bin die Mutter und das Kind, ich bin Gott, ich bin Materie. Ich persönlich würde diesen esoterischen Gedanken etwas umschreiben, wie: Ich bin Teil von Gott, da es sicher leicht missverstanden werden kann, als Selbsterhöhung gesehen werden könnte



Hat man nun in seinem eigenen Tierkreiszeichen ein Problem, so sieht man sich zunächst das Thema der Polarität an. Meistens findet man hier nicht selten schon die Lösung oder Hinweise für die persönliche Entwicklung. Wird man nicht fündig, so schaut man als nächstes auf das jeweilig ganze Kreuz. Ein Widder kann seine Lösung ebenso im Steinbock oder im Krebs finden, eben weil sie dem gleichen Kreuz angehören! Das kardinale und das veränderliche Kreuz wirken somit immer ausgleichend, da sie senkrecht und waagrecht im Horoskop stehen. All diese Erkenntnisse behält das fixe Kreuz, festigt sie, setzt diese um, da man das sinnvolle und verwertbare hier ansiedelt.

In der Astrologie scheint sich sehr viel um die Zahlen drei und vier zu drehen, drei Kreuze, vier Zeichen, dreimal vier, was die zwölf ergibt. Der Tierkreis selbst ergibt ein großes Ganzes, einen Zyklus mit Gesetzmäßigkeiten, welcher sich über Zeit und Raum zu erheben scheint.


viel Spaß beim Lesen und Lernen

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11. Mai 2011 um 19:36


hallo widdi,
aller anfang ist schwer
deine *meckerei* macht mir nichts aus weil ich als jff die fischige seite voll in mich intergreirt habe, vor allem wenn man noch den ASZ in fische hat
es war ein langer prozeß nicht in eine oder die andere extreme abzudriften
man erfindet das rad auch nicht jeden tag aufs neue, von daher wird es immer wieder die gleiche beschreibungen geben. die menschen mögen es eben kompliziert wei lsie denken, je komplizierter dessto wahrheitsgemäß getreuer. für mich ist die wahrheit immer simpel, einfach anwendbar und lebbar.

nein, die astrologie ist an sich keine mathematik die man lernt wie einmaleins
astrologie lernst du nur wenn man sich intensiv mit menschen beschäftigt und beobachtet.

so hier füge ich noch etwas dazu :
Kardinal:

Damit ist besonders der Wille, die Durchsetzungskraft, Energie und Impuls angezeigt. Der kardinale Typ hat nicht selten Führerqualitäten, wie zum Beispiel im Beruf usw. Er schreitet schnell zur Tat, liebt die Aktion und ist meist dort anzutreffen, wo etwas los ist. Mit Entschlossenheit geht er seine Ziele an, kraftvoll und auch intuitiv. Der kardinale Typ kann sehr viel bewegen, aber es geht nicht immer, sondern dieses Prinzip erfordert ebenso immer wieder Regeneration, wie bei einer Feder, welche ihre Zugkraft wieder zurückgewinnt, sobald sie ruht. Das Stichwort für den kardinalen Typ ist Wille und Macht. Letzteres Wort kommt von machen, also dem Tun an sich. Entsprechend der astrologischen Psychosynthese lernt der kardinale Typ durch sein Waterloo, durch seine persönliche Zurückweisung und Niederlage. Dadurch wird er letztlich geläutert und setzt seine Energien im humanitären Sinne ebenso zum Wohl seiner Mitmenschen ein.

Fix:

Das Stichwort für den fixen Typ ist Sicherheit. Bewahrung und Pflege, Beständigkeit, Dinge am besten in einer gewohnten Umgebung erledigend. Der fixe Typ hält und schafft Strukturen, an welchen er sich immer wieder orientieren kann. Solche Menschen sind meistens sehr zuverlässig und sie zeichnen sich auch durch eine gewisse Ordnung aus, gehen damit ökonomisch und sorgfältig, sowie nutz -denkend vor. Man findet immer Systeme, welche logisch aufgebaut sind und ebenso von Nutzen sein können. Verluste von Besitz und gewohnten Verhältnissen zeichnen die Wandlung des fixen Typs aus. Bei Verlust stößt er allmählich auf die wahren Werte des Lebens und muss die Vergänglichkeit aller Dinge als echte Beständigkeit anerkennen. So wird er sich allmählich dem Fluss bewusst, der uns immer wieder Gewinn und Verlust beschert. Manches muss man loslassen, um es wirklich zu bekommen.

Veränderlich:

Liebe und Freiheit, sowie Kontakt ist die Motivation des veränderlichen Typs. Dieses Prinzip möchte sich austauschen, sich bewegen und uneingeschränkt wie ein Schmetterling durch die Welt ziehen. Es ist auch das verbindende Prinzip zwischen dem kardinalen und dem fixen Kreuz! Information und Austausch, eine gewisse Neugier ist diesem Prinzip eigen. Natürlich hat das veränderliche Prinzip zunächst Angst vor Zurückweisung, vor dem Verlust von Liebe und Freiheit. Aber letztlich findet diese Motivation ihre Freiheit, sobald man anfängt sich seine Grenzen freiwillig zu setzen.

Man findet die Abfolge der ersten drei Motivationen, also im Widder, Stier und Zwillinge besonders intensiv vertreten. Sie tragen die drei klassischen Motivationen, also kardinal, fix und veränderlich.

Aber, es gibt vier kardinale Motivationen im Tierkreis, den Widder, den Krebs, die Waage und den Steinbock. Schaut man nun auf die Qualität der Temperamente ( Zeichen ), bilden sich rasch sehr stimmige Analogien. Der Widder entspricht dem kardinalen Zeichen besonders, da Feuer auch der Intuition, der Spontaneität entspricht. Feuer ist plasmatisch, cholerisch , fordernd, impulsiv und mitreissend. Auch gehört das Feuer wie die Luft den aktiven Zeichen an.

Ein Krebs ist wässrig-passiv, aber ebenso wird seine Motivation durch das kardinale Prinzip zum Ausdruck gebracht. Er kommt eben auf der Gefühlsschiene daher, handelt nach dem, was er fühlt, ganz gemäß des sich reflektierenden Mondes als Herrscher dieses Zeichens. Dieses Prinzip kommt auch wie der Widder zu seinen Zielen, aber eben auf ganz andere Art und Weise.

Beachten wir die Horoskopräume, so steht der Widder auf der Ich-Seite und der Krebs fühlt sich mehr in der Gemeinschaft des Kollektivs wohl, hat dort sein Handlungsfeld. Die kardinale Waage dagegen ist mehr Du-bezogen, luftig, bringt sich durch persönlichen Austausch und Kontakte weiter. Luft bestimmt das Denken, daher kann die Waage sehr diplomatisch sein und trotzdem ihre Ziele im Auge behalten.

Der kardinale Steinbock ist passiv-erdig und introvertiert. Aber er richtet sich nach einer sozialen Schiene, agiert aus den realen Möglichkeiten Erde ist phlegmatisch, also empfindsam und so entsteht das für den Steinbock typische soziale Streben. Alle vier Typen tragen jedoch in sich die Motivation der Persönlichkeitsbestätigung stark in sich. Auf einer geläuterten Entwicklungsstufe stellt so ein kardinaler Typ seinen Willen unter einem ihn innewohnenden höheren Willen. So kann jede Motivation im Sinne der Evolution einen schöpferischen Beitrag im Leben abgeben.

Das fixe Kreuz hat natürlich immer mit Besitz und Abhängigkeiten zu tun! Mein und Dein, lach, da fällt mir immer wieder die Louise Huber ein, wie sie einen Steinzeitmenschen nachmacht, der SEINEN Knochen verteidigt und damit den anderen den Schädel zertrümmert. Aber in der heutigen Zeit ist es für die Menschen doch ein wenig besser geworden. Der fixe Stier steht für den Besitz, die Kasse per se. Man braucht nur das Symbol dieses Zeichens zu beachten, welches aus einer aufgesetzten Mondschale und einem Kreis besteht. Wie eine Kuh, lach, der Stier ist ja eine, nimmt man die Dinge selektiv auf, verdaut und verwertet sie, behält all dies, was nutzvoll erscheint, trennt die Spreu vom Weizen.

Der Wandel in diesem fixen Kreuz geschieht immer durch Verlust von Besitztum, so dass man ebenso eines Tages die wirklichen Werte des Daseins zu suchen beginnt. Natürlich gibt es auch den persönlichen Selbstwert. Ein Stier steht dem Zeichen Skorpion gegenüber, und so wie der Skorpion erkennt, dass es immer wieder einen Frühling gibt, eine Zeit der Freude und Blüte, so muss sich auch der Stier dieser Erkenntnis annähern. Alles kommt und geht, ist ständig im Fluss, aber in diesem Kreuz finden wir auch die ältesten Archetypen und die Planeten Venus und Mars vor - vom Überlebensinstinkt und der Fortpflanzung bis hin zu den glanzvollen Pyramiden der Pharaonen ( Stierzeitalter ).


Was bedeuten die drei Kreuze eigentlich, was sollen sie uns sagen? Mit ihnen beginnen wir das Horoskop einzuteilen, um daraus die vier Lebensbereiche: bewußt, unbewußt, ich-bezogen und du-gerichtet bildhaft zu sehen. Ein Kreuz zeigt uns die 4 Himmelsrichtungen und macht uns bewußt, daß wir an unsere materielle Endlichkeit gebunden sind. Im mittleren, freigelassenen Kreis treffen sich alle drei Kreuze, was sagen soll, daß jeder aus seiner Mitte frei entscheiden kann, wie seine Antwort aussieht!


- das 1. Kreuz horizontal das Ich dem Du gegenüber, wie ebenso vertikal den unteren unbewußten Raum dem Bewußtsein. Den Namen KARDINALES KREUZ muß ich als eine erste, ursprüngliche, spannungsgebende Bewegung verstehen.

- Das 2. Kreuz bleibt aus dieser Bewegung in sich stehen, ein FIXES KREUZ. Das soll ausdrücken, welche Form ich in mir finde, was aus der Dynamik für mich selbst entsteht.

- Das 3. Kreuz sucht nach der bewußten Erkenntnis oder will ganz einfach wissen, was Spannung und Ruhe geistig bedeuten. Als VERÄNDERLICHES KREUZ macht es uns darauf aufmerksam, daß keine Erkenntnis fertig ist!

Alle drei Kreuze schließen die vier Elemente in sich, so daß die jeweilige Antwort dem darin stehenden Temperament entspricht. Wir können dem kardinalen Kreuz die roten, auffordernden Spannungsaspekte zuordnen. Das fixe Kreuz entspricht den blauen, ruhenden Begabungsaspekten. Das veränderliche Kreuz schließlich läßt sich mit den grünen, fragenden Erkenntnisaspekten vergleichen.

Das 1. Kreuz ist der Anfang, die Urbewegung, der Urschrei, kurzum gilt dafür der Satz: Am Anfang bewegten sich Himmel und Erde. Mars in Widder ist jener Anfang = die Ichbewegung, die in Venus Waage zum du-bezogenen Drang wird. Mit dem Mond in Krebs erfahren wir innerlich unsere seelische Tiefenbewegung und müssen diese in der Vertikalen, in Steinbock Saturn, als unsere beruflich-bewußte Dynamik verwenden. AC (Widder), DC (Waage) entsprechen der Frühlings- und Herbst-Tag- und Nachtgleiche; IC (Krebs) und MC (Steinbock) dem längsten und kürzesten Tag. Um sich jenen dauernden Fluß, jenes panta rhei bildhaft vorzustellen, möchte ich daran erinnern, daß alle Kulturen an großen Flüssen entstanden sind. Ob es der Euphrat, der Tigris, der Indus, der Jangtsekiang oder der Nil war, unablässig fließt das Wasser und mit ihm auch die Erde hinein in das Meer. Dies Fließen ist die in unserem Horoskop abrollende Zeit, ist die sich ständig um die Sonne drehende Erde. Die Sonne wiederum dreht sich in 25 900 Jahren um das Galaktische Zentrum, und damit gehört sie genauso in jene von Anfang an daseiende Dynamik. Wir wissen längst, daß es keine Fixsterne gibt, denn auch diese gehören hinein in den unendlichen Kreislauf.

Das bedeutet praktisch, daß ich zuallererst selbst etwas tun muß, etwas in Bewegung setzen soll, bevor etwas auf mich zukommt! Bleibe ich in einer Dauerbewegung, dann falle ich dieser zum Opfer und habe keine Zeit mehr für meine eigene Form! So entspricht die Kontaktachse (1-7) mit Mars-Venus der eigenen Initiative, aus der ich zum Du hingehen soll. Die Wachstumsachse 4 Mond - 10 Saturn ist das ganz bewußte Wissen um den eigenen Lebensbaum, das mir allein mein Unbewußtes erklärt. Rote Aspekte als Aufforderung werden dann schmerzlich empfunden, wenn ich innerlich untätig geblieben bin.

Das 2. Kreuz ist die Mitte, welche zur eigenen Ruhe, zur persönlichen Form werden soll. Eine Fixierung entsteht immer dann, wenn ich gleichsam in meiner selbstgebauten Burg drinbleibe. Das Kreuz beginnt in Stier mit Venus, mit der Freude an der Form; demgegenüber bedeutet Skorpion Mars eine sich innerlich wandelnde Form, das ursprüngliche Opfer. Die Eigenoder Selbstformung sehen wir in dem Sonnenzeichen Löwe, dem die uns zunächst überraschende Form der Intuition entgegensteht. Bildlich kann ich das 2. Kreuz auf die aus den Flüssen kommende angeschwemmte, fruchtbare Erde beziehen. Ackerbau, wie das Entstehen von Häusern, Kirchen und Städten läßt den Menschen seßhaft werden, ist die ewig bleibende Kultur, ein Wort, das von colere, von den Boden Umgraben herkommt. Das 2. Kreuz kann ich ebenso das Magische Kreuz nennen: das Opferritual, die Krönung des Königs oder die Totenfeier gehören genauso dazu wie der nur magisch zu verstehende Bann. Es ist interessant, daß die Talpunkte im 2. Kreuz immer einen neuen dynamischen Quadranten einleiten! So geht beispielsweise im 5. Zeichen Löwe der kollektiv-archetypische Raum von innen in den Du-raum hinein, oder der Du-raum verwandelt sich im 8. Haus Skorpion in meinen eigenen Individualraum. Damit wird eine, dem Talpunkt entsprechende, persönliche Änderung angesprochen, die, da introvertiert, keiner von außen sieht. Die Besitzachse 2-8 mit Venus und Mars und die Beziehungsachse 5-11 mit Sonne und Saturn sollen behalten und hergeben, sie sollen selbstsicher machen und wissend empfangen.

Praktisch gesehen darf ich im 2. Kreuz nicht drinbleiben in einer Form, die ich dann als meine eigene Form bezeichne, - das wäre Fixierung! Vielmehr muß ich diese Form von innen stets wandeln, stets anders betrachten, denn aus dieser Ruhe heraus, diesem Tun im Nichtstun, kommen mir neue, aktive Kräfte zu. Ein Haus kann beispielsweise in der Form stimmen, wir fühlen uns da zuhause; es kann aber auch, was leider vielfach vorkommt, so formverschoben sein, daß mir eben dort keine neuen Kräfte zustoßen werden. Blaue Aspekte verlangen, daß ich die mit ihnen gegebene Begabung richtig verwende.

Das 3. Kreuz wird mit veränderlich oder labil bezeichnet, und das wohl deswegen, da es sich von der Materie loslöst und sich auf das Hin und Her des Denkens und Glaubens bezieht. Im Gegensatz zu den vorigen Kreuzen wird es durch die Planeten Merkur (Zwillinge und Jungfrau) und Jupiter (Schütze und Fische) bestimmt, von Kontaktplaneten also! In Zwillinge finden wir den Wissensaustausch, man denke an das 3. Haus, das vom Alterspunkt der Schulzeit zwischen 12 und 18 Jahren entspricht. Der gegenüberstehende Schütze vergrößert den Raum, die geistigen und religiösen Ideale gehören hierhin. Jungfrau verlangt die dienende, sich einordnende Arbeit, während Fische in Opposition dazu aus der Fremdeinfühlung helfen kann. Ich sehe das 3. Kreuz als Brücke zwischen dem dynamischen und statischen Kreuz, von woher eine Antwort auf die ständig auftretenden Warum-Fragen gesucht wird. In den roten Aspekten (1. Kreuz) will ich die Ursache meiner Mißgeschicke ergründen, und aus den blauen Verbindungen (2. Kreuz) möchte ich wissen, wie ich meine Begabungen am besten einsetzen soll. In beiden Fällen muß ich darüber nachdenken, muß sprechen oder schreiben, oder werde mich mit religiösen Problemen auseinandersetzen. Das labile Kreuz soll mir meinen eigenen Lebenssinn bewußt machen, oder sollte zumindest diesen Fragen gegenüber offen sein! Da ich allein mir nur eine halbe Antwort geben kann, brauche ich den geistigen Kontakt mit anderen Menschen, damit ist immer eine Kommunikation vonnöten. Deshalb bezieht sich das 3. Kreuz auf die grünen Aspekte, auf den großen und kleinen Denkschritt, der weiter gesehen zur Erkenntnis führen soll. Jede Erkenntnis, die über die begrenzte Materie hinausgeht, kann nur esoterisch verstanden werden. Ebenso versuche ich über das 3. Kreuz den übersinnlichen Bezug zu meinem Gott wiederzufinden! So macht mir die Denkachse (3-9) meine unbewußten, eben tiefen Gedanken bewußt, um an das glauben zu können, was ich sage. Ebenso muß ich mich im Kontakt, und das ist die Existenzachse (6-12), arbeitsmäßig einordnen, um auf der Ich-Seite die Weisheit meditativ zu spüren.

Auch hier will ich praktisch darauf hinweisen, daß jede Übertreibung in eine Ausweglosigkeit hineinführt. Lese ich praktisch zu viel, nehme ich an allen mich interessierenden Kursen oder Vorlesungen teil, dann werde ich wißensmässig übersättigt. Ich vergesse dann das, was ich aus einem kosmischen Gesetz vergessen muß, damit mir noch etwas von meinem eigenen Raum bewußt bleibt! Die Zeit, sich selbst eine Antwort zu geben, der Raum zur Selbst- und Fremderkenntnis darf also nicht vom aufnehmenden Wissen zugeschüttet werden. Wir sehen also, daß alle 3 Kreuze aufeinander bezogen werden müssen, denn sie gehören zu einem Menschen und sollen ihm auf verschiedene Weise seine Mitte zeigen.


vieleicht hilft dir das ein wenig weiter auf deinem weg ?
auch dir einen lieben gruss

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12. Mai 2011 um 13:50

Hallo Widdi,
mit der fischige seite meinte ich mich weil meine polarität ist eben die fische zeichen. auch der asz fische macht mir es auch nicht leichter , sich auf diese achse zu bewegen= > erde -wasser- dann wieder erde dann wasser und so weiter und so fort ich empfand es sehr oft als wurde ich auf der schaukel sitzen für zwei und um ins gleichgewicht zu kommen und zu bleiben von einem extremen in der andere zu wandern. tja, irgendwann habe ich den dreh heraus gefunden udn somit ist meine schaukel eben ausgeglichen. ich für meinen teil kann ich sagen das ich mich im wasser so wie auf der erde in beiden teile gleich gut bewegen kann, sprich meine achse ist ausgeglichen.


so jetzt zur deine frage warum die sonne wandert
die sonne wandert ins haus nichts ins sternzeichen du sollst dir es so ungefähr vorstellen wie ein rad der in 12 teilen aufgeteilt ist. es kommt auf die größe des hauses , dort befindet sich deine sonne ca. 5-7 jahre und man durchlebt alle entwicklung/ en die eben für dieses haus charakteristisch ist. man fängt mit dem erstem haus , haus der aszendenten und geht uhrverkehrt herum. irgendwann im lauf von 72 lebensjahre hat man den ganzen rad hindurch durchgewandert und somit alle entwicklungsstufen erlebt.

meine sonne steht noch bis nächstes jahr in der waage , danach wanderts ins skorpion

wir alle müssen die skorpionhaus , das 8 haus durchwandern.
Iim alter von ca. 42 bis 48 lebensjahren läuft der mensch mit seinem alterspunkt durch das achte haus, welches dem Skorpion zugeordnet wird. zuletzt schuppt man sich in dieser lebensphase wie die schlange dreimal und bekommt eine ganz neue haut. man lässt solche dinge los, welche die eigene weiterentwicklung bisher behindert haben, was auch schmerzliche prozesse mit sich bringen kann.
das die sonne solange in einem haus wie bei deinem sohn ist oder bleibt ist für mich und meine deutung bei der astrologie nicht nachvollziehbar, aber ich werde mich ei nwenig schlau machen, vielleicht entdecke ich etwas was auch mein horizont erweitert.

nichts zu danken liebe widdi , astologie ist eine lebendige sache und lebt nur vom austausch

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12. Mai 2011 um 17:56

Das Buch
hab ich natürlich , als die Stütze bei meinen Recherchen

wenn du magst kannst natürlich per pn dein geb. datum zusenden, dann schaue ich nach was bei dir steht. zu den stier eigenswchaften gehört natürlich das essen und der genuß kenn ich von meinen manne, immerhin ist er schuld das ich zugenommen hab

ja , ja, schaukeln kann ganz schön sein

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13. Mai 2011 um 21:56

Nichts
zu danken Pantera.

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13. Mai 2011 um 22:06

Progressionen
werden bei der radix deutung hineinbezogen. so wie der wolmin schon geschrieben hat , ist es manchmal recht schwierig eine ganz präzise zukunfts deutung vorherzusagen. man hat schon alle anlagen in sich, nur unter bestimmten transiten oder anderen einflüssen, entfalten sich die anlagen und es kommt zur weiterentwicklung.

letztes jahr hat sich der saturn bei der jff als prüfer verabschiedet man bin ich froh somit habe ich die nächsten 26 jahre einfach mal ruhe von größeren umwälzungen in meinem leben die letzte jahre haben es gezeigt.

schönen start ins wochenende

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15. Mai 2011 um 15:04

Danke
für dein ausführlichen bericht pantera, ich denke es ist nicht immer einfach, sich überhaupt darüber gedanken zu machen, geschweige es in die worte zu fassen.

ja, saturn, der strenge vater er prüft und prüfte und prüft....

du fragst dich was er dir noch nehmen kann ? er nimmt dir nichts weg was einen wert hat. er zwingt einen tief darüber nachzudenken, was du im grunde möchtest, was du noch im leben als ziel hast. er stellt dich auf die probe und man muss alleine durch.

menschen wollen viel, wollen alles haben, ob sie es brauchen oder nicht. und genau dort setzt der saturn. nicht WOLLEN nichts wollen was einen krank macht, nichts wollen was uns zum boden zehrt und wie eine bleikugel am bein hängt.

genau genommen, wenn du geschafft hast diese eiserne bleikugel loszuwerden, wirst du frei sein...
es gibt immer etwas was wir noch wollen. ich will nichts mehr. wen nschon dann nur noch : möchte.

schönen sonntag noch

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