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Von den Lieblingsmännern der Krebs-Frau

6. Juni 2008 um 23:01

Gereifte Krebs-Frauen wissen es: Das einzig Dauerhafte unter diesem Zeichen ist der Mangel an Stabilität! Das geht bis zu den Männern. Sie kommen ihr sozusagen "abhanden", oder wenn sie da sind gehen sie wieder. Hat man welche, sind sie lästig, oder es sind die falschen!
Was eine richtige Krebs-Frau ist, sieht aus, als ob sie kein Wässerchen trüben könnte. Und doch ist ihre Seele zuweilen ein trüber Tümpel voll Sehnsüchte und halb erfüllter Wünsche, denn gerade die Wünsche wuchern in diesem Seelenbrei wie Bakterien, und selbst die erfüllten Wünsche entsprechen keinesfalls dem Erträumten. Dieser Abgrund zwischen Traum und Erfüllung macht aus der Seele einer Krebs-Frau Mürbeteig. In der ersten Lebenshälfte gleicht dieses Mädchen den Mondphasen. Bei Neumond ein Gemüt voll Quark, bei Vollmond himmelhoch jauchzend. Dann wieder prompt zu Tode betrübt. Man muss wissen, in welcher Seelenphase die Krebs-Frau gerade liegt. Sie kann kalt sein wie ein Frigidaire und verlangend wie eine Katze, die unterm Streicheln leise zu schnurren beginnt. In der zweiten Lebenshälfte schnurrt sie gerne am häuslichen Herd, denn die Fata Morgana der lockenden Ferne, der großen Ziele und verwegenen Abenteuer schrumpft dann meist zu einer behaglichen Dreizimmerwohnung. Es ist leider allzu wahr: Das Herz einer Krebs-Frau erleidet viele Frostaufbrüche, und selbst die Lieblingsmänner ackern noch darin herum! Solchermaßen umgepflügt, ist es kein Wunder, wenn sie von allem nur mehr die Hälfte glaubt.
Aber trotz aller Hereinfälle bleibt das Radargerät einer Krebs-Frau auf Gemüt gerichtet! Ein liebes Wort und ein herzlicher Ton machen sie weich. Aber wieviele Männer treiben mit Herztönen schräge Musik!! Nach der ersten Scheidung oder Trennung bekommt die Krebs-Frau freilich ein feines Ohr für falsche Töne, aber dann hat sie die Blütenblätter ihrer jungendlichen Margueriten verzupft und hält meist nur noch den leeren Stengel in der Hand. Dass sie ihn dennoch manchmal in eine Vase steckt, ist Symbol für ihre überdimensionale Seelenstärke!
Moderne Krebs-Mädchen kommen allerdings schon früh zu der Erkenntnis, dass man mit den schönsten Gefühlen kein Haus finanzieren kann. Eine Krebs-Frau mit vornehmem Innenleben muss, wenn sie nicht auf den Hund kommen will, irgendwann einmal heiraten. Denn eine aparte Wohnung, eine gepflegte Häuslichkeit und ein harmonisches Familienleben liegen so sehr in der Richtung ihrer Herzenswünsche, dass sie einen beständigen Kampf mit Zimmervermieterinnen, einem stets schwankenden Barometer in Liebe und Erotik und einer Art von beruflichem Toboggan (einen Fuß vor, den anderen wieder zurück) zu erleben haben. Die hartgesottenen, selbstgenügsamen und selbstbezogenen Männer taugen nicht für die Krebsfrau, denn sie will leben und blühen. Die Autoritären, Stimmgewaltigen und Willensriesen taugen erst recht nicht, denn die KrebsFrau will verhätschelt sein. Die Intellektuellen, Schnoddrigen und Herumvagabundierenden taugen wieder nichts, denn die Krebs-Frau will dauernd geliebt sein. Bleiben nur noch die Gemütvollen, Besinnlichen, Verlässigen! Aber die sind rar, denn es gibt noch elf andere weibliche Sterne, die auf diese seltenen Exemplare lauern wie die Spinnen hinterm Netz!
Bleibt nur der gute Rat: Wenn unter diesen Wenigen ein tüchtiger Skorpion-Mann, ein liebevoller Fische-Mann oder ein verlässlicher Jungfrau-Mann auftaucht, dann nehmen Sie ihn aber sofort! Es könnte auch noch ein Stier-Mann sein. Sie alle gehören zu den Lieblingsmännen der Krebs-Frau, zumindest aber zu den langjährigen Hausfreunden.
Jede Frau weiß, wohin man heute mit allzuviel Gefühlen kommt. Die Krebs-Frau aber gehört zu den wenigen, die sich diesen kostspieligen Luxusartikel noch leistet! Zwar werden reifere Besitzerinnen dieses seelischen Vermögens ihres eigenen Gemütssalates manchmal überdrüssig und gehen dann in die innere Emigration. Andere wieder leben so am Rand dahin, die Dinge nehmend, wie sie eben kommen. Bis Ende der zwanziger Lebensjahre ist so eine Distanz zum Leben nur schwer möglich, denn gerade in der Jugend ist die Krebsfrau jederzeit bereit, aus ihrem Herzen eine Mördergrube zu machen. Es hat sich erwiesen, dass sie in der Sturm- und Drangperiode mehrmals ihre eigenen Gefühle meuchelt übrigens ein heroisches Unternehmen! Wenn ihr dann für die zweite Lebenshälfte oder gar das letzte Drittel noch etwas Vorrat übrig bleibt, so kann man ermessen, wie stark ihr Betriebskapital an Gefühlen ist!
Schöne Seelen werden heute von Männern schwer entdeckt, und Sexbomben sind unterm Krebs nicht zu finden, denn dieses liebe und zarte Mädchen wünscht keinesfalls, zur Schau gestellt zu werden. Wenn auch Krebs-Frauen heute nicht mehr im Verborgenen blühen (wer kann sich dies bei der heutigen Konkurrenz noch leisten!), so ist sie doch jederzeit bereit, die Fühler wieder einzuziehen, und beleidigt, verletzt oder enttäuscht in die Schmollwinkel der inneren Reservate zu flüchten.
Liebend gern möchte die Krebs-Frau den Frieden. Aber wie bei allen pazifistischen Bemühungen steckt man eben etwas ein. So wechseln hier Perioden der Beschwingtheit, der Freude und des plötzlichen Auftriebs mit solchen der Apathie, Lustlosigkeit und der träumenden Sehnsüchte. Gegen diese seelische Empfindlichkeit gibt es nun im Herzensboudoir der Krebs-Frau leider keine abwaschbaren Tapeten.
In der Liebe tut sie also in der Jugend viel dazu, um die Dreißig viel dagegen und nahe den Vierzigern weder etwas dazu noch dagegen. Im Zustand dieser Reife kennt sie die Brüder, die ihr zeitlebens viel versprachen und wenig hielten. Manchmal findet man sie dann in der Sehnsuchtsspalte einer Zeitung: "Des Alleinseins müde geworden .... " Gebe Gott, dass sie dann nicht einen anderen Müden findet!


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7. Juni 2008 um 0:00

Na einpennen kann ich auch
alleine ... *g*

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Von: flor_12837161
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6. Juni 2008 um 21:41
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