Home / Forum / Astrologie & Esoterik / Wie kommt es das Waagen untreu werden??

Wie kommt es das Waagen untreu werden??

24. September 2007 um 21:38

Habe als Löwin eine Affaire mit einem verheirateten Waagemann angefangen..hat als Sex begonnen und ist dann mehr geworden. Wir haben beide die Konsequenzen nicht gesehen. Ich leide wie ein Tier, bin unkonzentriert, kriege nichts mehr auf die Reihe. Manches Mal könnte ich ausflippen. Verstehe ihn auch, so eine Entscheidung ist nicht leicht, weiß aber auch wie ich entscheide- entweder dafür oder dagegen. So ein Zwischendrin kann ich nicht ertragen. Ich bin nur seine Geliebte, aber könnte ihm nicht mal fremdgehen! Ich frage mich vielleicht zu Recht was ich da falsch gemacht habe, aber kann man über Liebe entscheiden? Ist sie nicht einfach da bzw. ist das nicht irgendwie auch Schicksal? Er hat gesagt er hat guten Sex, und eigentlich eine gute Ehe. Aber seit einem halben Jahr ist er nur noch ein Kumpel zu Hause. Ist das ein Abnabelungsprozeß? Mit mir hat er den besten Sex den er jemals gehabt hat und ich glaube ihm das auch, schließlich ist er nicht der erste, der mir das sagt. Ich bin eine gute Liebhaberin. Aber ich bin noch mehr. Und ich möchte nicht nur so halb und immer wenn er seiner Frau glaubhaft irgendwelche Lügen erzählen kann, seine Nr. Eins sein.
Ich will nicht versteckt werden. Ich will nicht lügen müssen um ihn und seine kleine Welt zu beschützen. Ich will zeigen, welchen schönen Mann ich mir ausgesucht habe. Ich will ihm mehr geben können.
Wieso ich überhaupt in eine Affaire geraten bin?? Gute Frage, da ich selber schon betrogen worden bin und weiß wie sehr es schmerzt. Aber ich glaube, ich bin irgendwann an einen Punkt gelangt, an dem ich gedacht habe, das eh alle Männer irgendwann fremdgehen und man nur seine eigene Liebe erweitern muss. Weil sich die ganze Welt eigentlich um die Liebe dreht. Aber genau dieser Waagemann in seiner Verzweiflung, daß er überhaupt fremdgeht hat mir gesagt und irgendwie den Glauben wiedergegeben, daß nicht alle Männer fremdgehen. Das es doch diese eine Liebe gibt, die sich immer wieder erneuert. Weil man selber etwas dafür tun kann.
Ich möchte nichts lieber, als daß er glücklich ist. Aber ich denke auch, wenn er seine Frau betrügt, daß irgendwo ein Defizit in der Beziehung ist. Was zB die Wahrheit angeht. Zu mir ist er ehrlich, sehr ehrlich, das weiß ich. Aber warum kann er es nicht zu seiner Frau sein? Klar, jetzt erst Recht nicht mehr, aber hat die Beziehung dann überhaupt noch einen Sinn? Ich habe ihm gesagt, daß es seine Entscheidung ist, denn ich habe mich ja schon für ihn entschieden, sogar gewiß der Tatsache daß ich täglich darunter leide. Für mich ist es eine Geduldsaufgabe und eine Frage der Stärke, irgendwie. Für mich ist es auch schwer jemandem den ich liebe zu sagen, ich will dich nicht mehr.
Ich habe mal zu einem Ex-Freund gesagt, daß ich vielleicht sogar Betrug irgendwann verzeihen kann. Er hat mich für bekloppt erklärt. Aber ich sehe das auch so, jeder geht seinen Weg. Und jeder sucht irgendwie nach sich selber. Der Partner ist immer ein Spiegel. Was, wenn er das nicht mehr ist?
Ist es sinnvoll ihn bei der Entscheidung zu beraten? Oder leider mehr nur subjektiv und deswegen ungünstig? Ich würde ihm ganz ehrlich zu seiner Frau raten, aber ich würde ihm im gleichen Atemzug raten, sich zu überlegen, wie er die Beziehung so gestalten könnte, das ihm das nicht nochmal passiert, fremdzugehen. Es liegt ihm viel daran eine monogame Beziehung zu führen. Er würde ausflippen, wenn seine Frau ihn betrügen würde.
Was haltet ihr von der ganzen Sache? Könnt ihr mir Tipps geben, Ratschläge? Moralische Unterweisungen? Ich habe das Gefühl, ich habe mich festgetreten und er kann sich nicht entscheiden. Typisch Waage oder??

Mehr lesen

25. September 2007 um 10:42

Vorsicht...geht ans Herz
als ich mich in einer ähnlichen verzweifelten Lage befunden habe, hat mir jemand hier im Forum dieses Posting zugespielt.....
Ich wünsche Dir alles Liebe, drück dich ganz fest....ich weiß was du durchmachst!
glg
Probyn



Zur Erklärung vorab: die Frage war: macht es Sinn ein Zeitlimit zu setzten. Paul beschrieb dann seine Situation: er hat (für seine 2.Geige) zu spät begriffen, dass er sich für sie von seiner Erstfrau trennen will. Die Geige war da bereits weg. Hier nun die Antwort eines Geigers .... nein Exgeigers, der sich für seine 2.Geige entschieden hat:


Auf Deine Frage möchte auch ich antworten. Ich habe ähnliches hinter mir, was Du offenbar durchmachst....

Niemals kann man zwei Menschen gleichzeitig und gleich stark lieben. Es gibt immer verschiedene Lieben. Wenn man seine Frau ehrlich und tief liebt, würde man ihr NIEMALS antun, sich eine Geliebte zu halten, denn das ist das schlimmste an Vertrauensbruch, was man einem Menschen antun kann. Wenn man es dennoch tut, so hat es einen Grund. Nämlich, dass doch diese vermeintliche Liebe zur Ehefrau sich umgewandelt hat in Routine, Pflichtgefühl und Verantwortungsbewusstsein und sie einfach eine liebgewordene Gewohnheit geworden ist. Das hat mit Liebe aber nicht mehr viel zu tun, obwohl es auch eine Art von Liebe ist, aber nicht mehr "DIE" Liebe.

Wo sind denn die Schmetterlinge im Bauch wie zu Anfang, wo ist das "nicht abwarten können", mit dem anderen zusammen zu sein, die Sehnsucht und das Begehren nach dem anderen ? Das kann auch in einer langen Ehe noch vorhanden sein, wenn man es pflegt.....
Doch oft geht das eben verloren im Gleichmass des jahrelangen täglichen Tagesablaufs, weil man meint, für dies alles Garantien zu haben auf ewig, aber Gefühle verändern sich nun mal ständig.....

Und plötzlich verliebt man sich wieder neu, und all die verloren geglaubten Gefühle von früher sind wieder da. Vielleicht ist es ja sogar die grosse Liebe, wie bei Paul...und man merkt erst mal, dass es etwas noch grösseres und schöneres gibt, als man glaubte, schon zu besitzen. Und jetzt fühlt man sich hin und her gerissen zwischen der grossen Liebe, schlechtem Gewissen, der Verantwortung gegenüber seiner bisherigen Partnerin und vielleicht auch vorhandenen Kindern. Irgendwo liebt man ja auch noch die Partnerin, wenn auch anders, die Kinder, aber liebt man hierbei nicht nur das, das man gewöhnt ist und einem daher lieb geworden ist???? Dazu kommt, dass man sich in den Ehejahren gemeinsam etwas aufgebaut hat, da hängen auch finanzielle Dinge dran, und das soll man plötzlich aufgeben? Nochmal alles im Leben verändern? Diese Angst vor Veränderung lässt uns doch alle zögern und dazu kommt noch die menschliche Bequemlichkeit, und die Angst davor, dem anderen weh zu tun, der das ja eigentlich nicht verdient hat. Und jetzt steht man plötzlich vor der Frage, soll man all diese Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen für die "neue" Liebe, unangenehme Aussprachen, Tränen, vielleicht finanzielle Verluste, berufliche Veränderungen....?

Ich denke, wenn Du Deine Geliebte liebst, so sehr, dass Du auf sie nicht mehr verzichten möchtest, wenn sie Dir alles bedeutet, dann solltest Du den Mut haben, Dein Leben neu zu ordnen, denn jedes Ende kann auch ein wunderschöner neuer Anfang sein. Und man bekommt im Leben diese Chancen nie umsonst, da steckt immer ein Sinn dahinter. Ich spreche da aus Erfahrung und weiss, wovon ich rede....
Und wenn man die falsche Entscheidung trifft, verliert man plötzlich alles, wie bei Paul, und der Schmerz ist noch schlimmer, als man vorher geglaubt hatte, schon zu leiden.

Oft ist es sowieso der Fall, dass man erst merkt, was man verliert, wenn es zu spät ist, ich kann das Paul gut nachempfinden, und manchmal ist dann nichts mehr zu retten.
Die meisten "Geiger" machen doch hier den Fehler, zu glauben, sie können beides haben und irgendwie miteinander verbinden, das ist ja auch der bequemere Weg, daheim die liebende Ehefrau, die liebgewordene "Gewohnheit", der man nicht weh tun möchte und der man das irgendwo "schuldig" ist, zu ihr zu halten, und dort die Geliebte, die man so sehr liebt, und wo es den "Geiger" immer wieder hinzieht. Aber was ist das für ein Leben, das ja eigentlich ein Doppelleben ist und aus Lügen und Betrügen besteht und indem drei Menschen glücklich und unglücklich zugleich sind. Ich weiss nicht, wer schlimmer dran ist von den Dreien...

Die ahnungslose oder auch vielleicht nicht ahnungslose Ehefrau, die ständig hofft, dass ihr Mann die "Affaire" irgendwann "abhakt",
die Geliebte, die zwar im Moment die Ehe ihres Geigers akzeptiert, weil ihr nichts anderes übrigbleibt und sie ihn ja liebt,
die aber ständig hofft, dass sie einmal die erste Geige spielen wird (denn keine normale Frau, die liebt, toleriert, dass ihr "Geiger" daheim in Familie macht, mit seiner Frau schläft, während sie allein ist und darauf warten muss, dass er mal Zeit für sie hat), und der "Geiger", der betrügt im doppelten Sinne, denn er betrügt einmal seine Frau mit seiner Geliebten, und seine Geliebte betrügt er mit seiner Frau, und er betrügt sich noch selbst um das schönste im Leben, eine wirklich glückliche, erfüllte Liebe.

Und selbst, wenn der "Geiger" in den Schoss seiner Familie zurückkehrt, weil er zu feige ist, etwas zu verändern, seiner Geliebten den Abschied gibt, so sollte er wissen, dass er nie wieder so glücklich ist, wie er war, nie wieder wird seine Ehe sein, wie sie war, sein Vertrauensbruch wird ihn immer belasten und das Gefühl der grossen Liebe ist für ihn unwiederbringlich verloren.
Noch schlimmer ist es, denke ich, wenn die Entscheidung, bei seiner Familie zu bleiben, von seiner Frau gefordert wird. Denn es ist meistens so, dass sie auf Dauer damit dann doch nicht umgehen kann, ewiges Misstrauen die Ehe belastet und die Atmosphäre in der Ehe so vergiftet ist, dass ein Zusammenleben letztendlich doch nicht möglich ist, die Trennung dann doch vollzogen wird, weil der Vertrauensbruch zu gross war....
Wenn "Porzellan" zerschlagen ist, ist es oft ganz schwer wieder zu kitten, meistens fast unmöglich....

Und wenn Du, der Du an Paul die Frage gerichtet hast, das alles liest, dann überdenke Dein Leben, Deine Liebe vor allen Dingen und überlege gut, was möchtest Du, auf Deine grosse Liebe verzichten oder auf Deine liebgewordene Gewohnheit, sprich Familie...
Aus Deiner Frage an Paul entnehme ich jedoch, dass Du Deine Geliebte sehr liebst, aber nicht weisst, wie Du Deine Gefühle einordnen sollst und was Du machen sollst.

Du solltest, wenn Du Deine Geliebte so sehr liebst, eine Entscheidung treffen. Und Du liebst sie auf jeden Fall sehr, mehr als Deine Ehefrau, denn wenn es umgedreht wäre, hättest Du keine Geliebte, es wäre der Geliebten niemals möglich, in Deine Ehe einzudringen, niemals....Du hättest Dich erst gar nicht in sie verliebt...
Und in dem Fall wäre es fair, Deiner Ehefrau die Wahrheit zu sagen, ihr vielleicht auch die Chance zu geben, um ihren Mann zu kämpfen, die sie so ja nicht hat, solange sie nichts weiss und denkt, es ist alles in Ordnung. Aber es ist sehr unfair, sie zu belügen und damit nimmst Du ihr alles, ihren Mann, den sie ja nicht mehr richtig innerlich hat und auch die Chance für einen Neuanfang in ihrem Leben. Und damit triffst Du Entscheidungen für Deine Frau, die sie selbst treffen sollte. Aber entscheide Dich doch einfach mal für dich selbst, so wie Paul, und nicht für andere, denn Du bist auch nicht für das Leben Deiner Frau verantwortlich, das ist sie selbst. Und die Kinder? Ja, die bleiben doch ewig Deine Kinder, und bei einer vernünftigen Regelung muss das nicht Trennung von ihnen bedeuten, im Gegenteil. Und wie schnell sind sie erwachsen und gehen eigene Wege, aber die Bindung bleibt doch immer bestehen, davon würde ich mein Lebensglück nicht abhängig machen, so hart es klingt, auch nicht von finanziellen Dingen, denn alles materielle ist ersetzbar, aber niemals gestorbene Gefühle. Und da Paul zu lange gewartet hat, hat er bei seiner Geliebten alles kaputtgemacht, ihre Gefühle sind gestorben, sie hat sich anders orientiert, und das ist keiner Geliebten zu verdenken.

Und er ist in ein tiefes Loch gefallen, und das wird Dir auch passieren, so oder so, egal, wie Du Dich entscheidest, selbst wenn Du bei Deiner Familie bleiben solltest. Denn der Verlust Deiner Geliebten wird Dir auch unendlichen Schmerz bereiten und es wird lange dauern, bis er vergeht, wenn er überhaupt jemals vergeht.... Denn, wenn es wahre und grosse Liebe ist, wirst Du es ewig bereuen, Dein ganzes Leben lang.
Darum rate ich Dir, entscheide richtig.....!!!! Vielleicht kann Dir dieses Posting dabei helfen!
Viel Glück!

Ein unbekannter Geiger, der den Mut hatte, sich für seine Geliebte zu entscheiden und es nie bereut hat......

ein Unbekannter Schreiber

2 LikesGefällt mir 2 - Hiflreiche Antwort !

25. September 2007 um 17:07

Danke für eure Antworten
Ich fühle mich zwar immernoch festgefahren, aber ich denke ich weiß jetzt wenigstens in welche Richtung es gehen kann. Ich werde ihn also lieber nicht in irgendeiner Weise beraten, was auch intuitiv nicht wirklich in meiner Absicht lag, eben weil ich dachte, es wäre zu subjektiv. Das es einfach nur zuviel input ist, darauf wäre ich gar nicht mal gekommen. Also warten und lieben. Und lieben und warten.
Und nicht so viele Gedanken machen...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Du willst nichts mehr verpassen?
facebook

Das könnte dir auch gefallen