Home / Forum / Astrologie & Esoterik / Wieso stimmen Prognosen nicht?

Wieso stimmen Prognosen nicht?

29. Oktober 2007 um 18:30 Letzte Antwort: 13. November 2007 um 18:31

viele rennen von einem zum anderen Berater innerhalb von kurzer Zeit und denken sich so wirklich Sicherheit zu verschaffen,
und was verschaffen Sie sich damit?
das größte Wirrwarr aller Zeiten, weil Sie auf einmal 10.000 verschiedene Prognosen haben
und warum?
weil man das Kartenlegen nicht wie Fast Food konsumieren darf,
dh, sie lassen sich nicht übertrapazieren
und auf zu häufiges Legen kommen NUR Wünsche oder Ängste ins Kartenblatt
und NIX anderes.

also viel Spass beim "oft legen lassen"

bringt nämlich überhaupt gar nichts, ausser nen leeren Geldbeutel


Mehr lesen

29. Oktober 2007 um 18:37

Ach ja hier noch ein paar Facts.
Ich habe mir die Karten legen lassen. Ein Teil der Prognosen traf präzise ein, ein weiterer Teil überhaupt nicht. Wie kann das sein?
Die Zukunft ist nicht etwas Vorgefertigtes, das wir nur \"ableben\" müssen, sondern hängt wesentlich davon ab, wie wir sie gestalten. Insofern sind Ereignisprognosen immer spekulativ. Tarot, Astrologie und andere Orakel können sehr wohl Tendenzen zeigen und Verständnis für die jeweilige Situation und die Aussichten schaffen, die Vorhersage eines Ereignisses ist aber immer eine Überschreitung der Aussagegrenze, weil sie

1. eine symbolische und damit von Natur aus mehrdeutige Konstellation auf eine eindeutige Aussage reduziert (deshalb spekulativ) und
2. ausser acht lässt, wie der Mensch sich angesichts der Erfahrung verhalten wird.

Ein ganz banales Beispiel macht das deutlich. Wenn jemand fragt, ob er eine Prüfung bestehen wird, dann können seine Karten noch so gut sein. Wenn er nicht zur Prüfung geht, wird er sie nicht bestehen.


Über Jahre waren mir die Karten eine wichtige Hilfe und ein zuverlässiger Begleiter, der mir stets einen Weg gezeigt hat. Aber seit einiger Zeit verstehe ich die Antworten nicht mehr, sie ergeben einfach keinen Sinn. Wie ist das zu erklären, was mache ich falsch?
Ich kenne für dieses Phänomen zwei mögliche Gründe:

1. Es stellt sich ein, wenn man einfach zu oft die Karten legt.
2. Es kommt wie eine korrigierende Funktion, wenn man zuviel Verantwortung von sich auf die Karten abschiebt. Bedenken Sie stets den Grundsatz, dass Tarot zwar ein guter Diener aber ein schlechter Herr ist. Sich den Rat der Karten zu holen um ihn zu prüfen und eigentverantwortlich umzusetzen ist klug. Sich der Antwort der Karten zu unterwerfen und nur noch das zu tun, was Tarot \"erlaubt\" oder gar \"befiehlt\" ist ganz gewiss falsch.

Wie kommt es, dass die Karten manchmal meine Wünsche spiegeln und nicht die tatsächliche Entwicklung anzeigen?
Karten antworten so wie sie befragt werden. Nur auf eine offene Frage gibt es eine offene Antwort. Eine von Wünschen durchtränkte Frage kann deshalb zu einer Antwort führen, in der sich nur die Wünsche, nicht aber die zukünftige Entwicklung zeigt.


Wie zuverlässig ist das Kartenorakel?
Die Karten antworten so, wie sie gefragt werden. Auf eine ernste Frage gibt es eine ernste Antwort, auf eine ganz allgemeine Frage eine ganz allgemeine Antwort, auf eine dumme Frage eine dumme Antwort. Und war die Frage \"nur so\" gestellt, dann ist auch die Antwort \"nur so\"!

Bei einer ernst gestellten Frage wie der Ratschlag der Karten so zuverlässig wie der eines alten weisen Menschen. Deshalb sollte man die Aussage der Karten ernst nehmen und ihre Empfehlungen beherzigen. Da aber eine absolute Wahrheit in dieser Welt nicht zu finden ist, liegt sie natürlich auch nicht im Tarot.

Die Karten wie auch andere Orakel weisen auf Erfahrungen hin, die wir machen werden. In dieser Hinsicht ist ihre Aussage sehr verlässlich. Aber wie ein Mensch auf diese Erfahrungen reagiert, und welche Ereignisse sich für ihn daraus ergeben, lässt sich nicht mit Bestimmtheit vorhersagen. Das gilt insbesondere für Menschen, die sehr bewusst leben und bei schwierigen Herausforderungen nicht auf eine bequeme Scheinlösung ausweichen. Sie gestalten ihre menschliche Entfaltungsfreiheit in einem so großen Rahmen, dass bei ihnen die Trefferquote von Prognosen weit niedriger liegt, als bei einem Menschen, der weitgehend unbewusst lebt, sich seinem Schicksal überlässt, stets den Weg des geringsten Widerstands geht und damit viel vorhersehbarer reagiert.

In jedem Fall sollte man davon ausgehen, dass keine Legung bindend ist, sondern eine Tendenz anzeigt, die eintrifft, wenn der Fragende so weitermacht wie bisher. Schlägt jemand aber allein schon auf Grund der Perspektiven, die Tarot ihm zeigt, einen anderen Weg ein, ist natürlich die Tendenz, die ihm die Karten vorausgesagt haben, hinfällig geworden.

Wieso können uns die Karten eine bedeutsame Antwort geben?
Dieses Phänomen lässt sich sicherlich nicht hinreichend erklären. Aber es gibt über das im Artikel Zufall und Zufallsorakel Gesagte hinaus, zwei interessante Überlegungen:

1. Das Unbewusste hat ein anderes Verhältnis zu Raum und Zeit als unser Bewusstes und ist dadurch in der Lage, über den Tellerrand der Gegenwart hinauszuschauen, wie es fast jeder schon an Zukunftsträumen und eigenem Vorauswissen erlebt hat. So wie die Sprache des Bewussten aus Worten besteht, spricht das Unbewusste durch Bilder. Die Tarotkarten lassen sich als Alphabet dieser Bildersprache unserer Seele verstehen, mit denen das Unbewusste ausdrückt, wie es die Frageangelegenheit sieht. Alles, was das Bewusste tun muss, ist, die Sprachen des Unbewussten zu lernen, um zu verstehen, was da gesagt wird.

2. Der zweiten Überlegung liegt der Begriff der Zeitgleichheit zugrunde, der Synchronizität, wie C.G. Jung dieses Phänomen nannte. Wir sind es gewohnt, die Zeit in Quantitäten zu messen. Es gibt aber auch eine Qualität der Zeit, an die sich unsere Sprache noch erinnert, wenn sie vom richtigen Augenblick spricht. Aus dieser Sicht hat jeder Augenblick seine eigenen Merkmale, die sich in gleicher Weise auf verschiedensten Ebenen zeigen. Makrokosmisch in planetaren Konstellationen, mikrokosmisch in atomaren Bewegungen, und dazwischen auf vielen anderen Stufen, zu denen Tarot ebenso wie das I Ging und andere Orakelmethoden gehören.

Da in einer ganzheitlichen Sicht der Welt Frage und Antwort eine Einheit bilden, liegt im Zeitpunkt der Frage auch die Antwort. Gelingt es also, die Qualität eines bestimmten Augenblicks zu erkennen, lässt sich daraus auch die Antwort ablesen. Deshalb ist es wenig bedeutsam, welches Orakel man wählt oder welche Tarotkarten. Wichtig ist vor allem, dass der Deuter die Sprache des jeweiligen Orakels versteht.

Wie oft darf man die Karten befragen?
Die Grundregel lautet: Weniger ist mehr. Wer zu wichtigen Fragen nur selten die Karten legt, wird ihre Aussage weit mehr beherzigen, als jemand der sich dazu täglich mehrfach die Karten legt. Nicht, dass häufig gelegte Karten nicht stimmen könnten. Sie gleichen dann nur einem Vergrößerungsglas bei dem man den Blick für das Ganze verliert. Wer sich täglich das Keltische Kreuz legt, wird wohl kaum alle 10 Karten dem Tagesgeschehen zuordnen können. Wer es dagegen nur alle sechs Monate legt, wird darin eine gute Orientierung finden.

Grundsätzlich sollte man die Karten erst dann neu befragen, wenn die Tendenzen der vorhergehenden Legung eingetreten sind, oder sich in der Einstellung des Fragenden oder im Frageumfeld eine grundlegende Änderung ergeben hat.

Wonach kann man die Karten befragen?
1. Nach dem gegenwärtigen Stand einer Angelegenheit oder Entwicklung.
2. Nach zukünftigen Tendenzen und Perspektiven.
3. Nach einem Ratschlag, wie man ein Problem löst oder ein Ziel erreicht.
4. Nach Ursachen und Hintergründen einer Entwicklung.
5. Welches die beste Entscheidung oder die klügste Vorgehensweise ist.
6. Zur Selbsterkenntnis und Selbsterfahrung.





Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
29. Oktober 2007 um 18:56

Sie schon wieder
mit ihren überaus klugen Beratersprüchen.

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
29. Oktober 2007 um 19:38

Jawoll Frau Fee
ich werde mich danach richten. Bloss ich weiss nicht in welche Richtung !!

1 LikesGefällt mir Hilfreiche Antworten !
30. Oktober 2007 um 11:33

Liebe Feenfeder,
das ist überhaupt kein Quatsch, nur das wissen eben die Wenigsten !
Gute Berater sind nämlich die die Ihre Kunden aufklären das
es keinen Sinn macht sich jede Woche die Karten über das SELBE THEMA
und DIE SELBEN FRAGEN legen zu lassen.


PS. die Sachen die ich hier noch weiter unten unter "Facts" geschrieben habe
sind auf der Seite von Hajo Banzhaf zu finden
selbst ein sehr bekannter Kartenleger
und ich finde seine Ausführungen WIE man das Kartenlegen zu NEHMEN
hat auch mehr seriös,
als Deine.......

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
30. Oktober 2007 um 11:47

Richtig Feenfeder
Sehe es genauso wie du.

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
30. Oktober 2007 um 11:56
In Antwort auf mette_12065725

Richtig Feenfeder
Sehe es genauso wie du.

Also Wackelpeter und Feenfeder gehören scheinbar selber zur beratenden Zunft
deshalb sehen sie häufiges Kartenlegen als gut an?
scheint so.

wie gesagt: Hajo Banzhaf, geht mal auf seine Page
der spricht wenigstens seriös
(unter "Faqs Tarot")


und seriös finde ich es auf jeden Fall wenn man auch sagt das der Mensch sich nicht den Karten Untertan machen sollte und immer noch seine Zukunft
durch SEINE EIGENEN HANDLUNGEN gestaltet.
Das ist es nämlich: Vorbestimmung sind nicht die hundert Prozent die viele haben wollen, die eigenen Handlungen bestimmen die Zukunft !
Deshalb: die Karten zeigen nur Tendenzen an, wenn Du Dein Verhalten veränderst
veränderst Du auch Deine Zukunft.
(bestes Beispiel: was nützt Dir die gute Prognose zum bestehen der Prüfung
wenn Du von einem Tag auf den anderen beschliesst NICHTS dafür zu tun ????!!!)
Das Thema heisst hier Eigenverantwortlichkeit,
und dem entziehen sich viele....

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
30. Oktober 2007 um 11:59
In Antwort auf lulu_12916163

Also Wackelpeter und Feenfeder gehören scheinbar selber zur beratenden Zunft
deshalb sehen sie häufiges Kartenlegen als gut an?
scheint so.

wie gesagt: Hajo Banzhaf, geht mal auf seine Page
der spricht wenigstens seriös
(unter "Faqs Tarot")


und seriös finde ich es auf jeden Fall wenn man auch sagt das der Mensch sich nicht den Karten Untertan machen sollte und immer noch seine Zukunft
durch SEINE EIGENEN HANDLUNGEN gestaltet.
Das ist es nämlich: Vorbestimmung sind nicht die hundert Prozent die viele haben wollen, die eigenen Handlungen bestimmen die Zukunft !
Deshalb: die Karten zeigen nur Tendenzen an, wenn Du Dein Verhalten veränderst
veränderst Du auch Deine Zukunft.
(bestes Beispiel: was nützt Dir die gute Prognose zum bestehen der Prüfung
wenn Du von einem Tag auf den anderen beschliesst NICHTS dafür zu tun ????!!!)
Das Thema heisst hier Eigenverantwortlichkeit,
und dem entziehen sich viele....

Und bevor jetzt noch kommt:
aber der und der
oder die und die
und sowieso,

sag ich nur: Menschen wacht auf, Karten sind NUR Ratgeber
nicht mehr nicht weniger.

In diesem Sinne: Carpe Diem.

MfG
Uli

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
30. Oktober 2007 um 12:03
In Antwort auf lulu_12916163

Also Wackelpeter und Feenfeder gehören scheinbar selber zur beratenden Zunft
deshalb sehen sie häufiges Kartenlegen als gut an?
scheint so.

wie gesagt: Hajo Banzhaf, geht mal auf seine Page
der spricht wenigstens seriös
(unter "Faqs Tarot")


und seriös finde ich es auf jeden Fall wenn man auch sagt das der Mensch sich nicht den Karten Untertan machen sollte und immer noch seine Zukunft
durch SEINE EIGENEN HANDLUNGEN gestaltet.
Das ist es nämlich: Vorbestimmung sind nicht die hundert Prozent die viele haben wollen, die eigenen Handlungen bestimmen die Zukunft !
Deshalb: die Karten zeigen nur Tendenzen an, wenn Du Dein Verhalten veränderst
veränderst Du auch Deine Zukunft.
(bestes Beispiel: was nützt Dir die gute Prognose zum bestehen der Prüfung
wenn Du von einem Tag auf den anderen beschliesst NICHTS dafür zu tun ????!!!)
Das Thema heisst hier Eigenverantwortlichkeit,
und dem entziehen sich viele....

Quatsch das mit dem Verhalten verändert
"(bestes Beispiel: was nützt Dir die gute Prognose zum bestehen der Prüfung
wenn Du von einem Tag auf den anderen beschliesst NICHTS dafür zu tun ????!!!)"

bei diesem Schwachsinn könnt ich immer kotzen. Wie kommt ihr immer darauf, dass jemand, kaum hat er sich die Karten legen lassen, "nichts mehr tut". Zb. nicht mehr für die Prüfung lernt???? Zudem, hätte es da eh nicht heissen müssen: "du wirst durchfalllen"?
Es ist nur so, dass die meisten KL ganz einfach irgendwas vorlügen. Immer dieser Quatsch: "du hast dagegen gearbeitet, du hast dein Verhalten verändert".
Ne, machen viele nicht, sie wurden einfach belogen.

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
30. Oktober 2007 um 12:09
In Antwort auf an0N_1275610999z

Quatsch das mit dem Verhalten verändert
"(bestes Beispiel: was nützt Dir die gute Prognose zum bestehen der Prüfung
wenn Du von einem Tag auf den anderen beschliesst NICHTS dafür zu tun ????!!!)"

bei diesem Schwachsinn könnt ich immer kotzen. Wie kommt ihr immer darauf, dass jemand, kaum hat er sich die Karten legen lassen, "nichts mehr tut". Zb. nicht mehr für die Prüfung lernt???? Zudem, hätte es da eh nicht heissen müssen: "du wirst durchfalllen"?
Es ist nur so, dass die meisten KL ganz einfach irgendwas vorlügen. Immer dieser Quatsch: "du hast dagegen gearbeitet, du hast dein Verhalten verändert".
Ne, machen viele nicht, sie wurden einfach belogen.

Malbuner
mal vorsichtig eine Frage stellen möchte....bist du im realen Leben aus so?
Ich meine, wer nicht dafür ist , ist eben gleich dagegen?

Wieso kannst du die Dinge nicht mal differenzierter betrachten?

Damit kommt man doch nicht weit und steht sich selber im Wege...hm...

seance

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
30. Oktober 2007 um 12:31

Nun liebe Tara lieber Malburner
so auf der einen Seite haben wir also feenfeder und wackelpeter
auf der anderen Tara und Malburner,


nun: worauf ICH eigentlich nur hinauswill ist:
das das Kartenlegen nur Tendenzen aufzeigen kann
nicht mehr
nicht weniger.

Karten sind NUR Ratgeber.

UND: unsere Zukunft sind nicht die hundert Prozent Vorbestimmung die hier viele haben wollen,

deshalb:
nehmt Euer Leben SELBER in die Hand anstatt Euch
von diesen Dingen ABHÄNGIG zu machen.

und,
ganz wichtig:
schiebt nicht die ganze Verantwortung auf die Karten ab,
IHR LEBT EUER LEBEN
NICHT DIE KARTEN


und wenn Ihr hass habt auf die die sagen:
100% Treffsicherheit
die Zukunft ist zu 100% Vorbestimmt


klar, dann dürft ihr das haben
den DAS IST NÄMLICH WIRKLICH SCHLICHTWEG GELOGEN !


Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
30. Oktober 2007 um 13:00

Hallo Tara
es ging mir hier nicht speziell um Dich als Person,

sondern insgesamt um die Feststellung das viele
die Verantwortung Ihrer Handlungen einfach von sich "wegschieben".
Und das ist eben falsch.
wie gesagt: Ratgeber mehr nicht, das sind die Karten
sie zeigen nur Tendenzen,
es gibt aber in dem Sinn keine 100%ig vorbestimmte Zukunft,
DAS gibt es nicht,
unsere Handlungen + unser Verhalten = Zukunft.
und DAS vergessen viele.

in diesem Sinne
Liebe Grüße
uli

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
30. Oktober 2007 um 13:18
In Antwort auf lulu_12916163

Ach ja hier noch ein paar Facts.
Ich habe mir die Karten legen lassen. Ein Teil der Prognosen traf präzise ein, ein weiterer Teil überhaupt nicht. Wie kann das sein?
Die Zukunft ist nicht etwas Vorgefertigtes, das wir nur \"ableben\" müssen, sondern hängt wesentlich davon ab, wie wir sie gestalten. Insofern sind Ereignisprognosen immer spekulativ. Tarot, Astrologie und andere Orakel können sehr wohl Tendenzen zeigen und Verständnis für die jeweilige Situation und die Aussichten schaffen, die Vorhersage eines Ereignisses ist aber immer eine Überschreitung der Aussagegrenze, weil sie

1. eine symbolische und damit von Natur aus mehrdeutige Konstellation auf eine eindeutige Aussage reduziert (deshalb spekulativ) und
2. ausser acht lässt, wie der Mensch sich angesichts der Erfahrung verhalten wird.

Ein ganz banales Beispiel macht das deutlich. Wenn jemand fragt, ob er eine Prüfung bestehen wird, dann können seine Karten noch so gut sein. Wenn er nicht zur Prüfung geht, wird er sie nicht bestehen.


Über Jahre waren mir die Karten eine wichtige Hilfe und ein zuverlässiger Begleiter, der mir stets einen Weg gezeigt hat. Aber seit einiger Zeit verstehe ich die Antworten nicht mehr, sie ergeben einfach keinen Sinn. Wie ist das zu erklären, was mache ich falsch?
Ich kenne für dieses Phänomen zwei mögliche Gründe:

1. Es stellt sich ein, wenn man einfach zu oft die Karten legt.
2. Es kommt wie eine korrigierende Funktion, wenn man zuviel Verantwortung von sich auf die Karten abschiebt. Bedenken Sie stets den Grundsatz, dass Tarot zwar ein guter Diener aber ein schlechter Herr ist. Sich den Rat der Karten zu holen um ihn zu prüfen und eigentverantwortlich umzusetzen ist klug. Sich der Antwort der Karten zu unterwerfen und nur noch das zu tun, was Tarot \"erlaubt\" oder gar \"befiehlt\" ist ganz gewiss falsch.

Wie kommt es, dass die Karten manchmal meine Wünsche spiegeln und nicht die tatsächliche Entwicklung anzeigen?
Karten antworten so wie sie befragt werden. Nur auf eine offene Frage gibt es eine offene Antwort. Eine von Wünschen durchtränkte Frage kann deshalb zu einer Antwort führen, in der sich nur die Wünsche, nicht aber die zukünftige Entwicklung zeigt.


Wie zuverlässig ist das Kartenorakel?
Die Karten antworten so, wie sie gefragt werden. Auf eine ernste Frage gibt es eine ernste Antwort, auf eine ganz allgemeine Frage eine ganz allgemeine Antwort, auf eine dumme Frage eine dumme Antwort. Und war die Frage \"nur so\" gestellt, dann ist auch die Antwort \"nur so\"!

Bei einer ernst gestellten Frage wie der Ratschlag der Karten so zuverlässig wie der eines alten weisen Menschen. Deshalb sollte man die Aussage der Karten ernst nehmen und ihre Empfehlungen beherzigen. Da aber eine absolute Wahrheit in dieser Welt nicht zu finden ist, liegt sie natürlich auch nicht im Tarot.

Die Karten wie auch andere Orakel weisen auf Erfahrungen hin, die wir machen werden. In dieser Hinsicht ist ihre Aussage sehr verlässlich. Aber wie ein Mensch auf diese Erfahrungen reagiert, und welche Ereignisse sich für ihn daraus ergeben, lässt sich nicht mit Bestimmtheit vorhersagen. Das gilt insbesondere für Menschen, die sehr bewusst leben und bei schwierigen Herausforderungen nicht auf eine bequeme Scheinlösung ausweichen. Sie gestalten ihre menschliche Entfaltungsfreiheit in einem so großen Rahmen, dass bei ihnen die Trefferquote von Prognosen weit niedriger liegt, als bei einem Menschen, der weitgehend unbewusst lebt, sich seinem Schicksal überlässt, stets den Weg des geringsten Widerstands geht und damit viel vorhersehbarer reagiert.

In jedem Fall sollte man davon ausgehen, dass keine Legung bindend ist, sondern eine Tendenz anzeigt, die eintrifft, wenn der Fragende so weitermacht wie bisher. Schlägt jemand aber allein schon auf Grund der Perspektiven, die Tarot ihm zeigt, einen anderen Weg ein, ist natürlich die Tendenz, die ihm die Karten vorausgesagt haben, hinfällig geworden.

Wieso können uns die Karten eine bedeutsame Antwort geben?
Dieses Phänomen lässt sich sicherlich nicht hinreichend erklären. Aber es gibt über das im Artikel Zufall und Zufallsorakel Gesagte hinaus, zwei interessante Überlegungen:

1. Das Unbewusste hat ein anderes Verhältnis zu Raum und Zeit als unser Bewusstes und ist dadurch in der Lage, über den Tellerrand der Gegenwart hinauszuschauen, wie es fast jeder schon an Zukunftsträumen und eigenem Vorauswissen erlebt hat. So wie die Sprache des Bewussten aus Worten besteht, spricht das Unbewusste durch Bilder. Die Tarotkarten lassen sich als Alphabet dieser Bildersprache unserer Seele verstehen, mit denen das Unbewusste ausdrückt, wie es die Frageangelegenheit sieht. Alles, was das Bewusste tun muss, ist, die Sprachen des Unbewussten zu lernen, um zu verstehen, was da gesagt wird.

2. Der zweiten Überlegung liegt der Begriff der Zeitgleichheit zugrunde, der Synchronizität, wie C.G. Jung dieses Phänomen nannte. Wir sind es gewohnt, die Zeit in Quantitäten zu messen. Es gibt aber auch eine Qualität der Zeit, an die sich unsere Sprache noch erinnert, wenn sie vom richtigen Augenblick spricht. Aus dieser Sicht hat jeder Augenblick seine eigenen Merkmale, die sich in gleicher Weise auf verschiedensten Ebenen zeigen. Makrokosmisch in planetaren Konstellationen, mikrokosmisch in atomaren Bewegungen, und dazwischen auf vielen anderen Stufen, zu denen Tarot ebenso wie das I Ging und andere Orakelmethoden gehören.

Da in einer ganzheitlichen Sicht der Welt Frage und Antwort eine Einheit bilden, liegt im Zeitpunkt der Frage auch die Antwort. Gelingt es also, die Qualität eines bestimmten Augenblicks zu erkennen, lässt sich daraus auch die Antwort ablesen. Deshalb ist es wenig bedeutsam, welches Orakel man wählt oder welche Tarotkarten. Wichtig ist vor allem, dass der Deuter die Sprache des jeweiligen Orakels versteht.

Wie oft darf man die Karten befragen?
Die Grundregel lautet: Weniger ist mehr. Wer zu wichtigen Fragen nur selten die Karten legt, wird ihre Aussage weit mehr beherzigen, als jemand der sich dazu täglich mehrfach die Karten legt. Nicht, dass häufig gelegte Karten nicht stimmen könnten. Sie gleichen dann nur einem Vergrößerungsglas bei dem man den Blick für das Ganze verliert. Wer sich täglich das Keltische Kreuz legt, wird wohl kaum alle 10 Karten dem Tagesgeschehen zuordnen können. Wer es dagegen nur alle sechs Monate legt, wird darin eine gute Orientierung finden.

Grundsätzlich sollte man die Karten erst dann neu befragen, wenn die Tendenzen der vorhergehenden Legung eingetreten sind, oder sich in der Einstellung des Fragenden oder im Frageumfeld eine grundlegende Änderung ergeben hat.

Wonach kann man die Karten befragen?
1. Nach dem gegenwärtigen Stand einer Angelegenheit oder Entwicklung.
2. Nach zukünftigen Tendenzen und Perspektiven.
3. Nach einem Ratschlag, wie man ein Problem löst oder ein Ziel erreicht.
4. Nach Ursachen und Hintergründen einer Entwicklung.
5. Welches die beste Entscheidung oder die klügste Vorgehensweise ist.
6. Zur Selbsterkenntnis und Selbsterfahrung.





...jeder ist seines Glückes Schmiede

Jeder ist seines Glückes Schmiede...

Auch die ach so tolle "Lebensberter" und Ihre "Karten" sind nicht fähig zu helfen. Jeder muss sich selbst helfen, wir können nur uns selbst vertrauen.

Wer Möchtegernwharsager und Kartenlegr vertraut, hat sich selbst aufgegeben...

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
30. Oktober 2007 um 13:18
In Antwort auf lulu_12916163

Also Wackelpeter und Feenfeder gehören scheinbar selber zur beratenden Zunft
deshalb sehen sie häufiges Kartenlegen als gut an?
scheint so.

wie gesagt: Hajo Banzhaf, geht mal auf seine Page
der spricht wenigstens seriös
(unter "Faqs Tarot")


und seriös finde ich es auf jeden Fall wenn man auch sagt das der Mensch sich nicht den Karten Untertan machen sollte und immer noch seine Zukunft
durch SEINE EIGENEN HANDLUNGEN gestaltet.
Das ist es nämlich: Vorbestimmung sind nicht die hundert Prozent die viele haben wollen, die eigenen Handlungen bestimmen die Zukunft !
Deshalb: die Karten zeigen nur Tendenzen an, wenn Du Dein Verhalten veränderst
veränderst Du auch Deine Zukunft.
(bestes Beispiel: was nützt Dir die gute Prognose zum bestehen der Prüfung
wenn Du von einem Tag auf den anderen beschliesst NICHTS dafür zu tun ????!!!)
Das Thema heisst hier Eigenverantwortlichkeit,
und dem entziehen sich viele....

Weit daneben
Wer lesen kann ist klar im Vorteil.


Ging es doch um das Thema,dass wenn man sich zu oft die Karten legen lässt sich das KB verfälscht.
Meine Meinung,eine gute KL sieht trotzdem was Sache ist,egal wie oft man sich in den Karten schauen lässt.

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
30. Oktober 2007 um 13:38
In Antwort auf bengta_12971677

...jeder ist seines Glückes Schmiede

Jeder ist seines Glückes Schmiede...

Auch die ach so tolle "Lebensberter" und Ihre "Karten" sind nicht fähig zu helfen. Jeder muss sich selbst helfen, wir können nur uns selbst vertrauen.

Wer Möchtegernwharsager und Kartenlegr vertraut, hat sich selbst aufgegeben...

Nun ja
mir geht es nur darum klarzumachen, das die Verantwortlichkeit Entscheidungen zu treffen nicht einfach an die Karten (und die daran geknüpften Menschen die diese legen)abgegeben werden kann
da es in dem Sinn keine hundertprozent Vorbestimmung gibt,
darum gilt es,
es gilt hier keinen schlecht zu machen,
es geht mir nur t i e r i s c h auf die Nerven
wenn die einen sagen : 100%Prozent Treffsicher
und das nur sie die Wahrheit sprechen
(was für ein Oberkäse,
es gibt sie einfach nicht die 100 Prozent
wer das sagt lügt schon mal von Haus aus)

und die anderen: böse Berater alles Scheiß Berater
kann keiner was
ALLE verarschen einen nur,
man bekommt nur das gesagt
was man hören möchte,,,
(nur aus dem Frust heraus weil
sein ganzes Geld bei Lines gelassen
und nichts aktiv getan haben)

Ich kann nur sagen die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen,
es gibt Berater die nix können, RICHTIG
aber es sind nicht Alle
und es gibt Menschen die nicht erkennen können und wollen
das man keine Entscheidungen sich abnehmen lassen kann,
weil es eben nicht die 100% gibt !


Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
30. Oktober 2007 um 16:46

Kein Problem
dann lege Dir doch selber? im Ernst, spart Geld.


Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
30. Oktober 2007 um 17:13

Naja ich mein, was willst Du jetzt hören:
den es ist tatsächlich so das Dein Verhalten Deine Umstände schafft.
und falls Du ständig Dein Verhalten änderst ja dann wirst auch ständig
ein anderes Kartenbild haben, weil Du die Umstände damit änderst...thats it...

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
30. Oktober 2007 um 17:46

Also
mit welchem Punkt kommst Du nicht zurecht Tara?
ich denke keiner wird Dich ablehnen,
wenn Du "offen" für eine Legung bist...

es ist einfach so das neues Verhalten neue Umstände schafft.
Es gibt also nicht die 100 Prozentige Vorbestimmung,
allein Gott oder Allah oder Buddah oder wie auch die einzig wahre Übermacht heist
weiss wie es weitergeht..
kein Mensch kann sowas.
kein Mensch kann jede Deiner Umentscheidung und kleinsten Handlungen vorhersehen,
es gibt immer nur eine Tendenz die nur Bestand hat wenn Du Dich als Person nicht umentscheidest oder Dein Verhalten änderst.



Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
30. Oktober 2007 um 21:17

Das is wie beim Lotto...
...ICH hab dauernd die richtigen Zahlen, nur die ziehen immer die falschen!!!!

Ich bin mittlerweile richtiggehend empört und erwäge rechtliche Schritte gegen diese dauernden Lottokugelfalschzieher einzuleiten!

Ansonsten.... Wer sich oft genug die Karten legen lässt, wird wohl irgendwann auch mal ein passendes Blatt bekommen, das aber nennt man Wahrscheinlichkeitstheorie (es gab da mal so`n Typ der sich eingehend damit beschäftigt hat, der hiess ääääh Einstein oder so ähnlich :-p), und hat nüscht mit die geistige Welt zu tun!

Ich glaub eh das die (geistige Welt) bei all dem Sch*** der darüber mittlerweile verbreitet wird, eh schon lange sprachlos ist....

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
30. Oktober 2007 um 22:07
In Antwort auf julyan_11947632

Das is wie beim Lotto...
...ICH hab dauernd die richtigen Zahlen, nur die ziehen immer die falschen!!!!

Ich bin mittlerweile richtiggehend empört und erwäge rechtliche Schritte gegen diese dauernden Lottokugelfalschzieher einzuleiten!

Ansonsten.... Wer sich oft genug die Karten legen lässt, wird wohl irgendwann auch mal ein passendes Blatt bekommen, das aber nennt man Wahrscheinlichkeitstheorie (es gab da mal so`n Typ der sich eingehend damit beschäftigt hat, der hiess ääääh Einstein oder so ähnlich :-p), und hat nüscht mit die geistige Welt zu tun!

Ich glaub eh das die (geistige Welt) bei all dem Sch*** der darüber mittlerweile verbreitet wird, eh schon lange sprachlos ist....

Es gab mehrere Phasen in meinem Leben
Da konnte ich mich nicht sattlesen vom unerklärlichen, oder wenn ich Probleme nicht mehr ertragen konnte, hatte ich damit einen Ablöser meiner Sorgen..mit damit meine ich Astrologie;Engel, heute
bin ich mir nicht mehr sicher ob ich es mir in jener Zeit zu einfach gemacht habe,wollte ich nicht's dafür tun? , mich meiner eigenen Verantwortung entziehen. Menschen die mit sich und dem Leben im Reinen sind suchen, es nähmlich nicht auf -ich glaube im Gegenteil davon wollen Sie wenig hören. Die meisten Menschen vertrauen Ihrem eigenen Können viel viel zuwenig-wieder für andere ist das gefundenes "Fressen" Liebe Grüsse Cat


Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
4. November 2007 um 9:44
In Antwort auf julyan_11947632

Das is wie beim Lotto...
...ICH hab dauernd die richtigen Zahlen, nur die ziehen immer die falschen!!!!

Ich bin mittlerweile richtiggehend empört und erwäge rechtliche Schritte gegen diese dauernden Lottokugelfalschzieher einzuleiten!

Ansonsten.... Wer sich oft genug die Karten legen lässt, wird wohl irgendwann auch mal ein passendes Blatt bekommen, das aber nennt man Wahrscheinlichkeitstheorie (es gab da mal so`n Typ der sich eingehend damit beschäftigt hat, der hiess ääääh Einstein oder so ähnlich :-p), und hat nüscht mit die geistige Welt zu tun!

Ich glaub eh das die (geistige Welt) bei all dem Sch*** der darüber mittlerweile verbreitet wird, eh schon lange sprachlos ist....

Jeder entscheidet doch für sich selbst
alles spirituelles hat seinen ursprung, aber jeder mensch entscheidet doch selbst welchen weg er gehen muß.

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
4. November 2007 um 10:20
In Antwort auf an0N_1275610999z

Quatsch das mit dem Verhalten verändert
"(bestes Beispiel: was nützt Dir die gute Prognose zum bestehen der Prüfung
wenn Du von einem Tag auf den anderen beschliesst NICHTS dafür zu tun ????!!!)"

bei diesem Schwachsinn könnt ich immer kotzen. Wie kommt ihr immer darauf, dass jemand, kaum hat er sich die Karten legen lassen, "nichts mehr tut". Zb. nicht mehr für die Prüfung lernt???? Zudem, hätte es da eh nicht heissen müssen: "du wirst durchfalllen"?
Es ist nur so, dass die meisten KL ganz einfach irgendwas vorlügen. Immer dieser Quatsch: "du hast dagegen gearbeitet, du hast dein Verhalten verändert".
Ne, machen viele nicht, sie wurden einfach belogen.

Genau die meisten KL
lügen

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
4. November 2007 um 20:36
In Antwort auf lulu_12916163

Ach ja hier noch ein paar Facts.
Ich habe mir die Karten legen lassen. Ein Teil der Prognosen traf präzise ein, ein weiterer Teil überhaupt nicht. Wie kann das sein?
Die Zukunft ist nicht etwas Vorgefertigtes, das wir nur \"ableben\" müssen, sondern hängt wesentlich davon ab, wie wir sie gestalten. Insofern sind Ereignisprognosen immer spekulativ. Tarot, Astrologie und andere Orakel können sehr wohl Tendenzen zeigen und Verständnis für die jeweilige Situation und die Aussichten schaffen, die Vorhersage eines Ereignisses ist aber immer eine Überschreitung der Aussagegrenze, weil sie

1. eine symbolische und damit von Natur aus mehrdeutige Konstellation auf eine eindeutige Aussage reduziert (deshalb spekulativ) und
2. ausser acht lässt, wie der Mensch sich angesichts der Erfahrung verhalten wird.

Ein ganz banales Beispiel macht das deutlich. Wenn jemand fragt, ob er eine Prüfung bestehen wird, dann können seine Karten noch so gut sein. Wenn er nicht zur Prüfung geht, wird er sie nicht bestehen.


Über Jahre waren mir die Karten eine wichtige Hilfe und ein zuverlässiger Begleiter, der mir stets einen Weg gezeigt hat. Aber seit einiger Zeit verstehe ich die Antworten nicht mehr, sie ergeben einfach keinen Sinn. Wie ist das zu erklären, was mache ich falsch?
Ich kenne für dieses Phänomen zwei mögliche Gründe:

1. Es stellt sich ein, wenn man einfach zu oft die Karten legt.
2. Es kommt wie eine korrigierende Funktion, wenn man zuviel Verantwortung von sich auf die Karten abschiebt. Bedenken Sie stets den Grundsatz, dass Tarot zwar ein guter Diener aber ein schlechter Herr ist. Sich den Rat der Karten zu holen um ihn zu prüfen und eigentverantwortlich umzusetzen ist klug. Sich der Antwort der Karten zu unterwerfen und nur noch das zu tun, was Tarot \"erlaubt\" oder gar \"befiehlt\" ist ganz gewiss falsch.

Wie kommt es, dass die Karten manchmal meine Wünsche spiegeln und nicht die tatsächliche Entwicklung anzeigen?
Karten antworten so wie sie befragt werden. Nur auf eine offene Frage gibt es eine offene Antwort. Eine von Wünschen durchtränkte Frage kann deshalb zu einer Antwort führen, in der sich nur die Wünsche, nicht aber die zukünftige Entwicklung zeigt.


Wie zuverlässig ist das Kartenorakel?
Die Karten antworten so, wie sie gefragt werden. Auf eine ernste Frage gibt es eine ernste Antwort, auf eine ganz allgemeine Frage eine ganz allgemeine Antwort, auf eine dumme Frage eine dumme Antwort. Und war die Frage \"nur so\" gestellt, dann ist auch die Antwort \"nur so\"!

Bei einer ernst gestellten Frage wie der Ratschlag der Karten so zuverlässig wie der eines alten weisen Menschen. Deshalb sollte man die Aussage der Karten ernst nehmen und ihre Empfehlungen beherzigen. Da aber eine absolute Wahrheit in dieser Welt nicht zu finden ist, liegt sie natürlich auch nicht im Tarot.

Die Karten wie auch andere Orakel weisen auf Erfahrungen hin, die wir machen werden. In dieser Hinsicht ist ihre Aussage sehr verlässlich. Aber wie ein Mensch auf diese Erfahrungen reagiert, und welche Ereignisse sich für ihn daraus ergeben, lässt sich nicht mit Bestimmtheit vorhersagen. Das gilt insbesondere für Menschen, die sehr bewusst leben und bei schwierigen Herausforderungen nicht auf eine bequeme Scheinlösung ausweichen. Sie gestalten ihre menschliche Entfaltungsfreiheit in einem so großen Rahmen, dass bei ihnen die Trefferquote von Prognosen weit niedriger liegt, als bei einem Menschen, der weitgehend unbewusst lebt, sich seinem Schicksal überlässt, stets den Weg des geringsten Widerstands geht und damit viel vorhersehbarer reagiert.

In jedem Fall sollte man davon ausgehen, dass keine Legung bindend ist, sondern eine Tendenz anzeigt, die eintrifft, wenn der Fragende so weitermacht wie bisher. Schlägt jemand aber allein schon auf Grund der Perspektiven, die Tarot ihm zeigt, einen anderen Weg ein, ist natürlich die Tendenz, die ihm die Karten vorausgesagt haben, hinfällig geworden.

Wieso können uns die Karten eine bedeutsame Antwort geben?
Dieses Phänomen lässt sich sicherlich nicht hinreichend erklären. Aber es gibt über das im Artikel Zufall und Zufallsorakel Gesagte hinaus, zwei interessante Überlegungen:

1. Das Unbewusste hat ein anderes Verhältnis zu Raum und Zeit als unser Bewusstes und ist dadurch in der Lage, über den Tellerrand der Gegenwart hinauszuschauen, wie es fast jeder schon an Zukunftsträumen und eigenem Vorauswissen erlebt hat. So wie die Sprache des Bewussten aus Worten besteht, spricht das Unbewusste durch Bilder. Die Tarotkarten lassen sich als Alphabet dieser Bildersprache unserer Seele verstehen, mit denen das Unbewusste ausdrückt, wie es die Frageangelegenheit sieht. Alles, was das Bewusste tun muss, ist, die Sprachen des Unbewussten zu lernen, um zu verstehen, was da gesagt wird.

2. Der zweiten Überlegung liegt der Begriff der Zeitgleichheit zugrunde, der Synchronizität, wie C.G. Jung dieses Phänomen nannte. Wir sind es gewohnt, die Zeit in Quantitäten zu messen. Es gibt aber auch eine Qualität der Zeit, an die sich unsere Sprache noch erinnert, wenn sie vom richtigen Augenblick spricht. Aus dieser Sicht hat jeder Augenblick seine eigenen Merkmale, die sich in gleicher Weise auf verschiedensten Ebenen zeigen. Makrokosmisch in planetaren Konstellationen, mikrokosmisch in atomaren Bewegungen, und dazwischen auf vielen anderen Stufen, zu denen Tarot ebenso wie das I Ging und andere Orakelmethoden gehören.

Da in einer ganzheitlichen Sicht der Welt Frage und Antwort eine Einheit bilden, liegt im Zeitpunkt der Frage auch die Antwort. Gelingt es also, die Qualität eines bestimmten Augenblicks zu erkennen, lässt sich daraus auch die Antwort ablesen. Deshalb ist es wenig bedeutsam, welches Orakel man wählt oder welche Tarotkarten. Wichtig ist vor allem, dass der Deuter die Sprache des jeweiligen Orakels versteht.

Wie oft darf man die Karten befragen?
Die Grundregel lautet: Weniger ist mehr. Wer zu wichtigen Fragen nur selten die Karten legt, wird ihre Aussage weit mehr beherzigen, als jemand der sich dazu täglich mehrfach die Karten legt. Nicht, dass häufig gelegte Karten nicht stimmen könnten. Sie gleichen dann nur einem Vergrößerungsglas bei dem man den Blick für das Ganze verliert. Wer sich täglich das Keltische Kreuz legt, wird wohl kaum alle 10 Karten dem Tagesgeschehen zuordnen können. Wer es dagegen nur alle sechs Monate legt, wird darin eine gute Orientierung finden.

Grundsätzlich sollte man die Karten erst dann neu befragen, wenn die Tendenzen der vorhergehenden Legung eingetreten sind, oder sich in der Einstellung des Fragenden oder im Frageumfeld eine grundlegende Änderung ergeben hat.

Wonach kann man die Karten befragen?
1. Nach dem gegenwärtigen Stand einer Angelegenheit oder Entwicklung.
2. Nach zukünftigen Tendenzen und Perspektiven.
3. Nach einem Ratschlag, wie man ein Problem löst oder ein Ziel erreicht.
4. Nach Ursachen und Hintergründen einer Entwicklung.
5. Welches die beste Entscheidung oder die klügste Vorgehensweise ist.
6. Zur Selbsterkenntnis und Selbsterfahrung.





Super, aber
Ich finde den Beitrag grundsätzlich gut, mit folgender Einschränkung:
Ich glaube, dass man durch eine Änderung der Verhaltensweise nicht automatisch einer bestimmten Erfahrung aus dem Weg geht. Das kann sein, wenn man z.B. die Lehre einer gewählten (Lebens-)Erfahrung über die (theoretische) Lehre der Karten lernt. Oder die Erfahrung ist für den eigenen Lebensweg einfach nicht wirklich wichtig. Es kann aber auch sein, dass sich der Weg zur Erfahrung ändert, verlängert oder verkürzt. Oder auch ganz abgelenkt wird und in einer ganz anderen Situation,mit anderen Menschen wieder auftaucht. Aber bestimmte Erfahrungen wollen einfach gemacht werden. Und wenn nicht jetzt, dann eben an einer späteren Weggabelung.

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
6. November 2007 um 18:34

Nun,
Astrologie kann man lernen

Kartenlegen kann man allerdings auch lernen


das was man definitiv NICHT lernen kann, ist HELLSEHEN OHNE HILFSMITTEL.
Das ist meine Meinung.

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
6. November 2007 um 18:38
In Antwort auf wiebke_12186327

Super, aber
Ich finde den Beitrag grundsätzlich gut, mit folgender Einschränkung:
Ich glaube, dass man durch eine Änderung der Verhaltensweise nicht automatisch einer bestimmten Erfahrung aus dem Weg geht. Das kann sein, wenn man z.B. die Lehre einer gewählten (Lebens-)Erfahrung über die (theoretische) Lehre der Karten lernt. Oder die Erfahrung ist für den eigenen Lebensweg einfach nicht wirklich wichtig. Es kann aber auch sein, dass sich der Weg zur Erfahrung ändert, verlängert oder verkürzt. Oder auch ganz abgelenkt wird und in einer ganz anderen Situation,mit anderen Menschen wieder auftaucht. Aber bestimmte Erfahrungen wollen einfach gemacht werden. Und wenn nicht jetzt, dann eben an einer späteren Weggabelung.

Klar,Sophia
es gibt Sachen die SIND vorbestimmt und denen kann man NICHT aus dem Weg gehen, bestreite ich nicht,
es gibt Talente und Fähigkeiten,
auch karmische Sachen,
aber leider sind es nicht die 100% Vorbestimmung, die viele haben wollen (um sie zu 100% vorhersehen zu können),
diese 100% gibt es einfach nicht !!!!!!!!!!!!!!!

und deshalb liegt doch das Meiste in unseren eigenen Handlungen und unserem Verhalten...

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
7. November 2007 um 9:31

Die reden nur schön
genau, keiner wird einem sagen, dass das Leben so beschissen weitergeht wie bisher. Es gibt sie nun mal, die Menschen, die nie einen Partner finden werden. Auch nach 5 Jahren noch ohne Job sind, eine Krankheit haben, die schlechter und nie besser wird, ewig in Schulden sind usw. Nur, welcher bei Q. hat den Mumm, das so zu sagen? Keiner.
Komisch, dass ich einige kenne, die schon vor 4 Jahren angerufen haben, natürlich gesagt bekamen, dass der HM/EX wieder kommt (karmische Liebe) oder/und ein Neuer, ein ganz toller, und man sich dann entscheiden könne. KEINE dieser Frauen ist heute in einer Partnerschaft.

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
7. November 2007 um 13:13

Ganz ehrlich,
solche aussagen darf ein berater gar nicht treffen, weil das ganze leben nie vorraussehbar ist und vieles abhängig ist, von unserer persönlichen veränderung UND vor allem: wie kann man einem menschen so den mut nehmen?
nenn mir einen, der sich keinen strick nimmt, wenn man ihm sagt: niemals im leben liebe, niemals mehr arbeit!

das würde gegen die guten sitten und den ehrenkodex der KL verstossen, ebenso wie aussagen über gesundheit und tod.

vllt sollte in einem recht negativ ausschauenden fall der berater nicht alles superrosig ausmalen, damit man nicht immer denkt: moorgen kommt der lebenspartner, sondern motivieren, an sich zu arbeiten, motivieren, ziele im leben zu suchen.
vllt wird dadurch die partnersuche von alleine nicht mehr sooo einen hohen stellenwert haben.

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
13. November 2007 um 17:36

@lissiletta
Das ist doch mal ein schöner Beitrag.
Hast du noch ein paar Details für uns oder noch einen anderen Tatsachenbericht?

seance

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
13. November 2007 um 18:27

@lissi
Nein, du musst nicht weitere Hellseherinnen aufsuchen, wenn du mehr als zufrieden warst.
Mir ging es nur darum, dass du noch ein paar Kleinigkeiten aus deinen Erfahrungen erzählen könntest.
Nicht mehr und nicht weniger.

seance

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
13. November 2007 um 18:31

Seh ich ebenso
ZU viele sind schon geblendet von Top Beratern, superbewertungen und schwülstigem Gedöhns.

Ja, leider ist es genauso!

Sorry Andy, dass ich dir deinen Satz geklaut habe....

seance

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
Diskussionen dieses Nutzers
Noch mehr Inspiration?
pinterest